Decimus Artorius Corvinus
Die dunklen Wolken zogen gerade Richtung Osten ab, als etwas Sonnenschein hervorbrach und die Ruinen des Merkurtempels von Ostia beschien. Corvinus war kein sehr abergläubischer Mann, aber er achtete die Götter. In Roma selbst war ihm zuviel los, bei den großen Tempeln, darum nahm er den Karren der Familia und fuhr hier her. In den Morgenstunden hatten sie seinen Weinkelter errichtet, in einem der großen freien Räume der Casa Artoria. Er kaufte viele Trauben ein und und wies seinen Sklaven an, mit der Arbeit zu beginnen. In den Abendstunden legte er sogar selbst Hand bei der Arbeit an, es machte ihm durchaus Spaß.
Hinten auf dem Karren lagen zwei Amphoren, eine griechische, die er mit ein paar anderen in Athenae erstanden hatte, mit griechischem Wein. Sie sollte bei seinem Opfer die Vergangenheit symbolisieren. Und eine neuere Amphore, bemalt von seiner Gattin, seiner Liebsten, mit dem frisch gepressten Traubenmost. Der Most sollte den Neubeginn kennzeichnen. Er zügelte das alte Pferd und stieg ab, den Tempel begutachtend. Seufzend nahm er den Verfall zur Kenntnis, dann ging er das Areal ab. Konnte es wirklich sein, dass man die Kultstätte Merkurs so verkommen hat lassen? Es war schließlich Ostia!
Einen belaubten Ast missbrauchte er als Besen und strich mit ihm über den Altarstein, um ihn zu säubern. Doch er war damit nicht wirklich zufrieden, sondern säuberte auch im Radius von drei Metern den ganzen Umkreis des Altarsteins, versuchte Marmorbrocken und dergleichen von der Stelle zu schaffen. Als er schließlich mit seinem Ergebnis fertig war, stellte er die alte, griechische Amphore, gefüllt mit Wein, auf den Altar und bedeutete eine Verneigung vor dem Stein. Dann stellte er neben die alte die neue Amphore und bewunderte insgeheim noch das Werk seiner Frau. Bevor er zu sprechen begann, verneigte er sich leicht vor dem Altar und streckte die Hände in seine Richtung.
"Merkur, Hüter der Kaufleute und Unternehmenden, Götterbote. Ich trete vor dich, um dich zu sprechen. Ich mag vielleicht kein Sacerdos sein, doch will ich dir mein Opfer darbringen, auf dass du vielleicht ein wachendes Auge auf mein Geschäft werfen mögest. Ebenso möchte ich mich bedanken für deinen Segen, den du mir bisher hast zukommen lassen."
Hinten auf dem Karren lagen zwei Amphoren, eine griechische, die er mit ein paar anderen in Athenae erstanden hatte, mit griechischem Wein. Sie sollte bei seinem Opfer die Vergangenheit symbolisieren. Und eine neuere Amphore, bemalt von seiner Gattin, seiner Liebsten, mit dem frisch gepressten Traubenmost. Der Most sollte den Neubeginn kennzeichnen. Er zügelte das alte Pferd und stieg ab, den Tempel begutachtend. Seufzend nahm er den Verfall zur Kenntnis, dann ging er das Areal ab. Konnte es wirklich sein, dass man die Kultstätte Merkurs so verkommen hat lassen? Es war schließlich Ostia!
Einen belaubten Ast missbrauchte er als Besen und strich mit ihm über den Altarstein, um ihn zu säubern. Doch er war damit nicht wirklich zufrieden, sondern säuberte auch im Radius von drei Metern den ganzen Umkreis des Altarsteins, versuchte Marmorbrocken und dergleichen von der Stelle zu schaffen. Als er schließlich mit seinem Ergebnis fertig war, stellte er die alte, griechische Amphore, gefüllt mit Wein, auf den Altar und bedeutete eine Verneigung vor dem Stein. Dann stellte er neben die alte die neue Amphore und bewunderte insgeheim noch das Werk seiner Frau. Bevor er zu sprechen begann, verneigte er sich leicht vor dem Altar und streckte die Hände in seine Richtung.
"Merkur, Hüter der Kaufleute und Unternehmenden, Götterbote. Ich trete vor dich, um dich zu sprechen. Ich mag vielleicht kein Sacerdos sein, doch will ich dir mein Opfer darbringen, auf dass du vielleicht ein wachendes Auge auf mein Geschäft werfen mögest. Ebenso möchte ich mich bedanken für deinen Segen, den du mir bisher hast zukommen lassen."