Gründung der Communitas Philosophorum

Gaius Prudentius Commodus
Hiermit verkünden ich feierlich die Gründung der Communitas Philosophorum.


   
Reglementarium der Communitas Philosophorum

§1 Präambel
Die Communitas Philosophorum hat sich die Verbreitung der Lehren des großen Philosophen Yodos und ihre Umsetzung zum Ziele gesetzt. Alle Regularien der Communitas Philosophorum unterliegen dem geltenden römischen Gesetz mit all seinen Codices in ihrer jeweils gültigen Fassung .

§2 Aufnahme
Die Aufnahme in der Communitas Philosophorum ist für jeden Menschen, unabhängig von Stand und Geschlecht, möglich. Bei Mitgliedern die unter Patria Potestas stehen ist bei Eintritt die Zustimmung des Pater Familias notwendig. Bei Angehörigen des Ordo Servorum ist die Zustimmung des Besitzers für die Aufnahme notwendig. Die Mitgliedschaft ist von der Zustimmung des Consilium Philosophorum abhängig. Die Mitgliedschaft in der Communitas Philosophorum ist ehrenamtlich und unbezahlt.

§3 Leitung
Die Communitas Philosophorum wird von einem/einer Magister Primus / Magistra Prima geleitet der/ die von den Mitgliedern des Consilium Philosophorum gewählt wird. Der Magister Primus/ die Magistra Prima trägt die Verantwortung über die Communitas Philosophorum und muss sich für eventuelle Verstöße gegen geltendes Recht vor den entsprechenden Gremien verantworten. Die Wahl zum Magister Primus/ zur Magistra Prima gilt auf Lebenszeit oder Widerruf. Die Leitung kann nur durch eine einstimmige Entscheidung des Consilium Philosophorum entzogen werden. Wahlrecht haben alle Mitglieder des Consilium Philosophorum.

§4 Ränge
Die Communitas Philpsophorum gliedert sich unterhalb des gewählten Magister Primus/ der gewählten Magistra Prima in zwei Ränge, den Magister Philosophorum und den Discipulus. Neumitglieder erhalten den Rang Discipulus. Wenn die Discipuli nach Meinung des Consilium Philosophorum reif sind, werden diese durch das Consilium Philosophorum zu Magistri Philosophorum ernannt. Die Ernennung unterliegt keiner zeitlichen Regelung.

§5 Politische Aktivität
Die Communitas Philosophorum ist als Verein und Academia Philosophica politisch neutral und übt keinerlei politische Aktivität aus. Die Mitglieder der Communitas Philosophorum dürfen sich als Einzelpersonen politisch betätigen solange sie dabei keine Titel, Insignien, Hymnen oder Maximen der Communitas Philosophorum verwenden. Bei den Treffen der Communitas Philosophorum sind politische Gespräche erlaubt.

§6 Plenum
Das Plenum der Communitas Philosophorum tagt an den Iden an einem monatlich wechselndem Ort. Davon abweichende Termine können vom Plenum beschlossen werden. Die Anzahl der Treffen ist auf eines pro Monat beschränkt.

§7 Besitz
Die Communitas Philosophorum darf Eigentum in Form von Geld und Gebäuden besitzen, Geld durch Verkäufe darf nicht erwirtschaftet werden. Im Falle der Auflösung der Communitas Philosophorum geht das Vermögen der Communitas Philosophorum an die Scola Atheniensis über.






Sim-Off: ...

edit by SPIELLEITUNG: Nähere Infos gibts nach Kontaktaufnahme mit Commodus.
Lucius Annaeus Florus
Ihr stellt euch gegen den Kaiser, denn seine Macht macht seinen Geist kaputt? Wie könnt ihr mit dem Frevel an den Göttern leben, euch unsterblich zu nennen? Wie könnt ihr, Römer, es wagen, euch mit Alchemie zu beschäftigen, einer Sache für Hexer und Magier?

Ich weiss, ich weiss: "Zuviele Fragen du stellst ....."
Gaius Prudentius Commodus
Im Namen der Communitas Jedorum bitte ich dich um Verzeihung. Bei den von dir zitierten Textpassagen handelt es sich um die ursprüngliche Version des Codex, die vor vielen Jahrzehnten in Griechenland durch den ehrenwerten Meister Yoda niedergeschrieben wurde.

Er selbst überarbeitete diesen Codex mehrere Male und veränderte ihn.

Es ist mir unerklärlich, warum du dieses Exemplar gesehen hast. Eigentlich sollte dies in einer verschlossenen Truhe liegen, die in eine Wand eingemauert sein sollte. Ich werde sobald es mir möglich ist, Nachforschungen anstellen wie diese Version aus ihrem Grab gelangt sein kann.

Ich bitte dich in die letzte Überarbeitung zu schauen und hoffe, dass diese dich besänftigen wird.

Wir sind keinesfalls Feinde des Kaisers oder beschäftigen uns mit Alchemie.


Die aktuelle Version findest du überreiche ich dir hiermit gerne.

   
Der Jedi-Codex

Der Weg der Jedi in 14 Lektionen;
niedergeschrieben von Magister Primus Iedorum Yodos vor vielen Jahrzehnten



-1-
In jedem von uns verbirgt sich ein Jedi.
Der Jedi befindet sich jenseits aller Polarität;
Licht und Dunkel, Gut und Böse, Freude und Schmerz sind für ihn keine Gegensätze.
Die Natur spiegelt die wechselnden Stimmungen eines Jedis wider.

-2-
Das Wesen eines Jedis ist die innere Wandlung.

-3-
Der Jedi sieht die Welt kommen und gehen, doch seine Seele befindet sich in den Gefilden des Lichts.
Die Kulissen wechseln, der Seher bleibt stets derselbe.
Der Körper ist nur der Ort, den unsere Erinnerungen Heimstatt nennen.

