[EG] Adedis

Gaius Prudentius Commodus
Adedis

Das Wohnzimmer



Der Wohnraum befindet sich an der
Rückseite des Hauses zwischen dem Tablinum
und dem Triclinium. Der Raum ist, seinem Zweck
als Aufenthaltsraum entsprechend, gemütlich
eingerichtet und es gibt mehrere Liegen und Sessel,
die mit grossen und weichen Kissen ausgestattet sind.

Durch eine Tür in der Rückwand des Raumes, die bei
gutem Wetter meist geöffnet ist, gelangt man in
den Hortus.
Gaius Prudentius Commodus
Commodus sass, gehüllt in eine bequeme Tunika und mit einer leichten Decke um seine Schultern, vor der offenen Hortustür in einem der Sessel. In seinen Händen hielt er eine Abschrift der Reden Ciceros, in denen er las.
Tiberius Prudentius Balbus
Balbus betrat den Wohnraum auf der Suche nach seinem Vater. Ein Sklave im Atrium hatte ihm gesagt, dass dieser sich vermutlich hier aufhalten würde und so war er hierher gekommen.

"Vater?"
Gaius Prudentius Commodus
Der alte Mann war in eine der Reden vertieft als sein Sohn eintrat. Er liess das Schriftstück etwas sinken und schaute seinen Sohn an. Eigentlich war ihm in diesem Moment nicht danach sich zu unterhalten, was ja auch der Grund war, warum er hier sass.

"Ja, mein Sohn?" fragte er.
Tiberius Prudentius Balbus
Balbus nahm sich die Freiheit heraus sich auf einen der freien Sessel niederzulassen und schaute seinen Vater ernst an.

"Ich bräuchte deinen Rat."
Gaius Prudentius Commodus
Commodus seufzte leise und legte die Schriftrolle in seiner Hand zur Seite.

"Worum geht es?" fragte er und versuchte nicht zu sehr zu zeigen, dass er diese Störung nicht sonderlich erfreulich fand.
Tiberius Prudentius Balbus
"Eine Peregrina." begann er. "Eine sehr unerfreuliche Person und eine gefährliche noch dazu."

Er war sich nicht sicher, ob es wirklich gut war, seinen Vater mit in die Sache hereinzuziehen.

"Und zu allem Überfluss will sie mir persönlich auch noch ans Leben."

Er holte ein kurzes Schriftstück hervor und gab es seinem Vater.

   
Salve oh du großer Prätorianer!

Ich möchte, dass du weißt, dass ich keinen Schritt aus dieser Stadt wagen werde. Weder DU noch irgendjemand anderes wird es schaffen mich aus der Stadt zu jagen. Du magst versuchen mir Angst zu machen, aber du schaffst es nicht. Siehe hier, die 7 Tage laufen aus und ich bin immer noch hier. Allerdings wirst du nicht wissen wo ich mich aufhalte, aber ich kenne den Ort oder die Orte wo du sein wirst oder bist. Ich werde dafür sorgen, dass du niemals mehr sicher schlafen kannst, dass du niemandem mehr den Rücken zudrehen kannst ohne befürchten zu müssen, dass ein Dolch sich von hinten in dein Herz bohrt. Vielleicht ist es die alte Frau am Marktstand oder der Junge der dir diesen Brief bringt, die dich töten werden, aber sicher weißt du, dass ich es mir nicht nehmen lassen werde es selber zu tun.

Du wirst mich nicht finden, aber ich dich! Vielleicht nicht heute und auch nicht morgen, aber bald und zwar dann wenn du am wenigsten damit rechnest werde ich da sein und auf dich warten.

Luciana

Mhorbaine
Mhorbaine führte Celeste in den Wohnraum.

