Manius Matinius Fuscus
Das Atrium ist recht weitläufig und großzügig angelegt und bietet Bewohnern wie Gästen eine angenehme Aufenthaltsatmosphäre.
Marcus Matinius Mamercus
Man musste zugeben, das ich etwas wild aussah, verstaubt von der Reise und auch etwas zottelig, wobei ich letzteres immer war. Gespannt und auch ein wenig nervös wartete ich nun im Atrium darauf, das der unfähige Sklave irgendwen aus der Casa hier anschleppte. Wobei ich nur hoffen konnte, dass es nicht gleich mein Vater oder Onkel Plautius waren, weil dann wäre die Kacke echt am dampfen gewesen. Ein Sklave kam und reichte mir etwas zu trinken und ein paar Happen, wohl aus dem Festsaal und ich konnte mich gerade noch zurückhalten um mich nicht gänzlich draufzustürzen. Huldvoll winkte ich ihn fort, nachdem ich mir genommen hatte.
Matinia Sabina
Wie es der Zufall wollte, war es die große Schwester die in just diesem Moment ebenfalls das Atrium betrat und meinte, sie dürfte ihren Augen nicht trauen und deswegen schloss sie diese und öffnete sie dann gleich wieder, doch was sie sehen musste war kein Traum sondern ihr kleiner Bruder. Verwundert sah sie ihn an und kam ihm dann langsam näher. Ja vielleicht hatte sie sogar etwas von einer lauernden Raubkatze an sich, denn es war so sicher wie die Sonne jeden Tag am aufgehen war, dass er etwas ausgefressen hatte und er konnte froh sein, dass so gut wie keiner aus der Familie oder besser gesagt der Vater nicht da war. “Marcus?Was machts du hier? Solltest du nicht in Achaia sein? In der Schule?“ war das erste was sie ihn fragte und blieb vor ihm stehen. Man sah ihr nicht an was sie dachte und auch nicht ob sie sauer war, aber die Wahrscheinlichkeit war sehr, sehr groß, dass sie es war.
Marcus Matinius Mamercus
Ach Du Scheibenkleister, dachte ich nur bei mir, als ich meine Schwester erblickte. Das war ja fast genauso schlimm wie Onkel Plautius übern Weg zu laufen. Aber wie ich so war, nämlich nicht auf den Mund gefallen grinste ich sie keck an. Und Du? Solltest Du nicht in Tarraco sein und Deinem Gemahl aufwarten? Was treibt Dich in die ewige Stadt? Hier verläufst Du Dich doch nur, dachte ich bei mir. Andererseits musste ein klitzekleiner Teil von mir ja gestehen, dass ich mich irgendwie sogar ein ganz ganz klein bisschen freute sie zu sehen. Aber das verdrängte ich so gut es ging. Ich hab Ferien, antwortete ich dann noch ohne rot zu werden.
Matinia Sabina
Er war eindeutig frecher geworden musste sie auf Anhieb feststellen. Er schlug gradewegs den falschen Ton an und deswegen sah sie ihn auch finster an, was sonst nicht ihre Art war, aber da sie ihrem kleinen Bruder kein Wort glaubte zeigte sie es auch. “Zügel deine Zunge mein Lieber sonst fehlt sie dir bald“ zischte sie etwas und legte ihm eine Hand auf die Schulter. Sicher nicht die beste Geste die man von der großen Schwester erwarten konnte, aber etwas anderes schien er grade nicht verdient zu haben. “Ich lebe hier mein Lieber und was mit meinem Gemahl ist, den ich nicht einmal besitze braucht dich nicht zu interessieren. Ich bin hier weil ich hier bin, aber ich bin auch älter als du und wenn du meinst mit einen Vogel aufbinden zu wollen muss ich dich enttäuschen, denn wenn du meinst ich nehme dir die Feriengeschichte ab hast du Pech. Was denkst du wird Vater sagen wenn er hiervon erfährt? Oder Onkel Plautius und ich denke, dass Onkel Fuscus im Moment auch nicht gut auf eine solche Geschichte zu sprechen ist.“ Es war für sie klar, dass sie noch morgen einen Brief an ihren Vater schicken würde, denn das konnte sie nicht angehen, dass er hier so plötzlich auftauchte und keiner davon etwas wusste. Sie war sich sicher, dass er etwas ausgefressen hatte. “Und nun rück mit der Sprache raus.“
Marcus Matinius Mamercus
Wieso sind übrhaupt so viele hier? Sollten Onkel Plautius und Fuscus nicht in Germanien sein? Das ist ja echt Beschiss.... Das Verhalten seiner Schwester gefiel ihm nicht und er entzog ihr den Arm und funkelte sie seinerseits kurz an, ehe er leicht spöttisch meinte. Ja, bei Deinen Haaren auf den Zähnen, wundert es mich nicht, das Vater noch keinen Gatten für Dich gefunden hat. Ich kann nicht behaupten, dass Du Dich zu Deinem Vorteil verändert hast. Und es geht Dich nichts an!
Matinia Sabina
Der Junge brauchte eine Erziehung und das würde sie ihrem Vater noch einmal aufs Auge binden, der Junge war mehr als nur frech und das war ja nicht mehr auszuhalten wie er sich verhielt. Vielleicht hätte er sich vorher überlegen müssen was er da sagte denn kaum hatte er seine ganzen Worte los geworden holte Sabina mit der flachen Hand aus und schlug ihm links und rechts eine ins Gesicht, denn es gab Dinge die musste sie sich nicht bieten lassen und dazu zählte diese Respektlosigkeit von ihrem kleinen Bruder. “Das war ein Fehler mein Lieber. Ich werde mit Onkel Plautius reden damit er sich am besten um dich kümmert und dann wirst du vielleicht endlich mal lernen wie man sich zu benehmen hat“ fauchte sie ihn richtig an.
Marcus Matinius Mamercus
Sag mal, spinnst Du? knallte er zurück und rieb sich die Wangen. Ich glaub mal eher, Dir fehlt was in Deinem Oberstübchen. Was fällt Dir eigentlich ein? Dich sollte mal Dein Zukünftiger richtig rannehmen. Ich schnaufte vor Wut und funkelte sie ebenfalls an. Das ich nun so gegen 180 driftete war zwar nicht gut, weil ich dann meist später bereute, was ich sagte, aber was Anderes fiel mir bei ihr wirklich nicht mehr ein. So bückte ich mich nach meinem Bündel und warf es mir über die Schulter. Ein herzallerliebster Empfang, grummelte ich sie an. Ich gehe!
Matinia Sabina
"Wenn du nicht gleich deinen Mund hälst dann fängst du noch eine und du wirst niergendwo hingehen ich hoffe wir haben uns da verstanden mein Lieber?!" Es war wirklich nur selten, dass sie sauer wurde und, dass man sie so sah, aber er hatte eindeutig das Fass zum überlaufen gebracht und musste sehen wie er die Saurei wieder weg bekam. "Vater wird davon erfahren und am besten er schickt dich in die Legion da wird dir wenigstens mal Benehmen beigebracht werden. So kann das mit dir nicht weiter gehen." Wütend sah sie ihn an und würde ihn auch am Gehen hindern wenn es sein musste.