-4-
„Wer bin ich?“ ist die einzige Frage, die es wert ist, gestellt zu werden, und die einzige, die nie beantwortet wird.
Es ist unser Schicksal, unzählige Rollen zu spielen, doch diese Rollen sind nicht wir selbst.
Der Geist ist an keinen Ort gebunden, aber er hinterlässt einen Fingerabdruck, den wir Körper nennen.

-5-
Jedi glauben nicht an den Tod. Im Licht des Bewusstseins ist alles lebendig.
Es gibt weder Anfang noch Ende.
Für den Jedi sind dies nur mentale Konzepte.
Um das Leben voll auszuschöpfen, muss man für die Vergangenheit tot sein.
Körper sind Auflösung und Verfall preisgegeben, doch das Bewusstsein überlebt den Tod des Körpers, die es als Vehikel benutzt.

-6-
Das Bewusstsein eines Jedis ist eine Dimension, die überall ist.
Die Ströme des Wissens in dieser Dimension sind unendlich und fließen immerdar.
Jahrhunderte des Wissens sind zu Augenblicken der Offenbarung verdichtet.
Unser Leben gleicht den Wellen, die den unendlichen Ozean der Energie kräuseln.
Wenn wir das Ego hintanstellen, finden wir Zugang zum universellen Gedächtnis.

-7-
Der Jedi lebt im Zustand der Erkenntnis.
Diese Erkenntnis bewirkt ihre eigene Erfüllung.
Die Dimension des Bewusstseins richtet sich an unseren Absichten und Vorsätzen aus.
Erkenntnis und Vorsätze sind Kräfte.
Was wir uns vornehmen, verändert die Dimension des Bewusstseins zu unserem Vorteil.
Vorsätze, die zu Worten verdichtet wurden, entfalten magische Kräfte.
Der Jedi versucht nicht, das Geheimnis des Lebens zu lüften.

-8-
Wir alle besitzen ein Schatten-Ich, das ein Element unserer gesamten Wirklichkeit darstellt.
Der Schatten ist nicht da, um uns zu verletzen, sondern um auf Unvollkommenheiten hinzuweisen.
Wenn wir den Schatten bereitwillig annehmen, kann er geheilt werden.
Wenn er geheilt ist, verwandelt er sich in Liebe.
Wenn wir gelernt haben, mit all unseren Widersprüchen zu leben, leben wir in Harmonie mit unserem Selbst – in der Welt des Jedis.

-9-
Weisheit ist lebendig und deshalb immer unvorhersehbar.
Ordnung ist nur ein anderer Aspekt des Chaos;
Chaos ist ein anderer Aspekt der Ordnung.
Die Ungewissheit, die man im Innern verspürt, ist das Tor zur Weisheit.
Der Suchende wird stets von Ungewissheit begleitet –
er stolpert fortwährend, aber er fällt niemals.

-10-
Die Wirklichkeit, die wir erfahren, ist nur ein Spiegelbild unserer Erfahrungen.
Wenn wir jeden Tag die gleichen Bilder projizieren, ist auch unsere Wirklichkeit jeden Tag die gleiche.
Durch konzentrierte Aufmerksamkeit entstehen Ordnung und Klarheit aus Chaos und Verwirrung.

-11-
Jedi trauern nicht um einen Verlust, denn das einzige, was sie verlieren können, ist das Unwirkliche.
Wenn wir alles verlieren, bleibt das, was wirklich zählt.
Im Trümmerhaufen der Zerstörung und Katastrophen liegt ein verborgener Schatz.
Wenn man in die Asche blickt, sollte man genau hinschauen.

-12-
In dem Maße, in dem wir Liebe kennen, werden wir Liebe.
Liebe ist weit mehr als ein Gefühl.
Es ist eine Naturgewalt, und deshalb muss sie wahrhaftig sein.
Wenn wir das Wort Liebe aussprechen, erfassen wir vielleicht das Gefühl, aber das Wesen der Liebe lässt sich nicht in Worte kleiden.
Die reinste Form der Liebe finden wir dort, wo wir sie am wenigsten erwarten –in der Ungebundenheit.

-13-
Suchende gehen nie irre, weil ihnen die Urkraft stets den rechten Weg weist.
Suchende erhalten ständig Signale aus der göttlichen Welt.
Menschen bezeichnen diese Hinweise als Zufall.
Für einen Jedi gibt es keine Zufälle.
Die elementare kosmische Kraft möchte mit uns in Kontakt treten.
Wenn wir die Einladung annehmen, müssen wir die Waffen ablegen.
Ausgangspunkt der Suche ist das eigene Herz.
In der unerforschten Höhle des Herzens ist die Wahrheit beheimatet.

-14-
Jedi verurteilen menschliche Sehnsüchte und Bedürfnisse nicht.
Nur weil sie selbst ihren Wünschen gefolgt sind, wurden sie, was sie sind.
Jede Sehnsucht entsteht aus einem früheren Bedürfnis.
Die Kette der Wünsche und Bedürfnisse hat kein Ende.
Sie ist das Leben selbst.
Wir sollten kein Bedürfnis als unnütz oder falsch erachten –
eines Tages wird sich jedes einzelne erfüllen.
Bedürfnisse und Wünsche sind Saatkörner;
sie gehen auf, wenn die Zeit reif dafür ist.
Aus einem einzigen Saatkorn können ganze Wälder erwachsen.
Bewahre jeden Wunsch in deinem Herzen, wie unwichtig er auch scheinen mag.
Eines Tages werden diese Wünsche der Weg zur Urkraft sein.


f]
Lucius Annaeus Florus
Ich habe bewusst keine Texte zitiert, sondern paraphrasiert, da der Zeitpunkt zu dem ich diese Texte gesehen habe schon sehr viele Jahre zurückliegt und ich mich nicht an den exakten Wortlaut erinnere. Augenzwinkern

Dankend nahm ich die mir angebotene Rolle an und las sie durch.

