Atrium | Livilla, Solinus

Iulia Livilla
Schweigend wiederholte ich den Namen seines Vaters, musste dann aber feststellen, dass ich schon mal gehört hatte, doch keinen anderen aus diesem Familienzweig kannte. Daher lies ich es, weiter über seine Verwandtschaft zu mir nach zufragen, für ihn war ich sein „Cousinchen“, ob dies nun korrekt war oder auch nicht. „Ich glaube nicht das man alles vergisst, Grundtechniken bleiben doch immer an einem haften, solche vergisst man nie. Doch ich verstehe schon mit einem solchen Thema bin ich selbst nie in Berührung gekommen, also kann ich das auch nicht beurteilen.“ Darauf wollte ich noch einen Schluck Wein zu mir nehmen und musste erschreckend feststellen, dass der Becher bereits geleert war. Wie schnell er sich trinken lies, unfassbar. Leicht mit kopfschüttelnd hörte ich mir Solinus Bitte an. „Du dachtest da an sofort?“ fragte ich ihn überrascht.
Tiberius Iulius Solinus
"Wann denn sonst?", fragte ich lachend,"Ich meine, soll ich mich direkt auf mein neues Zimmer begeben, oder was hast du dir vorgestellt?". Durchaus amüsiert war ich von ihrem Versuch, noch mehr Wein zu trinken, nur um dann festzustellen, dass der Becher leer war.Die kann ja echt was trinken.
musste ich unwillkürlich denken. Das Mädchen war ja nicht gerade besonders alt, apropos"Wie alt bist du eigentlich wirklich?"
Iulia Livilla
Der leere Becher lies mich im Moment nicht los, so das ich nur nickte während Solinus mir antwortete, den Becher wieder betrachtete und haarscharf nachdachte wann ich den Becher nur geleert haben sollte. Vielleicht sollte ich ihn nur wirklich wegstellen, damit ich nicht in Versuchung kam mir nachzuschenken. „Erst wolltest du nur Wasser nach deiner anstrengenden Reise und da dachte ich du würdest dich vielleicht erst ausruhen oder etwas essen wollen. Doch wenn du so eilig hast dein Roma wieder zu sehen, können wir natürlich einen kleinen Spaziergang vorziehen.“ Gab ich ihm strenger zur Antwort, so dass ich von meiner Fassungslosigkeit ablenken konnte, wobei ich mir nicht sicher war, ob er es vielleicht nicht doch schon bemerkt hatte. Anscheinend hatte er es bemerkt, denn anders konnte ich mir die Frage nach meinem Alter nicht erklären. „Ich bin 19 Jahre alt. Darf ich auch nach dem deinigen fragen? Denn soviel älter kannst du auch nicht sein.“
Tiberius Iulius Solinus
Puuuh, 19 Jahr zählt mein Kusinchen...."Na schön, ich bin auch erst 25.", gab ich als Antwort zurück." Außerdem, brauchst du ja nicht mitkommen, ein Becher Wein belebt bei mir müde Knochen und macht mich munter. aber wenn du willst können wir auch noch mit dem Spaziergang warten, ich hab alle Zeit der Welt." Ich war allerdings auch schon wieder in Nostalgie verfallen, dachte ich ja an mein altes Zimmer hier und noch verschiedene andere Kindheitserinnerungen.
Iulia Livilla
Natürlich hätte es mir auch gefallen mit Solinus spazieren zu gehen, doch wollte ich die Casa nicht vollkommen alleine lassen. Trotzdem entschied ich mich, doch mit ihm zu gehen, vielleicht gerade eben, weil diese Entscheidung gar nicht in Milius Sinn war und ich jede Möglichkeit ausnutze um ihn zu provozieren. Er sollte es nur spüren, das es nicht möglich war mich zu kontrollieren. „Ich bin nicht erschöpft, nein, lass uns zur Castra gehen, auch ich war schon lange nicht mehr dort.“ Entschied ich lächelnd, dessen Grund nicht nur das Fehlverhalten Milius war, sondern auch bekannte Gesichter vielleicht erspähen zu können.
Tiberius Iulius Solinus
"Nun denn, dann auf geht's!", rief ich mit Euphorie,"Ich bin gespannt, wie sich mien Heimatstadt verändert hat!", ich fühlte mich innerlich plötzlich wieder wie der kleine Junge, der zusammen mit sienen Freunden allerlei Streiche spielte und ständig auf Erkundungstour war.
Iulia Livilla
Solinus Freude lies auch mich nicht kalt und so glitt ein strahlendes Lächeln über meine Lippen. Er hatte vor zu Fuß zu gehen, anscheinend lehnte er eine Sänfte ab, dabei wusste ich von Constantius das der Weg zur Castra nicht gerade der kürzeste war, doch das hatte zum Vorteil das Solinus, dann auch umso mehr von Roma sehen konnte. „Gut, dann lass uns gehen.“ Bestätigte ich ihn noch und schritt dann auch schon quer durch das Atrium und an den versteckten Milius vorbei, dem ich den viel sagenden Gesichtsausdruck schenkte und er dabei spürte wie abgeneigt ich ihm gegenüber war. Als ich an ihm vorbeigegangen war, kehrte ich noch einmal zu ihn um. „Berichte Tertia wo wir hingehen, das muss ich dir ja nicht mehr sagen, du kennst bereits die Antwort.“ Meinte ich spottend. Daraufhin verließen wir die Casa Iulia.