Preisrätsel
ieder einmal ist es Zeit für das nächste Rätsel... Diesmal stehen die Ludi an!Welcher Wagen gehört zu welchem Fahrer? Welcher Gönner verteilt welche Maskottchen? Wer scheitert an welchem Hindernis? Und wer, bei Pluto, ist Mister X?
Erster Preis: Eine komplette Fan-Ausstattung DEINER Factio für die nächsten Rennen!
Zweiter Preis: Eine Fan-Tunica in der Farbe DEINES Rennstalls!
Dritter Preis: Ein Autogrammus DEINES Lieblingswagenlenkers!
Außerdem wird unter allen Einsendungen die kreativste Antwort auf die Frage nach Mister X von der Redaktion ausgewählt. Der Gewinner erhält einen SpezialSuperSonderPreis!
Die richtigen - und falschen - Lösungen sendet bitte an Decima Seiana, Einsendeschluss ist der ANTE DIEM IV NON OCT DCCCLVIII A.U.C. (4.10.2008/105 n.Chr.)
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Es geht los, die Ludi Romani, seit Tagen laufen sie, und heute, heute! ist es endlich so weit, das Wagenrennen, DAS Wagenrennen, findet heute statt und ich, verehrte Damen und Herren, bin dabei, darf es hautnah erleben und habe die Ehre davon zu berichten.
Da, die Gespanne gehen in Startaufstellung, illustre Namen tönen in der Runde, wohlbekannt allen Freunden und Eiferern der Wagenrennen abseits der großen Factiones, ein jeder von ihnen brennt darauf, am heutigen Tage einzuziehen in den Olymp der Wagenlenker, und da ist schon der erste, Stasanor lenkt seine Pferde mit lockerer Hand, keinerlei Spannung ist ihm anzumerken und dabei wissen wir doch alle, wer sein geheimnisvoller Gönner ist, das heißt neeeeiiiiin! Wir wissen es natürlich nicht, genau das ist ja der Punkt, aber wer sollte geheim bleiben wollen, wenn es nicht eine tatsächlich wichtige und einflussreiche Persönlichkeit ist, also wie macht Stasanor das nur, eine derartige Ruhe zu bewahren, nicht einmal seine Pferde scheinen aufgeregt zu sein, aber halt, da kommt schon der nächste in die Bahn, es ist Echembrotus, und ihm merkt man schon mehr Aufregung an, sieh mal einer an, die Pferde tänzeln nervös, sie scheinen ausbrechen zu wollen, kann Echembrotus sie kontrollieren, da, da springen sie nach vorne, aber oooooh! er kann sie noch beherrschen, er hat die Zügel fest in der Hand, so gehört sich das auch für einen Lenker der an DIESEM Rennen teilnehmen darf, aber was seh ich da, oh nein, sein Maskottchen fliegt bei dieser Aktion in hohem Bogen hinunter, es ist als ob sie Flügel hätte, aber das hat sie nicht, das ist ja furchtbar, was ist von einem Gespann zu erwarten, das noch vor Beginn des Rennens sein Maskottchen verliert?!?
Doch nun, nun, kommt der dritte Lenker, Concolitanus ist es, der Stolze, der Wagemutige, würdig wäre er unterstützt zu werden von den Höchsten, doch nur einer ist es, dessen Gönnerschaft er angenommen hat, und so viel kann ich euch verraten, euch, die ihr das hier ebenso gebannt verfolgt wie ich, es ist kein Patrizier! Ein Traum, seine Haltung, ein Traum, sein Gespann, auf seiner Schulter ruht stolz und entspannt das Tier, das er sich als Maskottchen erwählt hat! Meine Damen und Herren, meine DAMEN und HERREN, ich halte die Spannung hier kaum aus, und DAAAA kommt schon der nächste, Praxagoras kommt in die Bahn, und kaum betritt er das Rund, schon tobt die Menge, sie tobt, er wird beworfen mit Gegenständen von seinen Bewunderern, beworfen wird er, er badet regelrecht darin, doch was ist das, was geschieht dort, ich wage kaum meinen Augen zu trauen, er wird getroffen, getroffen von einer Lampe, er taumelt, er knickt ein, hellrotes Blut läuft über seine Schläfe und tropft auf seinen Wagen, die holde Weiblichkeit weiß es sicherlich zu schätzen, wie das Rot mit dem Orange harmoniert, doch ist das etwa das Ende für Praxagoras noch bevor das Rennen begonnen hat?!? Doch da, er richtet sich wieder auf, er winkt in die Menge, doch er scheint mir etwas schwach beisammen zu sein, aber ihn scheint das nicht zu bekümmern, tapfer hält er sich aufrecht und – da! Der letzte der fünf fährt ein, Myrsus, Myrsus, so schallt es von den Rängen, berührt und geehrt sieht er drein, löst eine Hand von den Zügeln und winkt in die Menge, wirft eine Kusshand, und reihenweise fallen die Damen in Ohnmacht, doch welcher von ihnen der Kuss gedacht war, das bleibt verborgen, und jetzt sind sie versammelt, die fünf, allesamt stehen sie da, nebeneinander aufgereiht, Helden sind sie, doch nur einer, ein einziger, kann ein wahrer Held werden heute!