Wenn ihr gestattet, möchte ich zu einigen Punkten dennoch auch hier etwas fragen oder bemerken.

- In Absatz 1 steht, die Natur spiegle die Stimmung dieser Iedi. Demnach sind sie für unser Wetter zuständig. Es handelt sich also um Wettergötter? Ihr seid ein Gott?


Zitat:
- Absatz 3: "Der Iedi sieht die Welt kommen und gehen, doch seine Seele befindet sich in den Gefilden des Lichts."
Das erinnert mich stark an einen griechischen Philosophen, der so etwas ähnliches sagte wie 'alles befindet sich ständig im Fluss und verändert sich, einzig die Seele.'

Zitat:
- Absatz 5: "Iedi glauben nicht an den Tod."
Dann seid ihr also Christen und glaubt an die Wiedergeburt.
Zitat:
- "Um das Leben voll auszuschöpfen, muss man für die Vergangenheit tot sein."
Ihr leugnet also das Mos Maiorum, das Andenken an unsere Vorfahren? Ihr seid der Meinung, die Geschichte unserer Vorfahren muss vergessen werden, um heute richtig zu leben?

Zitat:
- Absatz 6: "Die Ströme des Wissens in dieser Dimension sind unendlich und fliessen immerdar."
Ich sagte es ja schon vorhin. Panta rhei dieses Griechen. Ihr seid Epikuräer.

Zitat:
- Absatz 7: "Vorsätze, die zu Worten verdichtet wurden, entfalten magische Kräfte."
Magie? Also doch Magier und Hexer. Wenn ihr sprecht, verhext ihr untadelige Bürger, zwingt sie Dinge zu tun, die sie nicht tun wollen!

Zitat:
- Absatz 8: "Wir alle besitzen ein Schatten-Ich, das ein Element unserer gesamten Wirklichkeit darstellt."
Ein Schatten-Ich? Mich gibt es also zweimal? Unglaublich solche Behauptungen!

Zitat:
- Absatz 11: "Jedi trauern nicht um einen Verlust, denn das einzige, was sie verlieren können, ist das Unwirkliche."
Heisst das, ihr befolgt die römischen Traditionen der Trauer, des Leichenbegräbnisses und der Ehre an die Götter der Unterwelt nicht?
Zitat:
- "Im Trümmerhaufen der Zerstörung und Katastrophen liegt ein verborgener Schatz."
Ihr seid tatsächlich für Tod und Zerstörung, denn darin findet ihr euren Schatz? Das kann wohl nicht sein, oder?

Zitat:
- Absatz 12: "In dem Maße, in dem wir Liebe kennen, werden wir Liebe."
Wieder so ein Christengerede? Immer diese Liebe an und für Leute, die man nicht kennt, sogar für die eigenen Feinde!

Zitat:
- Absatz 13: "Suchende gehen nie irre, weil ihnen die Urkraft stets den rechten Weg weist."
Und wie erklärt ihr all die Leute, welche ihr Ziel nicht finden und sich verlaufen? Jeden Tag in Rom, jeden Tag auf Reisen passiert das!

- Und damit ihr seht, dass ich nicht nur nach Negativem suche, sondern aufmerksam lese, hier endlich etwas, was ich auch so unterschreiben könnte:
Zitat:
"Für einen Jedi gibt es keine Zufälle."
Das ist richtig, denn unser aller Leben und Wirken wird von den Göttern der Vorherbestimmung gelenkt.

- Aber gleich geht es wieder anders weiter:
Zitat:
"Die elementare kosmische Kraft möchte mit uns in Kontakt treten. Wenn wir die Einladung annehmen, müssen wir die Waffen ablegen."
Ihr ruft also die Römer auf, ihre Waffen niederzulegen, sich den Germanen und ihrem Ansturm, den Feindem in Parthien einfach zu ergeben? Ungeheuerlich.

Bitte antwortet mir auf diese Punkte, erklärt mir, wie sich das in unsere römische Kultur, in unserem Glauben, in unser Wesen eingliedert. Rechtfertigt euch, wenn es sein muss, gegen die Vorwürfe.




edit: übersichtlichere Formatierung
Titus Sergius Glaucia
Schickt bitte eine Kopie des beabsichtigten Reglementariums an die Regia. Das Collegium Pontificium wird es dann prüfen. Solnage handelt es sich übrigens um eine "beabsichtigte Gründung" und noch um keine "Gründung".
Lucius Annaeus Florus
Ah, der Pontifex Minor. Guten Morgen. Als Pater Factionis der Albata möchte ich euch meine Bedenken mitteilen, was diese Sache angeht. Ich sehe viele Dinge, welche mit der Religio Romana nicht vereinbar sind.
Flavius Prudentius Balbus
Ich schüttelte den Kopf. Hatte es der alte Herr doch tatsächlich hinbekommen. Erst den Rückzug aus der Provinzverwaltung von Hispania, dann sein komisches Gebaren, der plötzliche Umzug nach Belgica, der Austritt aus der Aurata und nun das. Was um alles bei den Göttern war in ihn gefahren? Welcher Sekte hatte er sich in Alexandria zugewandt?

Ich hatte es mir reiflich überlegt und sprach daher folgende Worte:

"Vater, ich bin nicht mehr Dein Sohn."

Sollte er alleine weiterspinnen und seine Familie ins Unglück stürzen.
Mein Platz war in Hispania.
Titus Sergius Glaucia
Zitat:
Original von Lucius Annaeus Florus
Ah, der Pontifex Minor. Guten Morgen. Als Pater Factionis der Albata möchte ich euch meine Bedenken mitteilen, was diese Sache angeht. Ich sehe viele Dinge, welche mit der Religio Romana nicht vereinbar sind.


