Titus Octavius Dio
“Ehrenwerte Mitglieder, als bescheidener Diener unserer Götter und Diener Roms, strebe ich ein Verbot der lasterhaften Wetten und Glücksspielmachenschaften in unserer Provinz an. Ich denke dies wird auf eure breite Zustimmung treffen, so dass ich in den kommenden Tagen einen fertigen Entwurf einbringen kann.“
Publius Sergius Epulo
Zum Glück hatte ich vorher mit dem Würfelspiel mit Sulla aufgehört und konnte nun unbeschwert meine Meinung äußern.
"Ich stimme den werten Dio zu, immerhin wird dies die Gewalt in unseren Städten senken. Nur möchte ich wissen ob unterschieden wird zwischen Wetten und Glückspiel privater natur oder rein geschäftlicher."
Titus Octavius Dio
"Glücksspiel an sich ist lasterhaft!"
Publius Sergius Epulo
"Also denkst du über ein gesamtes Verbot nach. Hm,..."
Marcus Aelius Callidus
Da Callidus das Glücksspiel bisher nie gepflegt hatte, lehnte er sich zurück. Es gab keinen Anlass, hier dagegen zu sprechen. Und so wartete der Comes ab, bis Dio den Entwurf vorlegen würde, um die genauen Absichten zu betrachten.
Titus Octavius Dio
“Es ist an der Zeit, dass Moral, Sitte und Demut in Italia die überwiegend herrschenden Werte werden! Es ist an der Zeit, dass Tradition über Ausschweifungen und Prunksucht gestellt wird! Ich hoffe, dass diese Gesetze ein Teil dazu beitragen werden!“
Marcus Aelius Callidus
Callidus, der sich zunächst zurückgelehnt hatte, beugte sich wieder etwas vor. In Misenum kannte er derartige Einrichtungen der Freizeitgestaltung ganz gut und trank mit deren Besitzern oft einen Becher Wein. Als Comes war dies natürlich nicht mehr möglich, denn solche Verfehlungen könnten schnell zu Felsen auf dem Karriereweg werden.
> Nun, derartige Dinge obliegen in der Umsetzung den Duumvirn der jeweiligen Städte. Sehe ich es richtig, dass der Duumvir also dabei auch das Ermessen über die Höhe der Strafe innerhalb dieser festgelegten Grenzen hat? Nun, weiter habe ich eine Frage. In Rom gibt es derzeit an jeder Starßenecke öffentliche Garküchen, die des Nachts den Römern zur Unterhaltung dienen, leichte Mädchen sind dort jeder Zeit zu haben. Bekommen wir nicht mit den Städten Probleme, wenn wir dort strenge Sitten unter Strafe einführen, die im Zentrum der Macht nicht gegeben sind? Ich stimme deinen Vorschlägen aufgrund ihrer sittlichen Gesinnung durchaus zu, jedoch müsste man vielleicht über die praktische Umsetzung sprechen. <
Titus Octavius Dio
"Nicht uns setzt das Decret unter Zwang, sondern Rom, es setzt Rom unter Zang zu handeln, dem Treiben ein Ende zu bereiten und Rom auch zur Hauptstadt von Moral und Tradition zu erklären!"
Titus Octavius Dio
"Wenn es keinen Gegenentwurf oder weitere Meinungen gibt, werde ich die beiden Vorschläge morgen gesondert zur Wahl stellen." ... sprach Dio ruhig und nahm wieder platz.
Iulia Helena
"Ich empfinde den Vorschlag unseres princeps als sicherlich vorbildlich, doch frage ich mich, was geschehen wird, wenn all jenes, dem die Menschen derzeitig ohne Schwierigkeiten frönen, unter Strafe steht. Ich denke, man sollte sich keine Illusionen machen: Es gehört zur menschlichen Natur, dass sich Männer Erleichterung verschaffen müssen, wenn ihr Drang zum körperlichen Verlangen angewachsen ist. Wohin gehen jene Männer, die unverheiratet sind, oder die nicht heiraten dürfen, weil sie in der legio dienen? Sie besuchen ein lupanar. Was geschieht aber, wenn dieses unter Strafe gestellt wird? Wohin wenden sich jene dann? Ich befürchte, dass ein generelles Verbot solcher Erleichterungen, seien sie im Spiel oder in körperlicher Liebe, die Bedürfnisse, die dadurch nicht verschwinden werden, kriminalisiert auf die Straße drängen werden - und dann sind die Opfer ehrbare Bürger, unschuldige Frauen, Menschen, die sich nicht wehren können. Willst Du das wirklich, Octavius Dio?" wandte die Iulierin nach einer Weile des Nachdenkens ein.
Vibius Valerius Victor
Victor war ziemlich überrascht, als man ihn von seiner Berufung zum Beisitzer in die Curie benachrichtigt hat. Ein bisschen kommt es ihm schon vor wie Zeitverschwendung, weil er nicht wirklich weiß, was er in diesem Gremium tun soll, aber da Iulia Helena drin sitzt gibt es immerhin was zum Anschauen.
Das erste Thema, bei dem er anwesend ist, kommt ihm schon ziemlich merkwürdig vor. Verbot von Prostitution, wo gibts denn sowas? Er beschaut sich die Reihen, so alt sind die, bis auf wenig Ausnahmen vielleicht, doch alle noch nicht, dass sie sich keine 'Erleichterung verschaffen' müssten, wie Helena es so nett ausdrückt. Andererseits, ... aber diesen Gedanken denkt er besser nicht zu Ende.
