Casa Quintilia - Eingang

Marcus Quintilius Montanus
Drei steinerne Stufen führen zu einer schlichten, jedoch soliden Tür.

Direkt vor dieser ist ein kleines Mosaik gelegt:





(Es ist noch vom Vorbesitzer)
Spurius Purgitius Macer
Galeo Ennius Cerealis war ein kleiner, freundlicher Mann. Seit Jahren stand er im Dienst der Cura Aquarum der Stadt Rom. Wechselnde Curatores hatte er erlebt und an ungezählte Haustüren hatte er geklopft, um das Wassergeld einzutreiben. Und noch immer machte die Aufgabe ihm Spass. Sein Blick, seine Worte und seine Gesten gaben jedem Hausbesitzers das Gefühl, dass sich Cerealis freute, ausgerechnet jetzt ausgerechnet diesen Hausanschluß überprüfen zu dürfen.

Heute also in dieser Straße. Routiniert klopfte er an die solide Tür und wartete darauf, dass ihm geöffnet wurde.
Nerva
Es dauerte eine Weile, bis endlich Schritte hinter der Türe zu vernehmen waren. "Wo steckt nur dieser Taugenichts!", maulte Nerva etwas entgeistert, da sie gerade etwas am Kochen hatte, auf das sie eigentlich aufpassen musste. Aber Burrus war mit den Herrschaften in Mogontiacum und der andere Tagdieb ließ sich mal wieder nicht blicken. Und dass Fundulus sich einmal erheben und etwas tun würde geschah ja in hundert kalten Wintern nicht!

Schließlich wurde die Tür geöffnet und eine hochgewachsene, mürrisch und fast erhaben dreinschauende Frau schaute ihn von oben her an. Sie benahm sich gradezu als wäre sie die Dame des Hauses in Person. Weit gefehlt. Denn so war sie jedenfalls nicht angezogen. "Ja bitte?", fragte sie in einem drängelnden Ton. Sie wollte hier nicht unnötig ihre Zeit verschwenden.
Spurius Purgitius Macer
"Sei gegrüßt, ich komme von der Cura Aquarum zur Überprüfung der Wasserleitungen", beantwortete Cerealis die Frage mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht. "Ennius Cerealis ist mein Name und ich möchte dazu auch gar nicht lange stören."
Nerva
"Lange stören lassen kann ich mich auch gar nicht, da ich grade eigentlich gar keine Zeit habe." Am liebsten hätte sie ihn abgewiesen und fortgeschickt und ihm gesagt er sollte wiederkommen, wenn Montanus daheim ist. Den hätte sie dann dazu gezwungen sich darum zu kümmern. Aber bei Fundulus ging das nicht. Mürrisch trat sie beiseite und bat den Herrn herein.

"Leider bin im Moment nur ich zu Hause, du musst also mit mir vorlieb nehmen. Wo genau soll ich dich denn hinführen?", fragte sie, da sie nicht so recht wusste, was der Mann jetzt genau sehen wollte.
Spurius Purgitius Macer
"Vielen Dank", antwortete Cerealis völlig unberührt vom mürrischen Auftreten der Frau, die ein ganzes Stück größer war als er selbst und trat ein. "Ich muss mich einmal davon überzeugen, dass an eurem Wasserrohr nichts verändert wurde, dann kann die Abrechnung zum selben Tarif wie im letzten Jahr erfolgen."

Er zog eine Wachstafel aus seiner Ledertasche und blickte darauf. "Der Anschluß müsste in der Küche liegen", erklärte er dann, obwohl er in der Regel erwartete, dass sich die Hausbewohner selber gut genug auskannten.
Nerva
Nerva war ja nicht die Hausdame und von daher fand sie es nicht weiter dramatisch ihr Unwissen kund zu tun. Um sowas hatten sich bisher immer die Brüder gekümmert. Nerva gab diese Tatsache einen weiteren Anlass zum Schnaufen. Sie mochte es gar nicht leiden, dass jede Verpflichtung nach und nach auf sie abgewälzt wurde. Und die Wasseranschlüsse kontrollieren zu lassen war eindeutig nicht ihr Zuständigkeitsbereich - so fand sie zumindest.

"Dann folge mir bitte in die Culina.", sagte sie sodann mit ihrem üblichen, mürrischen Ton und führte ihn dorthin.