Da Deine Worte aus dem Munde eines Amicus Culti Deorum Designatus kommen lege ich auf diese natürlich grossen Wert und würde Dich bitten Deine Meinung schriftlich zu fixieren. Ich sende Dir eine Kopie des Antrags zu.
Lucius Annaeus Florus
Ich bin gerührt, dass mein Wort solche Kraft haben soll und gespannt auf das Antragsformular. Herzlichen Dank, pontifex minor.
Gaius Prudentius Commodus
Zitat:
Original von Titus Sergius Glaucia
Schickt bitte eine Kopie des beabsichtigten Reglementariums an die Regia. Das Collegium Pontificium wird es dann prüfen. Solnage handelt es sich übrigens um eine "beabsichtigte Gründung" und noch um keine "Gründung".


Es handelt sich hierbei keinesfalls um einen Kultverein und daher ist es nicht an euch darüber zu bestimmen, ob dies eine Gründung oder eine beabsichtigte Gründung ist.
Gaius Prudentius Commodus
Zitat:
Original von Flavius Prudentius Balbus

"Vater, ich bin nicht mehr Dein Sohn."


Gut, wenn dies deine Entscheidung ist.
Gaius Prudentius Commodus
Sim-Off: Immer diese Technik.. Nie tut sie, was sie tun soll.


Ich muss mich nocheinmal entschuldigen. Man gab mir eine weitere veraltete Version.

   
Der Codex


Der Weg der Communitas in 14 Lektionen;
niedergeschrieben von Magister Primus Yodos vor vielen Jahrzehnten



-1-
In jedem von uns verbirgt sich ein ein Weiser.
Der Weise befindet sich jenseits aller Polarität;
Licht und Dunkel, Gut und Böse, Freude und Schmerz sind für ihn keine Gegensätze.
Alles, was ein Weiser sieht, beruht auf göttlichen Eingebungen.

-2-
Das Wesen eines Weisen ist die innere Wandlung.

-3-
Der Weise sieht die Welt kommen und gehen, doch seine Seele befindet sich in den Gefilden des Lichts.
Die Kulissen wechseln, der Seher bleibt stets derselbe.
Der Körper ist nur der Ort, den unsere Erinnerungen Heimstatt nennen.

-4-
„Wer bin ich?“ ist die einzige Frage, die es wert ist, gestellt zu werden, und die einzige, die nie beantwortet wird.
Es ist unser Schicksal, unzählige Rollen zu spielen, doch diese Rollen sind nicht wir selbst.
Der Geist ist an keinen Ort gebunden, aber er hinterlässt einen Fingerabdruck, den wir Körper nennen.

-5-
Weise glauben nicht an den Tod. Im Licht des Bewusstseins ist alles lebendig.
Es gibt weder Anfang noch Ende.
Für den Weisen sind dies nur mentale Konzepte.
Um das Leben voll auszuschöpfen, muss man für die Vergangenheit tot sein.
Körper sind Auflösung und Verfall preisgegeben, doch das Bewusstsein überlebt den Tod des Körpers, die es als Vehikel benutzt.

-6-
Wenn die Tore der Wahrnehmung gereinigt sind, entdecken wir die unentdeckte Welt - die Welt des Weisen.
In unserem Innern sprudelt eine Quelle des Lebens, die der Reinigung und Wandlung dient.
Reinigung bedeutet, sich der Gifte im Leben zu entledigen:
vergiftete Gefühle, vergiftete Gedanken, vergiftete Beziehungen.

-7-
Der Weise lebt im Zustand der Erkenntnis.
Diese Erkenntnis bewirkt ihre eigene Erfüllung.
Die Dimension des Bewusstseins richtet sich an unseren Absichten und Vorsätzen aus.
Erkenntnis und Vorsätze sind Kräfte.
Was wir uns vornehmen, verändert die Dimension des Bewusstseins zu unserem Vorteil.
Der Weise versucht nicht, das Geheimnis des Lebens zu lüften.

-8-
Wir alle besitzen ein Schatten-Ich, das ein Element unserer gesamten Wirklichkeit darstellt.
Der Schatten ist nicht da, um uns zu verletzen, sondern um auf Unvollkommenheiten hinzuweisen.
Wenn wir den Schatten bereitwillig annehmen, kann er geheilt werden.
Wenn er geheilt ist, verwandelt er sich in Liebe.
Wenn wir gelernt haben, mit all unseren Widersprüchen zu leben, leben wir in Harmonie mit unserem Selbst – in der Welt des Weisen.

-9-
Weisheit ist lebendig und deshalb immer unvorhersehbar.
Ordnung ist nur ein anderer Aspekt des Chaos;
Chaos ist ein anderer Aspekt der Ordnung.
Die Ungewissheit, die man im Innern verspürt, ist das Tor zur Weisheit.
Der Suchende wird stets von Ungewissheit begleitet –
er stolpert fortwährend, aber er fällt niemals.

-10-
Die Wirklichkeit, die wir erfahren, ist nur ein Spiegelbild unserer Erfahrungen.
Wenn wir jeden Tag die gleichen Bilder projizieren, ist auch unsere Wirklichkeit jeden Tag die gleiche.
Durch konzentrierte Aufmerksamkeit entstehen Ordnung und Klarheit aus Chaos und Verwirrung.

-11-
Weise trauern nicht um einen Verlust, denn das einzige, was sie verlieren können, ist das Unwirkliche.
Wenn wir alles verlieren, bleibt das, was wirklich zählt.
Im Trümmerhaufen der Zerstörung und Katastrophen liegt ein verborgener Schatz.
Wenn man in die Asche blickt, sollte man genau hinschauen.

