Caius Iulius Seneca
Man konnte bemerken, wie die Anspannung etwas aus dem Raum verflog. Seneca würde eine Entscheidung fällen, wenn auch nicht am heutigen Tage.
Ich werde euch meine Entscheidung noch im Laufe der Feierlichkeiten mitteilen.
Jetzt bräuchte er ersteinmal Zeit zum nachdenken, denn solch eine Entscheidung war nicht innerhalb von Minuten oder Stunden zu fällen. Das brauchte Zeit.
Quintus Tiberius Vitamalacus
"Ich werde deine Antwort erwarten,"meinte Tiberius Vitamalacus knapp. Vielleicht wäre jetzt der Momernt für ihn, die Casa Iulia zu verlassen, doch etwas hielt ihn zurück. Er hatte die Antwort von Seneca erhalten, die er heute zu erwarten hatte, so war dieses Gespräch eigentlich vorbei, doch als sein Blick wieder einmal auf Helena traf, wusste er, das er gerne noch etwas mit ihr allein wäre, bevor er an diesem Tag sich wieder den Alltagsgeschäften widmete.
Doch es schien es ihm auch nicht angemessen, jetzt den Wunsch zu äussern allein mit Helena sprechen zu dürfen. Auch sollte Seneca auch die Zeit bekommen, über ihr beider Wunsch nachzudenken. So wandte er sich wieder an Seneca.
"Ich will nun deine Zeit nicht weiter beanspruchen, für heute wurde gesprochen, was zu sprechen war und ich hoffe, das wir bald weiter sprechen können."
Caius Iulius Seneca
Das hoffe ich auch, Vitamalacus. Und wir werden uns sicher bald sprechen.
Ob es dann etwas positives oder negatives war, dass war noch nicht entschieden.
Ich schätze es, wenn man so offen mit mir spricht.
Iulia Helena
Ein letztes Mal drückte sie die Finger des Vitamalacus, bevor sie ihre Hand zurückzog und sich mit jener die palla wieder richtete, auch wenn es daran im Grunde nichts zu richten gab. "Ich werde mich jetzt auch wieder meiner Arbeit zuwenden," sagte Iulia Helena lächelnd und bedachte beide Männer mit einem sanften, freundlichen Blick, der den Gefühlsaufruhr in ihrem Inneren glücklicherweise zu verbergen imstande war.
Viel mehr gab es im Augenblick nicht zu sagen, und den Wunsch zu äußern, mit Vitamalacus alleine zu sein, wagte sie noch nicht, nicht, solange Senecas Entscheidung noch ausblieb. Man durfte nichts überstürzen, schon gar nicht, wenn es sich um einen Mann wie ihren Onkel handelte, der den Traditionen noch sehr verbunden war.
Quintus Tiberius Vitamalacus
"Dann werde ich mich nun auch zurückziehen," sagte er, mehr zu Helena als zu Seneca. Noch schien es ihm so, als ob ihre Hand noch in seiner lag und er verspürte den Wunsch, sie einfach so zu küssen. Doch eine solche Vertraulichkeit vor den Augen ihres Onkels wäre selbst dann unmöglich, wenn sie schon lange verheiratet wären, und da sie noch nicht einmal Verlobt, geschweige denn eine positive Antwort erhalten hatten, verbot es sich ganz und gar.
"Iulius Senenca !" Seine Verabschiedung war so förmlich und militärisch wie es für ihn üblich war, jedenfalls die die an Senenca gerichtet war. Als er sich an Helena wandte, legte sich unweigerlich eine freundliches Lächeln auf sein Gesicht und seine Haltung wurde wieder etwas lockerer. "Helena, ich hoffe wir sehen uns bald wieder."
Dann wandte er sich langsam zum gehen.
Caius Iulius Seneca
Tiberius, Helena.
Geduldig wartete er, bis die beiden gegangen waren, bevor er sich einen Becher Wein einschenkte.
Sollte er seinem Bruder einen Eilbrief schreiben?
Er kannte Vitamalacus immerhin nicht und es war ziemlich ungünstig den Ehemann seiner Tochter nicht zu kennen, ja nicht einmal brieflich.