"Herr, diese junge Dame wünscht dich zu sprechen." sagte er an Balbus gewandt.
Celeste
Celeste war dem Mann gefolgt und stand nun hinter diesem und wartete darauf eingelassen zu werden. Sie hoffte, dass dies nicht mehr all zu lange dauern würde.
Gaius Prudentius Commodus
Commodus war damit beschäftigt das Schreiben zu lesen, als eine weitere Störung auftauchte. Er schaute zur Tür und hätte gerne alle weggeschickt, doch der Inhalt des Schreibens unterstrich die Dringlichkeit des Anliegens seines Sohnes.
Tiberius Prudentius Balbus
Balbus schaute auf und rechnete damit Luciana vor sich zu sehen. Dass es nur ihre Schwester war beruhigte ihn jedoch nicht sonderlich. Er nickte und winkte sie hinein.
Mhorbaine
Mhorbaine liess Celeste eintreten und trat selbst einige Schritte zurück, um sich vor der Tür zu postieren.
Celeste
Als sie das Winken sah, drängelte sie sich an dem Mann vorbei und trat näher.
"Prudentius Balbus? Ich muss mit dir allein sprechen wenn es geht."
Dass der mann sein vater war, wusste sie ja nicht und dass ereingeweiht war in die ganze Geschichte erst recht nicht.
Tiberius Prudentius Balbus
"Wenn es um deine Schwester geht, so sprich." sagte er, denn er war sich sicher, dass es um Luciana gehen würde.

"Mein Vater wird sicherlich ebenfalls daran interessiert sein, zu erfahren, was du zu sagen hast." Bei diesen Worten deutete er auf den alten Senator, der noch immer auf Luciana's Brief schaute.
Celeste
Das passte nun ganz und gar nicht. Sie wollte ihrer Schwester helfen und ihr nicht noch Ärger machen und vor allem wollte sie mit ihm sprechen und nicht mit dem Mann, der noch daneben saß. Das passte ihr alles überhaupt nicht.
"Ich habe nichts mehr zu sagen und werde nun besser gehen."
Lieber würde sie selbst etwas tun als es jemandem anderen auf die Nase zu binden und so wand sie sich um um den Raum und die Casa zu verlassen.
Tiberius Prudentius Balbus
"Wo ist sie, Celeste?" fragte er, als sie bereits den Raum verlassen wollte. "Ich weiss, dass sie noch in der Stadt ist und ich weiss was sie vorhat."

"Sag mir wo sie ist oder sie wird das, was sie plant vermutlich nicht überleben."

Er schaute sie an und hoffte, dass sie erkannte, dass er recht hatte.
Celeste
Sie hatte sich umgewandt und war schon einige Schritte gegangen. Balbus Worte ließen sie jedoch stehen bleiben. Einen Moment überlegte sie. Sollte sie nun gehen oder war es wirklich besser zu bleiben und zu erzählen was sie wusste. Doch was wusste sie? Im Grunde wusste sie nichts. Nun ja...eines wusste sie. Dieser Mann hatte recht und das ziemlich sicher sogar.
"Kannst du ihr helfen? Kannst du ihr wirklich helfen? wenn ich sage, was ich weiß dann möchte ich dein Wort, dass sie nicht eingesperrt wird."
Nun wand sie sich um und sah ihn fragend an. Von seiner Antwort hing es ab ob sie gehen würde oder bleiben und erzählen.
Tiberius Prudentius Balbus
Balbus überlegte einen kurzen Moment, dann sagte er: "Ja, ich kann ihr helfen und ich werde ihr helfen. Wenn sie sich helfen lässt."
Celeste
Das war wohl das größte Problem an der ganzen Sache. Luciana würde sich wohl nicht helfen lassen. Doch einen Versuch war es wert. Also trat sie wieder näher und musterte den anderen Mann skeptisch.
"Ich möchte dennoch allein mit dir sprechen."
Für sie war es etwas vertraurliches und dies hatte sie nicht vor vor anderen nun auch noch zu erzählen.
Gaius Prudentius Commodus
"Ich sehe schon, ich bin in meinem eigenen Haus nicht sonderlich erwünscht." sagte Commodus sarkastisch und erhob sich. Er gab Balbus den Brief zurück und kommentierte ihn mit den einfachen Worten: "Bei aller Objektivität und Würde, die mein Amt vorraussetzt, wäre mein Rat schlicht und ergreifend der, dass du diese Person für den Rest ihres Lebens einsperren lassen solltest."

Er schaute Celeste missmutig an und verliess kurz darauf den Raum.