-12-
In dem Maße, in dem wir Liebe kennen, werden wir Liebe.
Liebe ist weit mehr als ein Gefühl.
Es ist eine Naturgewalt, und deshalb muss sie wahrhaftig sein.
Wenn wir das Wort Liebe aussprechen, erfassen wir vielleicht das Gefühl, aber das Wesen der Liebe lässt sich nicht in Worte kleiden.
Die reinste Form der Liebe finden wir dort, wo wir sie am wenigsten erwarten –in der Ungebundenheit.

-13-
Suchende gehen nie irre, weil ihnen die Urkraft stets den rechten Weg weist.
Suchende erhalten ständig Signale aus der göttlichen Welt.
Menschen bezeichnen diese Hinweise als Zufall.
Für einen Weisen gibt es keine Zufälle.
Die elementare kosmische Kraft möchte mit uns in Kontakt treten.
Wenn wir die Einladung annehmen, müssen wir die Waffen ablegen.
Ausgangspunkt der Suche ist das eigene Herz.
In der unerforschten Höhle des Herzens ist die Wahrheit beheimatet.

-14-
Weise verurteilen menschliche Sehnsüchte und Bedürfnisse nicht.
Nur weil sie selbst ihren Wünschen gefolgt sind, wurden sie, was sie sind.
Jede Sehnsucht entsteht aus einem früheren Bedürfnis.
Die Kette der Wünsche und Bedürfnisse hat kein Ende.
Sie ist das Leben selbst.
Wir sollten kein Bedürfnis als unnütz oder falsch erachten –
eines Tages wird sich jedes einzelne erfüllen.
Bedürfnisse und Wünsche sind Saatkörner;
sie gehen auf, wenn die Zeit reif dafür ist.
Aus einem einzigen Saatkorn können ganze Wälder erwachsen.
Bewahre jeden Wunsch in deinem Herzen, wie unwichtig er auch scheinen mag.
Eines Tages werden diese Wünsche der Weg zur Urkraft sein.

Publius Aelius Hadrianus
Ob hier nur die Kamionaer helfen können? Nur nebenbei. Nicht der Sohn trennt sich vom Vater, sondern der Vater vom Sohne. Oder geht es dort wirklich drunter und drüber? Augenzwinkern
Gaius Prudentius Commodus
Zitat:
Original von Lucius Annaeus Florus
Wenn ihr gestattet, möchte ich zu einigen Punkten dennoch auch hier etwas fragen oder bemerken.

- In Absatz 1 steht, die Natur spiegle die Stimmung dieser Iedi. Demnach sind sie für unser Wetter zuständig. Es handelt sich also um Wettergötter? Ihr seid ein Gott?


Wie ihr sicherlich seht, ist dies aus dem endgültigen Codex entfernt worden. Dies ist einer der Punkte, die Meister Yodos in den späten Jahren seines Lebens, als er unter einer schweren Krankheit litt hinzufügte.

Zitat:
Zitat:
- Absatz 3: "Der Iedi sieht die Welt kommen und gehen, doch seine Seele befindet sich in den Gefilden des Lichts."
Das erinnert mich stark an einen griechischen Philosophen, der so etwas ähnliches sagte wie 'alles befindet sich ständig im Fluss und verändert sich, einzig die Seele.'


Dies ist durchaus in einem ähnlichen Sinne zu sehen. Der Gedanke dahinter ist, dass die Götter nicht die Menschen verändern, sondern lediglich das, was um den Menschen herum geschieht.

Zitat:
Zitat:
- Absatz 5: "Iedi glauben nicht an den Tod."
Dann seid ihr also Christen und glaubt an die Wiedergeburt.


Nein, dies ist so nicht korrekt. Fragt einen Christen und er wird euch sagen, dass er nicht an die Wiedergeburt glaubt. Genausowenig glauben wir an die Wiedergeburt. Wir glauben daran, dass zwar die Existenz des Körpers endet, die Seele des Menschen jedoch im Elysium weiterexistiert.

Zitat:
Zitat:
- "Um das Leben voll auszuschöpfen, muss man für die Vergangenheit tot sein."
Ihr leugnet also das Mos Maiorum, das Andenken an unsere Vorfahren? Ihr seid der Meinung, die Geschichte unserer Vorfahren muss vergessen werden, um heute richtig zu leben?


Dies versteht ihr, bei allem Respekt einfach falsch. Nicht die Vergangenheit muss für uns tot sein, sondern wir müssen für die Vergangenheit tot sein. Die Geschichte unserer Vorfahren ist von existentieller Wichtigkeit, da man aus dieser Lehren und Wissen ziehen kann.
Ich weiss durchaus, dass dies ein schwieriger Punkt ist, und ich weiss im Moment auch nicht, wie ich es euch einfach und plausibel erklären soll. Ich biete euch jedoch gerne die Möglichkeit dies einmal ausführlich zu diskutieren.

Zitat:
Zitat:
- Absatz 6: "Die Ströme des Wissens in dieser Dimension sind unendlich und fliessen immerdar."
Ich sagte es ja schon vorhin. Panta rhei dieses Griechen. Ihr seid Epikuräer.


Ich streite nicht ab, dass sich Meister Yodos möglicherweise an den Lehre Epikurs bedient hat. Ihr werdet sicherlich, wenn ihr euch genauer damit beschäftigt auch Einflüsse anderer Philosophischen finden. Jedoch werdet ihr auch sehen, dass dieser Punkt ebenfalls im aktuellen Codex entfernt wurde.