Die Spannung steigt, meine Damen und Herren, ich fühle mein Herz pochen vor Aufregung als flatterte es wie Stasanors Begleiter, aufgeregt tänzeln die Pferde umher, habe ich eigentlich schon erwähnt, welche Gönner es heute gibt, Marcus Flavius Aristides, der Held von Parthien, ruhmreich zurückgekehrt, ein Applaus bitte, verehrte Bewunderer, und der nächste, wen haben wir da, ihr erratet es, Medicus Germanicus Avarus ist es, ein besonderes Früchtchen, wenn ihr versteht was ich meine, und daaaa haben wir unseren nächsten Gönner, Marcus Aurelius Corvinus, ein Freund hat mir verraten, dass Rosa in jedweder Schattierung nicht wirklich seine Lieblingsfarbe ist! Aaaber das ist wirklich nichts was euch bekümmern muss, wenden wir unsere Aufmerksamkeit lieber den beiden anderen Gönnern zu, Marcus Vinicius Hungaricus, unser neuer Proconsul von Hispanien, er glänzt verständlicherweise mit Abwesenheit, dennoch wissen wir alle, wem seine Unterstützung gilt, er teilt zwar die Abneigung seines Klienten gegen rosa, aber seinem Günstling scheint das nicht zu bekümmern! Und damit wären wir beim letzten der Gönner, der reichen Geldgeber, der großzügigen Unterstützer, aber ob er anwesend ist oder nicht, wissen wir nicht, denn er ist der geheimnisvolle MISTER X! Und daaaaaaaaa ist das Startzeichen, ein Knall ertönt, die Pferde wiehern, das Rad ist rund und es rollt, es rollt, es rollt, das Rennen hat begonnen!!! Und schon zeichnen sich erste Verhältnisse ab, Praxagoras fällt zurück, die unliebsame Bekanntschaft mit der Lampe scheint ihn doch stärker in Mitleidenschaft gezogen zu haben als er wahrhaben wollte, auch Echembrotus scheint seine vorige Aufregung nicht gut getan zu haben, Myrsus dagegen bricht hervor und führt, er jubelt bereits jetzt, seine Faust regt sich in den Himmel, von dem die Sonnenstrahlen auf ihn herabfallen, ihn und seinen Wagen, dessen Farbe so gar nichts von der Sonne haben will, weder das Strahlen bei Mittag noch das Leuchten bei Abend, doch Stasanor ist ihm auf den Fersen, ganz dicht, und da! gleich die erste Kurve wird Myrsus zum Verhängnis, er nimmt sie zu scharf, zu knapp, es hebt ihn von den Füßen, sein Wagen kippt auf die Seite, er kippt um, er KIPPT UM, ER – kippt nicht um, so ist das Leben, Myrsus fängt sich wieder, aber er ist zurückgefallen, sogar Praxagoras hat ihn wieder überholt, aber Myrsus winkt schon wieder, und weiter geht die Jagd, Stasanor liegt nun vorne, Stasanor, der kein Fan von Punkten und Streifen zu sein scheint, wenn sein Wagen irgendeinen Hinweis darauf gibt, dicht gefolgt von Concolitanus und Echembrotus, dahinter Praxagoras, der jedoch aufholt und selbst verfolgt wird von Myrsus, und da, da, Praxagoras zieht an Echembrotus und auch Concolitanus vorbei, dem in diesem Moment nicht einmal das sonnenhelle Strahlen seines Wagens helfen kann, doch Stasanor vermag er nicht einzuholen, nein, dafür ist der von Mister X geförderte Fahrer zu gut, und da ist die erste Runde schon vorbei, doch was ist das, eine Pfütze, was macht eine Pfütze AUF DER BAHN, da muss sich wohl eines der PFERDE vorhin ERLEICHTERT haben, wie KONNTE das nur PASSIEREN, UND DA, DA!!! STASANOR WIRD DIE PFÜTZE ZUM VERHÄNGNIS, EINES SEINER PFERDE TRITT DARAUF UND GERÄT INS RUTSCHEN, OH IHR GÖTTER, ICH KANN GAR NICHT HINSEHEN, ICH KANN NICHT HINSEHEN!!!
