Ansinnen des Klienten Albinus

Titus Aurelius Cicero
Anerkennend nickte ich und schaute zu meiner Nichte. Ich verschwieg aber geflissentlich, das ich mich auf besagter Rostra selbst mit einem dahergekommenden Römer anlegte.

Oh Du Geist der alten zeiten, in diesem Sinne lass uns streiten. Schade nur, so wenige verstehen es noch, sich richtig zu streiten. Es muss hart zur Sache gehen, aber man muss auch Frieden schließen können.
Claudia Aureliana Deandra
Ach, es ging um diese Frau im Amt eines Quaestors, mit der ich und mein Vater bereits Diskussionen hatten. Ich hielt die Hand vor den Mund, um mein Lachen zu kaschieren.

Ich nickte meinem Onkel zu, denn nun hatte ich verstanden.

"Wenn sich doch nur Römer, wie Albinus und mein Vater und mein Onkel ... vervielfältigen könnten. Es wäre gar zu schön", flüsterte ich, wollte dann aber das Gespräch der beiden nicht stören. Tatkräftige Hilfe war gefragt und in dieser Sache war das Engagement sicher ein doppelt großes.

Es galt also herauszufinden, ob die Vorwürfe nicht lapidarer Art, die Zeugen vielleicht unbrauchbar und wo ein konservativ gesinnter Rechtsbeistand zu finden war.
Quintus Didius Albinus
"NUn ich denke die Vorgebraschten Sachen sollte man schnell entkräften können. In einer politischen Diskussion kann es nunmal etwas heftiger werden. Zumal mich der Claudier auch öfters beleidigte und meine Worte mehr oder weniger eine Verteidigung waren. Ich nehme an er hat ein Auge auf die Frau geworfen, anders kann ich mir sein Geschwafel nicht erklären."
Titus Aurelius Cicero
"Deandra, Du hättest das Treiben erleben sollen. Es war fürchterlich. Wie die Gänse schnatterten sie. Und einer erinnerte mich an den alten Grauesel."

Doch das ist eine andere Geschichte.

"Die Klage ist einfach lächerlich. Da will sich einer aufspielen und seiner Hetäre schöne Augen machen."

Ich stockte kurz, denn meine Worte waren sehr direkt.

"Wir werden dafür Sorge tragen, das unser Klient den besten Anwalt bekommt, auch wenn er seiner nicht bedarf.

Ich war zu lange fort. Wer ist der beste in seiner Zunft?"


Ich schaute beide an.
Quintus Didius Albinus
Er zuckte mit den Schultern:"Ich habe keine Ahnung von Anwälten. Ich hatte gehofft, nicht gleich nach zwei Wochen nach meiner Ankunft in Rom angezeigt zu werden."
Publius Aelius Hadrianus
Ein Sklave öffnete mir die Tür und ich trat ein. Überrascht stellte ich fest, daß hier wohl Wichtiges besprochen wurde und wollte mich schon wieder zum Gehen wanden, als.... .
Titus Aurelius Cicero
Soviel also zum ruhigen Mantua. Ich schmunzelte.


"Hadrianus, komme zu uns, es wird Dir gefallen."
Publius Aelius Hadrianus
Verzeiht, daß ich Euch so abrupt unterbrach. entschuldigte ich mich bei meinem Gastgeber, trat hinzu und setzte mich.
Claudia Aureliana Deandra
"Flavius Furianus ist der Beste, weil Gesinnung und Können stimmen. Man müsste ihn fragen, ob er geneigt ist, den Fall zu übernehmen. Alle anderen sind meiner Meinung nach nicht so gut geeingnet oder wegen ihres Posten verhindert. Wobei ich in Ruhe abwarten würde, ob es überhaupt zur Anklage kommt. Daran zweifle ich nämlich."

Sim-Off: Zur Kenntnis. smile .