Zitat:
Zitat:
- Absatz 7: "Vorsätze, die zu Worten verdichtet wurden, entfalten magische Kräfte."
Magie? Also doch Magier und Hexer. Wenn ihr sprecht, verhext ihr untadelige Bürger, zwingt sie Dinge zu tun, die sie nicht tun wollen!


Und auch dieser Punkt befindet sich nicht mehr im Codex.

Zitat:
Zitat:
- Absatz 8: "Wir alle besitzen ein Schatten-Ich, das ein Element unserer gesamten Wirklichkeit darstellt."
Ein Schatten-Ich? Mich gibt es also zweimal? Unglaublich solche Behauptungen!


Dies ist wieder etwas, dass ihr, bei allem nötigen Respekt, etwas missverstanden habt. Es geht nicht darum, dass es euch zweimal gibt, sondern dass ihr zwei Seiten habt. Zwei Seiten, die sich gegenseitig beienflussen. Auf der einen Seite seit ihr vermutlich ein liebender Familienvater, treuer Ehemann und friedliebender Mensch, doch auf der anderen Seite verbirgt sich in euch auch eine dunkle Seite, eine Seite die durch Zorn genährt wird und die euch dazu bringen kann Dinge zu tun, die ihr nicht tun wollt. Zum Beispiel könnte diese dunkle Seite euch dazu bringen einen Menschen zu erschlagen, nur aus dem Grund, weil er in euer Haus eingedrungen ist. Statt ihn, wie es eure gute Seite tun würde festzuhalten und an die entsprechenden Stellen zu übergeben, könnte eure dunkle Seite euch dazu treiben ihn im Zorn zu erschlagen.

Zitat:
Zitat:
- Absatz 11: "Jedi trauern nicht um einen Verlust, denn das einzige, was sie verlieren können, ist das Unwirkliche."
Heisst das, ihr befolgt die römischen Traditionen der Trauer, des Leichenbegräbnisses und der Ehre an die Götter der Unterwelt nicht?


Dies zielt nicht in erster Linie auf den Verlust einer Person hin. Jedi trauern um verlorene Personen, so wie die römischen Traditionen es vorgeben, jedoch freuen sie sich auch, dass der geliebte Mensch in eine bessere Welt geht und im Elysium den Göttern näher ist.
Im Grunde geht es hierbei jedoch auch um den Verlust von Dingen und Gegenständen. Beispielsweise der Verlust eines Hauses. Hierbei sehen Jedi, dass nur ein Haus verloren ist, jedoch nicht die Dinge die dieses Haus zu einem Heim machen.

Zitat:
Zitat:
- "Im Trümmerhaufen der Zerstörung und Katastrophen liegt ein verborgener Schatz."
Ihr seid tatsächlich für Tod und Zerstörung, denn darin findet ihr euren Schatz? Das kann wohl nicht sein, oder?


Hier solltet ihr den folgenden Satz "Wenn man in die Asche blickt, sollte man genau hinschauen." miteinbeziehen. Es geht nicht darum, dass wir Tod und Zerstörung gutheissen, jedoch besteht die Möglichkeit in den Trümmern des Zerstörten etwas zu entdecken. Nehmen wir das Beispiel des Hauses noch einmal zur Hand. Wenn ihr vor den Trümmern eures Hauses steht und hinein blickt, werdet ihr möglicherweise erkennen, dass nicht dieses Haus euch glücklich machte, sondern die Bewohner des selben. Ihr werdet in diesem Moment also durch die Zerstörung des Hauses erkennen, dass nicht das Gebäude das ist, was zählt sondern die Menschen die dort leben.

Zitat:
Zitat:
- Absatz 12: "In dem Maße, in dem wir Liebe kennen, werden wir Liebe."
Wieder so ein Christengerede? Immer diese Liebe an und für Leute, die man nicht kennt, sogar für die eigenen Feinde!


Dies mag für euch klingen wie das, was die Christen als Nächstenliebe bezeichnen, jedoch möchte ich euch hier auf die Liebe der Götter und auch auf die Göttin der Liebe hinweisen. Wenn Venus euch die Liebe erkennen lässt, dann werdet ihr auch in der Lage sein in diesem Masse zu lieben.
Ich bin keinesfalls dafür, dass ihr eure Feinde lieben sollt, jedoch bin ich der Meinung, dass die Liebe etwas ist, was Menschen verbindet. Oder liebt ihr die Menschen, die euch nahe stehen nicht? Und wären eure Bindungen zu diesen Menschen genauso eng, wenn ihr sie nicht lieben würdet?

Zitat:
Zitat:
- Absatz 13: "Suchende gehen nie irre, weil ihnen die Urkraft stets den rechten Weg weist."
Und wie erklärt ihr all die Leute, welche ihr Ziel nicht finden und sich verlaufen? Jeden Tag in Rom, jeden Tag auf Reisen passiert das!


Ihr müsst hier nicht auf die reale Ebene blicken. Natürlich verlaufen sich Menschen. Es geht hierbei um Suchende im etwas metaphorischen Sinne. Wenn ihr eine Verbindung zu den Göttern sucht, so wird euch die Urkraft, also die Kraft der Götter, dahin leiten, wo ihr diese Verbindung herstellen könnt.

Zitat:
- Und damit ihr seht, dass ich nicht nur nach Negativem suche, sondern aufmerksam lese, hier endlich etwas, was ich auch so unterschreiben könnte:
Zitat:
"Für einen Jedi gibt es keine Zufälle."
Das ist richtig, denn unser aller Leben und Wirken wird von den Göttern der Vorherbestimmung gelenkt.


Ich freue mich, dass es auch etwas gibt, dass euch zusagt.

Zitat:
- Aber gleich geht es wieder anders weiter:
Zitat:
"Die elementare kosmische Kraft möchte mit uns in Kontakt treten. Wenn wir die Einladung annehmen, müssen wir die Waffen ablegen."
Ihr ruft also die Römer auf, ihre Waffen niederzulegen, sich den Germanen und ihrem Ansturm, den Feindem in Parthien einfach zu ergeben? Ungeheuerlich.