Aber wegsehen kann ich auch nicht, ich bin verpflichtet, ich muss berichten, ich darf mir nichts entgehen lassen, das Pferd, es strauchelt, es knickt ein, die anderen überholen Stasanor, sie haben die Gefahr erkannt die von der Pfütze ausgeht, dieser SAU, doch Stasanor, nun gerät der Wagen ins Schleudern, die Pferde verheddern sich in den Leinen, der Wagen prallt gegen die Begrenzung, und das ist das AUS, es ist das AUS FÜR STASANOR!!! Was mag Mister X da nur denken! Doch das Rennen hält nicht inne, Helfer räumen die Überreste des Wagens fort und schaffen Stasanor und die Pferde von der Bahn, keiner scheint schwer verletzt zu sein, und die Hufe donnern weiter, ohne Unterlass, ohne Erbarmen, weiter geht es, und jetzt, die nächste Kurve, jetzt muss das nächste Maskottchen dran glauben, in hohem Bogen fliegt es von dem Wagen, der vom Boden kaum zu unterschieden ist und zerspringt! Aber der Lenker fährt weiter, achtlos der Scherben auf dem Boden, doch das hätte er besser nicht tun sollen, ein Lenker ohne Maskottchen ist NICHTS, der Götter Beistand ist ihm nun verwehrt, ich sage es euch, ich sage es, und da, DA, ich hab Recht, ich hab Recht, ich hab's ja gesagt, nur ein kleines Steinderl hat ihm seinen Lauf verpatzt, oder besser, den Lauf seiner Pferde, was für eine Tragödie, meine Damen und Herren, was für eine Tragödie, der Wagen überschlägt sich, bei Iuppiter, der nächste Lenker ist aus dem Rennen! Ihn müssen die Helfer hinunter tragen, aber es bleibt keine Zeit nach ihm zu sehen, ich muss mich dem Rennen widmen, noch sind drei Lenker übrig, und sie ziehen Kopf an Kopf in die nächste Runde, ich weiß schon gar nicht mehr wie viele Runden es waren, wie viele es noch sind, ACH du MEIne GÜte!!!
Stasanor scheint sich mit seinem Ausscheiden nicht zufrieden geben zu wollen, er steht am Bahnenrand, er brüllt, er tobt, er wirft sein Maskottchen in die Menge, und was ist das, der Concolitanus weicht aus, er hat auch ein Maskottchen mit Flügeln, er scheint es nicht fertig zu bringen einfach über ein ebensolches zu fahren, auch wenn das lebende Vorbild des seinen das kleinere ist, er weicht AUUUUS UND DA IST IHM DIE MAUER IM WEG! Ooooh das tut ja schon vom Zusehen weh! Doch keine Gnade kennt das Rennen, der dritte Fahrer ist ausgeschieden, nun wird es entschieden zwischen jenen beiden Fahrern, die als erste mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatten, so schien es jedenfalls, Myrsus und Praxagoras, diese beiden machen das Rennen unter sich aus, oder sind es doch die Maskottchen, die den größten Einfluss haben, es ist jedenfalls keines mehr darunter das fliegen kann, so kann es auch keine Flügel verleihen dem Gespann, dem es gehört, doch was wird besser sein, wer wird gewinnen, Kopf an Kopf ziehen sie in die Zielgeraden ein, meine Damen und Herren, Kopf an Kopf, doch was ist das, Praxagoras schiebt sich vor, Stück für Stück, das Rennen geht weiter, die Ziellinie nähert sich, Myrsus kann das nicht mehr einholen, wie wird sich sein Gönner da freuen, unser tapferer Kriegsheld! Das richtige Gespann hat er unterstützt, und wie richtig war es von Praxagoras, einer Frucht den Vorzug zu geben bei der Wahl des Maskottchens, und da, es ist AUUUUUUS! DAS RENNEN IST AUS, MEINE DAMEN UND HERREN! PRAXAGORAS HAT GEWONNEN!!!
Fahrer:
Echembrotus
Praxagoras
Myrsus
Concolitanus
Stasanor
Gespanne:
Lilablassblau gepunktet
Rosaneongelb gemasert
Orangetannengrün gestreift
Türkisblutrot gemustert
Schlammbraunschlammbraun gefleckt – das schöne Farbdesign ist kaum zu erkennen unter all dem Schlamm...
Maskottchen:
Strohspatz
Stoffhimbeere
Sägespanadler
Tontraube
Wollhase
Reiche Gönner:
MFA, in Unkenntnis seiner frisch Angetrauten, was zuhause Ärger geben dürfte
MGA, in Unkenntnis seiner länger Angetrauten, was zuhause Ärger geben dürfte
MAC, in Unkenntnis seiner noch nicht Angetrauten, was - erraten wir es? Richtig! - zuhause Ärger geben dürfte
MVH, in Abwesenheit - da kann's auch keinen Ärger geben
Mister X, der große Unbekannte - der kriegt nie Ärger
Hindernisse:
Eine scharfe Kurve
Ein Stein
Ein von der Tribüne heruntergeworfener Gegenstand eines Bewunderers - in einem späteren Zeitalter auch Fanartikel genannt
Eine Pfütze - die Sau
Ein Mauervorsprung - wie hat der sich hergemogelt? O.O