Flavia Calpurnia
In unserem neuen Schlafgemach angekommen, fiel ich meinem Mann um den Hals.
"Was kann ich für Dich tun?", fragte ich frech.
Marcus Flavius Obscuro
Kuss da, kuss hier und da auch ... *g*
"Engel, wir müssen nach Rom um unsere Heirat zu bestätigen."
Flavia Calpurnia
"Schon wieder auf ein Schiff? Dazu noch wo ich schwanger bin und gerade zum Duumvir von Corduba ernannt wurde? Aber wenn es denn sein muss. Wann willst Du los?"
Marcus Flavius Obscuro
"Wenn du nicht reisen möchtest, können wir auch zwei Briefe versenden. Aber ich dachte bevor du unsere Kinder gebärst, noch mal eine Reise zu machen. Wird ja dann weniger."
Flavia Calpurnia
"Im Grunde hätte ich nichts gegen eine Reise nach Rom. Denn dann könnte ich auch dienstlich vielleicht etwas erreichen."
Marcus Flavius Obscuro
"Dienstlich? Was möchtest du denn erreichen?"
Wenn ich nicht aufpasse überholt mich noch meine Frau.
Flavia Calpurnia
"Wir wollen doch in Corduba unsere Wasserversorgung und die Kanalisatin erneuern, wie Du weist. Dazu fehlt aber das Geld. Daher will ich beim Imperator auf die Tränendrüse drücken und ihm so 10.000 Sz. aus der Staatskasse entlocken."
Natürlich wusste ich, dass der Imperator so leicht sicher nicht davon zu überzeugen sein würde, Geld herauszugeben. Aber einen Versuch ist es Wert.
Marcus Flavius Obscuro
"Meine Liebe, der Imperator hat für solche Kleinigkeiten keine Zeit. Er würde dich wieso zu einen anderen schicken, lasst es doch den Proconsul tun."
Flavia Calpurnia
"Wer erzählt mir eigentlich immer, das wir von Adel sind, von uraltem Adel und somit etwas besonderes? Wer? Und jetzt sagst Du der Imperator würde mich nicht empfangen? Immerhin ist DIE Flavia Messalina Oyrxa meine Schwester, auch wenn sie derzeit im Exil ist.!" Trotz stieg in mir auf. "Schliesslich bin ich dem Imperator schon einmal begegnet, auch wenn er sich daran sicher nicht erinnern wird. Bringen wir uns also in Erinnerung!"
Marcus Flavius Obscuro
"Ich kann dich nicht halten, viel Erfolg meine Liebe."
Flavia Calpurnia
Wie er das sagte. Jetzt bekam ich ein schlechtes Gewissen.
"Du bist jetzt böse Bärchen. Das wollte ich nicht. Komm lass uns die Reise vergessen und wir schreiben Briefe. Jetzt hab ich was anderes vor..."
Mit einem breiten Grinsen drückte ich ihn in Richtung Bett.
Marcus Flavius Obscuro
"Keine Reise, wunderbar."
Sie konnte meine Gedanken lesen, hm sie liebt mich wirklich.
"Keine Zeit für intime Kontakte, ich muss mich mit Quiri zusammensetzen und wichtige Dinge klären."
Flavia Calpurnia
Das war das erstemal das er mich zurückwies.
War ich schon so unattraktiv geworden, obwohl mein Bauch gerade erst zu sehen war?
Verwundert und traurig schaute ich ihm nach, als er das Cubiculum verließ.
Marcus Flavius Obscuro
Ich bemerkte ihren Blick und kam noch mal schnell zurück, gab ihr einen dicken Kuss und sagte...
"Es ist mal wieder viel passiert und unsere Familie ist geschwächt."
Flavia Calpurnia
"Ich weis, Messi ist im Exil und Catus muss sich erholen. Die Familie geht vor, geh und einige Dich mit Quiri. Versprich mir aber, das ihr euch nicht zankt!"
Marcus Flavius Obscuro
"Ja, ja. Ich zanke doch nie."
Und schon verschwand ich.
Flavia Calpurnia
Noch in der Nacht war ich aus Corduba angekommen. Ich wollte an den Festlichkeiten in Nova teilnehmen.
Als ich aufwachte, war Obscuro shon weg. Er wollte mit seinem Schiff noch ein paar Übungen machen, bevor die Regatta losging. Somit stand ich alleine auf.
Gaius Didius Sevycius
*klopf, klopf*
Flavia Calpurnia
Schnell warf ich mir einen leichten Morgenmantel über.
"Herein, bitte."