Auch hier möchte ich euch bitten, dies nicht zusehr wörtlich zu nehmen. Ich bitte euch nicht euch kampflos den Galliern zu ergeben. Es geht darum, dass ihr, wenn ihr mit den Göttern in Kontakt treten wollt, dies nicht tut indem ihr mit aller Kraft versucht dies zu tun, oder gar versucht euch den Göttern aufzuzwingen. Statt dessen solltet ihr die Waffen, die ihr auf eurer Suche nach den Göttern nutzt, niederlegen und euch an das Tempo anpassen, dass diese euch bei dieser Suche vorgeben.

Zitat:
[i]Bitte antwortet mir auf diese Punkte, erklärt mir, wie sich das in unsere römische Kultur, in unserem Glauben, in unser Wesen eingliedert. Rechtfertigt euch, wenn es sein muss, gegen die Vorwürfe.



Ich hoffe, ich konnte euch die Gedanken ein Wenig erläutern. Wenn ihr weitere Fragen habt, bitte zögert nicht diese zu stellen.
Lucius Annaeus Florus
Zitat:
Zitat:
Zitat:
- Absatz 3: "Der Iedi sieht die Welt kommen und gehen, doch seine Seele befindet sich in den Gefilden des Lichts."

Das erinnert mich stark an einen griechischen Philosophen, der so etwas ähnliches sagte wie 'alles befindet sich ständig im Fluss und verändert sich, einzig die Seele.'

Dies ist durchaus in einem ähnlichen Sinne zu sehen. Der Gedanke dahinter ist, dass die Götter nicht die Menschen verändern, sondern lediglich das, was um den Menschen herum geschieht.

Ihr wollt mir also sagen, dass die Götter auf mich als Menschen keinen Einfluss haben? Dass sie mich nicht mit Krankheit oder Unglück bestrafen können, oder mit Glück und Zufriedenheit belohnen? Ein ungeheuerlicher Frevel an der Religio Romana!

Zitat:
Zitat:
Zitat:
- Absatz 5: "Iedi glauben nicht an den Tod."

Dann seid ihr also Christen und glaubt an die Wiedergeburt.

Nein, dies ist so nicht korrekt. Fragt einen Christen und er wird euch sagen, dass er nicht an die Wiedergeburt glaubt. Genausowenig glauben wir an die Wiedergeburt. Wir glauben daran, dass zwar die Existenz des Körpers endet, die Seele des Menschen jedoch im Elysium weiterexistiert.

Warum steht das dann nicht so dort? Wenn ihr schreibt, ihr glaubt nicht an den Tod, dann schreibt ihr, dass der Körper nicht sterben kann und das ist gemäss eurer Aussage falsch.

Zitat:
Zitat:
Zitat:
- "Um das Leben voll auszuschöpfen, muss man für die Vergangenheit tot sein."

Ihr leugnet also das Mos Maiorum, das Andenken an unsere Vorfahren? Ihr seid der Meinung, die Geschichte unserer Vorfahren muss vergessen werden, um heute richtig zu leben?

Dies versteht ihr, bei allem Respekt einfach falsch. Nicht die Vergangenheit muss für uns tot sein, sondern wir müssen für die Vergangenheit tot sein. Die Geschichte unserer Vorfahren ist von existentieller Wichtigkeit, da man aus dieser Lehren und Wissen ziehen kann.
Ich weiss durchaus, dass dies ein schwieriger Punkt ist, und ich weiss im Moment auch nicht, wie ich es euch einfach und plausibel erklären soll. Ich biete euch jedoch gerne die Möglichkeit dies einmal ausführlich zu diskutieren.

Dies Möglichkeit sollten wir bald einmal nutzen, denn ich halte dies für einen wichtigen Punkt meiner Probleme mit der Communitas.

Zitat:
Zitat:
Zitat:
- Absatz 8: "Wir alle besitzen ein Schatten-Ich, das ein Element unserer gesamten Wirklichkeit darstellt."

Ein Schatten-Ich? Mich gibt es also zweimal? Unglaublich solche Behauptungen!

Dies ist wieder etwas, dass ihr, bei allem nötigen Respekt, etwas missverstanden habt. Es geht nicht darum, dass es euch zweimal gibt, sondern dass ihr zwei Seiten habt. Zwei Seiten, die sich gegenseitig beienflussen. Auf der einen Seite seit ihr vermutlich ein liebender Familienvater, treuer Ehemann und friedliebender Mensch, doch auf der anderen Seite verbirgt sich in euch auch eine dunkle Seite, eine Seite die durch Zorn genährt wird und die euch dazu bringen kann Dinge zu tun, die ihr nicht tun wollt. Zum Beispiel könnte diese dunkle Seite euch dazu bringen einen Menschen zu erschlagen, nur aus dem Grund, weil er in euer Haus eingedrungen ist. Statt ihn, wie es eure gute Seite tun würde festzuhalten und an die entsprechenden Stellen zu übergeben, könnte eure dunkle Seite euch dazu treiben ihn im Zorn zu erschlagen.

Ihr meint also, wenn ich meinen Zorn unter Kontrolle habe, selbst in grossen Schlachten oder persönlichen Diskussionen ruhig und kontrolliert reagiere, dann bin ich ein solcher Weiser?

Zitat:
Zitat:
Zitat:
- "Im Trümmerhaufen der Zerstörung und Katastrophen liegt ein verborgener Schatz."

Ihr seid tatsächlich für Tod und Zerstörung, denn darin findet ihr euren Schatz? Das kann wohl nicht sein, oder?

