Quintus Tiberius Vitamalacus
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- Epistolae - Der Briefkasten der Casa Tribuni laticlavii. Private Briefe und Nachrichten an den Tribun und die anderen Bewohner der Casa können hier abgelegt werden. |
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- Epistolae - Der Briefkasten der Casa Tribuni laticlavii. Private Briefe und Nachrichten an den Tribun und die anderen Bewohner der Casa können hier abgelegt werden. |
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Ad Q Tiberius Vitamalacus Tribunus Laticlavius Legio I Traiana Pia Fidelis Mantua, Italia Manius Quinto sou s.p.d. Ich habe erschütternde Neuigkeiten für Dich, Quinte: Deine Schwester Claudia hat sich heute morgen vor dem Minerva-Tempel das Leben genommen. Scheinbar hat sie sich niedergestochen und die angefügten Briefe für Dich und Minervina hinterlassen. Der Grund für ihren Tod scheint ein rätselhafter Orakelspruch gewesen zu sein. Ob dieser auch den exponierten Ort ihres Todes erklärt, kann ich nicht sagen - zu mysteriös sind die Worte der Sybille - ich habe sie Dir abgeschrieben. Offensichtlich haben die Priester, die sie fanden, sich jedoch diskret verhalten - bis jetzt ist Rom auf jeden Fall noch nicht in Aufregung. Ich habe die nötigen Rituale in die Wege geleitet. Die Funus sollten wir möglichst bald abhalten, weswegen ich Dich bitte, so schnell wie möglich zu kommen, um Claudia das letzte Geleit zu geben. Mögen die Götter Dich schützen ![]() KAL APR DCCCLVII A.U.C. (1.4.2007/104 n.Chr.)
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Quintus Tiberius Vitamalacus Geliebter Bruder, ich weiss, dass du mich für das, was ich getan habe verurteilen wirst, doch war es notwendig. Halte mich nicht für feige, denn ich tat es auch zum Wohle der Familie. Ich werde Nova einen Gruss von dir überbringen. Verzeih mir. Claudia |
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Rediviva Minervina Meine kleine Minervina, bitte verzeih deiner alten Tante, dass sie dich verlässt, doch war es notwendig, um das Unglück, dass die Götter für mich und unsere Familie bereithalten abzuwenden. Als Trost bleibt mir nur zu sagen, dass ich so zumindest die Möglichkeit haben werde deinen Vater wiederzusehen. Claudia |
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Dies sind die Worte der Sibylle: Dunkel wirds, der Mond scheint helle, Laufe Biest, verlier dich in der Schnelle! Denn nur das vorwärts wird dich retten, Verharren musst du längst in Ketten. Der Morgen verhangen, von Nebel schwarz, Wie Blut erscheint das Abendrot. Warte, nur warte, Und der Tag ist tot. Die Furien mit dir auf dem gleichen Schiff, Es steuert beharrlich auf das verborgene Riff. Haltlos entfesselt, voll rasender Gier, Wo ist das dort und wo ist das hier? Den Löffel hältst du fest in der Hand, Gräbst dir dein eigenes goldenes Grab, Warte, nur, warte, Und der Tag senkt sich herab. Nach vorn, zurück, im Kreis herum, Weise sind die Weisen, doch wer ist dumm? Schau in dich hinein, sieh dein wahres Gesicht, Wer ist schön, wer ist es nicht? Der Höllenhund ist nah und gierig, Der Odem des Hades ein kalter Hauch, Warte nur, warte, Dann spürst du es auch. |
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Ad Tribunus laticlavius Quintus Tiberius Vitamalacus Legio I Traiana Pia Fidelis Mantua, Italia Mars wache über Dich, tribunus. Du wirst Dich wundern, warum ein fast Unbekannter sich brieflich an Dich wendet, doch meine persönlichen Aufzeichnungen verraten mir, dass ich Deinem guten Rat mein Leben verdanke, welches ich im Überschwang des Schmerzes am tarpeischen Felsen zu verlieren trachtete. Inzwischen nahm mir ein Fieber fast alle Erinnerungen, und es dauerte lange, bis ich meinem Gedächtnis zumindest jenen Tag am Fels verschwommen entreißen konnte, und so soll Dir nun endlich der angemessene Dank für Deine Tat gelten, die mich vor einem Fehler bewahrte. Es wird mir ein Vergnügen sein, Dich bei Deinem nächsten Besuch in Rom gastlich zu bewirten, denn ich erhoffe mir ein gelehrtes und von Ruhe erfülltes Gespräch mit einem erfahrenen Mann wie auch einen angenehmen Abend im Kreise eines Patriziers. Vale, C' Flavius Aquilius Sacerdos Publicus Martialis |
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