> Zimmer Kaiserliches Privatgemach

Valeria Amatia
Die Cubicularia klopft an die Tür, hört keine Antwort von innen und öffnet die Tür.
So macht sie es, immer wenn sie in die privaten Wohnräume der kaiserlichen Familie betritt, um zu verhindern, jemanden von ihnen dort unhöflicherweise zu überraschen. Obwohl man den Kaiser unter Tags hier praktisch nie antraf.

"Hier sind wir."
Sie tritt ein und blickt sich nach den anderen um, die ihr mit der Kiste gefolgt sein müßten.
Marcus Caecilius Decius
"Die Anderen" folgten ihr und hielten hinter ihr an. Da hatten sie es also schlussendlich wohl doch noch geschafft den Bestimmungsort der Kisten zu finden.

"Gut, den Rest solltest du wohl alleine schaffen, die Sklaven werden dir ja behilflich sein."

Er veneigte sich leicht, mit einem verschmitzten Lächeln.

"Danke für die "Führung", ich muss mich nun zurück auf meinen Posten begeben. Vale bene!"
Valeria Amatia
Freundlich verabschiedet sie sich auch von ihm.
"Jederzeit wieder.
Vale!"


Dann dreht sie sich zu der Kiste und den Sklaven um, die leider nur wenig motiviert für Arbeit dastanden.
"So. Was machen wir jetzt damit." Sie erwartet nicht wirklich eine Antwort von ihnen, aber es half beim überlegen. Sie deutete mit ihrer Hand auf ihre linke Seite.
"Schiebt sie mir noch ein wenig hierher." Sie möchte die Kleider dort sichtbar für den Kaiser aufhängen bzw. hinlegen, damit er wenn er kommt gleich auch die Lieferung sieht.
"Für den Rest brauch ich euch dann nicht mehr."
Narrator
Monatelang hatten sich die Diener des Kaisers inzwischen auf die Lieferungen des tylusischen Schneiders Ioshua Hraluch verlassen können und regelmäßig neue Kleidungsstücke in die passenden Schränke und Truhen legen können. Meist wurden sie über eine neue Lieferung sogar schriftlich informiert, obwohl sie schon aus Gewohnheit wussten, wann die neue Ware zu erwarten war.

Doch jetzt standen zwei Diener etwas ratlos im Raum, denn es war schon längere Zeit weder eine Nachricht noch eine Lieferung eingetroffen. Sie diskutierten ein wenig, dann hatten sie sich offenbar geeinigt, was zu tun sei und beide eilten in verschiedene Richtungen davon.