Hier solltet ihr den folgenden Satz "Wenn man in die Asche blickt, sollte man genau hinschauen." miteinbeziehen. Es geht nicht darum, dass wir Tod und Zerstörung gutheissen, jedoch besteht die Möglichkeit in den Trümmern des Zerstörten etwas zu entdecken. Nehmen wir das Beispiel des Hauses noch einmal zur Hand. Wenn ihr vor den Trümmern eures Hauses steht und hinein blickt, werdet ihr möglicherweise erkennen, dass nicht dieses Haus euch glücklich machte, sondern die Bewohner des selben. Ihr werdet in diesem Moment also durch die Zerstörung des Hauses erkennen, dass nicht das Gebäude das ist, was zählt sondern die Menschen die dort leben.

Und wieder, wenn ich das schon jetzt realisiert habe und keinen Wert auf Äusserlichkeiten lege, sie nicht als das Wichtigste im Leben ansehe, dann bin ich auf dem Weg zu dieser Weisheit?

Zitat:
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- Absatz 13: "Suchende gehen nie irre, weil ihnen die Urkraft stets den rechten Weg weist."

Und wie erklärt ihr all die Leute, welche ihr Ziel nicht finden und sich verlaufen? Jeden Tag in Rom, jeden Tag auf Reisen passiert das!

Ihr müsst hier nicht auf die reale Ebene blicken. Natürlich verlaufen sich Menschen. Es geht hierbei um Suchende im etwas metaphorischen Sinne. Wenn ihr eine Verbindung zu den Göttern sucht, so wird euch die Urkraft, also die Kraft der Götter, dahin leiten, wo ihr diese Verbindung herstellen könnt.

Das könnte auch mein Bruder, der Herrscher über Tylus, so gesagt haben. smile

Alle Punkte, die hier nun nicht mehr auftauchen, wurden entweder zu meiner Zufriedenheit erklärt, oder so abgeändert, dass sie meine Aufmerksamkeit nicht weiter erregen.
Gaius Prudentius Commodus
Zitat:
Original von Lucius Annaeus Florus
Ihr wollt mir also sagen, dass die Götter auf mich als Menschen keinen Einfluss haben? Dass sie mich nicht mit Krankheit oder Unglück bestrafen können, oder mit Glück und Zufriedenheit belohnen? Ein ungeheuerlicher Frevel an der Religio Romana!


Dies sagte ich so nicht. Jedoch bitte ich euch zu bedenken, dass Krankheit, Unglück, Glück und Zufriedenheit nicht euch selbst verändern, sondern Zustände sind, die die Götter um euch herum kreiren und die ihr dann erkennt und die euch vielleicht beeinflussen. Jedoch werdet ihr selbst von diesen Dingen nicht verändert.

Zitat:
Warum steht das dann nicht so dort? Wenn ihr schreibt, ihr glaubt nicht an den Tod, dann schreibt ihr, dass der Körper nicht sterben kann und das ist gemäss eurer Aussage falsch.


Dies ist ein Punkt, in dem ich euch zustimmen muss. Ich werde die Mitglieder der Communitas darum bitten, dass dieser Punkt in einer Neufassung des Codexes klarer ausgedrückt wird.

Zitat:
Dies Möglichkeit sollten wir bald einmal nutzen, denn ich halte dies für einen wichtigen Punkt meiner Probleme mit der Communitas.


Ich freue mich bereits jetzt sehr auf dieses Gespräch.

Zitat:
Ihr meint also, wenn ich meinen Zorn unter Kontrolle habe, selbst in grossen Schlachten oder persönlichen Diskussionen ruhig und kontrolliert reagiere, dann bin ich ein solcher Weiser?


Zumindest seid ihr dann auf dem Weg dahin, ein solcher Weiser zu werden.

Zitat:
Und wieder, wenn ich das schon jetzt realisiert habe und keinen Wert auf Äusserlichkeiten lege, sie nicht als das Wichtigste im Leben ansehe, dann bin ich auf dem Weg zu dieser Weisheit?


Ja, das habt ihr richtig erkannt. Dies ist ein Schritt auf dem Weg zu dieser Weisheit. Einer von vielen.

Zitat:
Das könnte auch mein Bruder, der Herrscher über Tylus, so gesagt haben. smile


Euer Bruder scheint ein weiser Mann zu sein. Vielleicht werde ich einst durch seine Anwesenheit und eine Diskussion mit ihm geehrt.

Zitat:
Alle Punkte, die hier nun nicht mehr auftauchen, wurden entweder zu meiner Zufriedenheit erklärt, oder so abgeändert, dass sie meine Aufmerksamkeit nicht weiter erregen.[/i]


Es freut mich, dass ich euch unsere Gedanken wenigstens ein Wenig erläutern konnte.
Flavia Messalina Oryxa
"Hat Senator Avarus euch bei der Erstellung der Regularien geholfen?"
Gaius Prudentius Commodus
"Nein, Senator Avarus half uns nicht. Diese Hilfe erhielten wir von Tiberia Claudia."
Flavia Messalina Oryxa
[quote]Original von Gaius Prudentius Commodus
   
Reglementarium der Communitas Philosophorum
§7 Besitz
Die Communitas Philosophorum darf Eigentum in Form von Geld und Gebäuden besitzen, Geld durch Verkäufe darf nicht erwirtschaftet werden. Im Falle der Auflösung der Communitas Philosophorum geht das Vermögen der Communitas Philosophorum an die Scola Atheniensis über.



"Ihr übertragt hier Rechte von Kultusgemeinschaften auf euren Verein. Habt ihr das schon irgendwo beantragt?"
Gaius Prudentius Commodus
"Verzeiht mir Senatorin, aber es gibt kein geltendes Gesetz, dass einem Verein diesen Punkt nicht gestattet."