Victor räuspert sich und deutet an, dass er als Beisitzer gerne einen Frage stellen würde.
Titus Octavius Dio
| Zitat: |
Original von Iulia Helena
"Ich empfinde den Vorschlag unseres princeps als sicherlich vorbildlich, doch frage ich mich, was geschehen wird, wenn all jenes, dem die Menschen derzeitig ohne Schwierigkeiten frönen, unter Strafe steht. Ich denke, man sollte sich keine Illusionen machen: Es gehört zur menschlichen Natur, dass sich Männer Erleichterung verschaffen müssen, wenn ihr Drang zum körperlichen Verlangen angewachsen ist. Wohin gehen jene Männer, die unverheiratet sind, oder die nicht heiraten dürfen, weil sie in der legio dienen? Sie besuchen ein lupanar. Was geschieht aber, wenn dieses unter Strafe gestellt wird? Wohin wenden sich jene dann? Ich befürchte, dass ein generelles Verbot solcher Erleichterungen, seien sie im Spiel oder in körperlicher Liebe, die Bedürfnisse, die dadurch nicht verschwinden werden, kriminalisiert auf die Straße drängen werden - und dann sind die Opfer ehrbare Bürger, unschuldige Frauen, Menschen, die sich nicht wehren können. Willst Du das wirklich, Octavius Dio?" wandte die Iulierin nach einer Weile des Nachdenkens ein. |
"Ich verstehe deine Bedenken, doch ist diese Argumentation nicht dein ernst, weil die Männer sonst Frauen vergewaltigen sollten wir den Sittenverfall tatenlos zusehen? Ich denke dies darf nicht passieren, der Staat sollte in der Lage sein seine Bürger zu schützen und zu gleich an festen Werten und Idealen glauben und sie auch fördern."
Titus Octavius Dio
| Zitat: |
Original von Vibius Valerius Victor
Victor war ziemlich überrascht, als man ihn von seiner Berufung zum Beisitzer in die Curie benachrichtigt hat. Ein bisschen kommt es ihm schon vor wie Zeitverschwendung, weil er nicht wirklich weiß, was er in diesem Gremium tun soll, aber da Iulia Helena drin sitzt gibt es immerhin was zum Anschauen.
Das erste Thema, bei dem er anwesend ist, kommt ihm schon ziemlich merkwürdig vor. Verbot von Prostitution, wo gibts denn sowas? Er beschaut sich die Reihen, so alt sind die, bis auf wenig Ausnahmen vielleicht, doch alle noch nicht, dass sie sich keine 'Erleichterung verschaffen' müssten, wie Helena es so nett ausdrückt. Andererseits, ... aber diesen Gedanken denkt er besser nicht zu Ende.
Victor räuspert sich und deutet an, dass er als Beisitzer gerne einen Frage stellen würde. |
"Du kannst sprechen Valerius Victor."
Vibius Valerius Victor
Da er nun das Wort hat, steht Victor auf, um es auch zu nutzen. "Ich hätte auch ein Frage, die auf das angestrebte Dekret gegen die Prostitution geht. Ein solches Dekret würde auch den meretrices ihre Arbeit verbieten, eine Arbeit, die sie im Sinn der Göttin Venus Erucina verrichten. Dass das Verhältnis zu den Göttern zur Zeit eher angespannt ist, das sollte jedem klar sein, der sich ab und zu durch die Acta Diurna informiert. Wie wollt ihr den Zorn der Göttin verhindern, wenn ihr ihren Dienerinnen die Arbeit unter Strafe verbietet?"
Titus Octavius Dio
"Ich denke sie gehen diesem Kult in Rom nach?"
Vibius Valerius Victor
"In Rom, wie in anderen Städten unseres Imperiums. Kein Gott beschränkt sich auf eine Stadt, auch Venus nicht. Der Kult der Venus Erucina hat seinen Ursprung auf dem Berg Eryx auf Sicilia. Von dort bis nach Rom hat er überall seine Spuren hinterlassen und sich längst auch bis in die Provizen ausgebreitet. Wollt ihr etwa erreichen, dass alle meretrices Italias sich in Rom sammeln?"
Titus Octavius Dio
"Forme aus meiner Frage nicht gleich eine Behauptnung!"
| Sim-Off: |
kann doch net jeden Götterkult kennen. |
Vibius Valerius Victor
Vic hebt seine Augenbraue und wundert sich.
"Ich weiß nicht, wo du in meinen Worten eine Behauptung aus deiner Frage siehst. Ich stelle nur Fragen und weise auf die Dinge hin, mit denen ich mich auskenne. Wenn das nicht gewünscht ist, dann weiß ich nicht, warum ich überhaupt hier bin." Sein Tofall macht deutlich, dass er auch wieder gehen kann. Es ist immerhin nicht so, dass er nicht genug anderes zu tun hat, was während der Sitzungen hier in seinem Officium aufläuft.
| Sim-Off: |
Dann solltest du nichts dagegen haben, wenn ich hier darauf hinweise, bevor der Vorschlag zur Abstimmung oder Veröffentlichung kommt.
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