Sodann kam mir eine hervorragende Idee. Ich winkte Samira heran und flüsterte ihr ins Ohr. "Geh ihn holen!" smile
Nun war ich es, die meinen Onkel und zugleich Albinus spitzbübisch ansah. smile



edit:
Sim-Off: Vordrängeln gibts eigentlich nicht. Augenzwinkern smile
Quintus Didius Albinus
"Nun ich zweifel auch daran, allerdings ist ist der Anzeiger immernoch Beamter am kaiserlichen Hof, also vielleicht wird deshalb dieser Anzeige mehr Beachtung geschenkt als sonst."
Titus Aurelius Cicero
Mein Blick ging von einem zum anderen und es erinnerte mich zunehmend an eine griechische Komödie. Was hatte das mit samira auf sich?

"Furianus?"

Ich nickte zustimmend und wandte mich an Hadrianus.

"Mein lieber Freund. Unser Klient Albinus wurde angezeigt, weil er auf der Rostra aufrecht sprach. Du selbst hattes dort ja auch Deinen Disput, ebenso wie ich. Was fällt Dir noch ein, wie wir ihm helfen können?"
Publius Aelius Hadrianus
Nachdem mich Deandra über den Inhalt dieser Zusammenkunft aufklärte antwortete ich:

Nun, ein Quästor hat die Aufgabe Listen zu führen und je nach Bestimmung Steuern zu verwalten. Ein Schreiber tut dies doch auch, nur ist sein Herr ein einfacher Bürger und kein Staatsmann.

Bei den "Steuern" des Bürgers dachte ich an die Außenstände und Einnahmen der Bürger
Quintus Didius Albinus
"Nunja der Vergleich ging ja gegen den Magister Memoriae, also einm kaiserlichen Beamten. Letztlich finde ich diesen Vergleich gerade im Kontext unseres Disputes für keinen Anzeige und Ahndungsgrund."
Publius Aelius Hadrianus
Nunja. Ein Geschichtsschreiber. Oder soll ich sagen: ein Geschichtsbildhauer?

Ich dachte nach.
Quintus Didius Albinus
Zitat:
Original von Publius Aelius Hadrianus
Nunja. Ein Geschichtsschreiber. Oder soll ich sagen: ein Geschichtsbildhauer?

Ich dachte nach.


"Nun ich nenne ihn in Gedanken eher Postbote, denn letztlich ist er meiner Meinung nach nichts anderes Augenzwinkern "
Publius Aelius Hadrianus
Gedanken sind frei, wer kann sie verbieten? Aber Ihr habt Recht: Seine Bücher wird er schon von Zimmer zu Zimmer zu tragen wissen. ein wahrlisch schwertragendes Amt.
Quintus Didius Albinus
Zitat:
Original von Publius Aelius Hadrianus
Gedanken sind frei, wer kann sie verbieten? Aber Ihr habt Recht: Seine Bücher wird er schon von Zimmer zu Zimmer zu tragen wissen. ein wahrlisch schwertragendes Amt.


Er mußte lachen:"Nun seiner Ansicht nach bricht wahrscheinlich das Imperium zusammen, wenn er nicht mehr in seinem Amt wäre."
Publius Aelius Hadrianus
Das kann gut möglich sein, aber zur Sache tut das nichts. Auch die Schreiber auf den großen Latifundien sind absolut unentbehrlich für die Besitzer der Ländereien. Doch sind und bleiben sie Schreiber. Mit mehr oder weniger viel Schreibarbeit und Briefverkehr.
Titus Aurelius Cicero
Ich unterbrach ja nur ungerne das gespräch der beiden Männer.


"Also, mein lieber Hadrianus. Deinen Worten entnehme ich, das auch Du keinen besseren Juristen kennst, als eben Furianus?

Wenn dem so ist, dann sollten wir ihn bitten, unser Anliegen zu vertreten."

Die Kosten würde ich dafür übernehmen. Aber das tat nichts zur Sache.
Quintus Didius Albinus
"Nun es wird das Beste sein ihn zu engagieren denke ich."