Iulia Helena
Der hochgewachsene, blondgelockte Sklave führte die junge Sklavin in das Atrium des Hauses, und bedeutete ihr dann, dort auf die Hausherrin zu warten. "Fass nichts an und sei höflich," mahnte er sie mit einem gutmütigen Augenzwinkern, bevor er sich in schlenderndem Gang in das Innere des Hauses aufbrach, um Iulia Helena von ihrer Besucherin zu unterrichten.
Das Atrium war sicherlich deutlich schlichter eingerichtet als jenes der Villa Tiberia, aber der Blick in den Ahnenschrein, dessen Tür stets offen stand, offenbarte eine stattliche Sammlung an Masken, deren Profilbilder einst die kaiserlich geprägten Münzen geziert hatten - dies war vielleicht nicht das reichste Haus, aber eines der ältesten überhaupt in Rom. Die ordnende Hand einer Frau ließ sich jedenfalls in diesem Atrium durchaus erkennen, waren die Vasen doch mit Grünpflanzen und frischen Herbstschnittblumen gefüllt und vermittelten den Eindruck einer gewissen Lebendigkeit.
Das Atrium war sicherlich deutlich schlichter eingerichtet als jenes der Villa Tiberia, aber der Blick in den Ahnenschrein, dessen Tür stets offen stand, offenbarte eine stattliche Sammlung an Masken, deren Profilbilder einst die kaiserlich geprägten Münzen geziert hatten - dies war vielleicht nicht das reichste Haus, aber eines der ältesten überhaupt in Rom. Die ordnende Hand einer Frau ließ sich jedenfalls in diesem Atrium durchaus erkennen, waren die Vasen doch mit Grünpflanzen und frischen Herbstschnittblumen gefüllt und vermittelten den Eindruck einer gewissen Lebendigkeit.