[COLLEGIUM PONTIFICIUM] Contio des Collegium Pontificium

Manius Flavius Gracchus
"Auch ich stimme Tiberius zu. Zudem besteht wie bereits angedeutet nicht im Geringsten die Notwendigkeit, die durch den Architectus verrichtete Arbeit durch eine Inschrift zu entlohnen. Gegenteilig, es ist viel mehr unsere Verpflichtung gegenüber dem Volk von Rom, die über lange Zeit hinweg gesammelten Spendengelder für die Renovierung des Tempels des Mars Ultor endlich ihrem Zwecke zuzuführen. Falls dies in Vergessenheit sollte geraten sein, so möchte ich daran erinnern, dass eigens zu diesem Zwecke sogar Spiele ausgerichtet worden sind, ganz zu schweigen von den zahlreichen Dotierungen aus der Bevölkerung, welche immer wieder in die Kassen des Cultus ihren Weg finden, schon seit der Zeit, als ich selbst noch im Tempel des Mars Ultor als Commentarius diente und ein erster offizieller Aufruf dazu getätigt worden war."
Gracchus wollte nicht explizit darauf hinweisen, wie lange dies schon war, doch dass er nun als Pontifex in eben diesem Collegium saß, sollte Hinweis genug sein. Dennoch entschloss er sich, einen Schritt weiter zu gehen.
"Wie alle öffentlichen Kassen, so ist auch die Kassen des Cultus Deorum staatlichen Kontrollen zu unterziehen Pflicht der Aedile. Ich möchte ungern in Verlegenheit kommen, dem Volk von Rom erklären zu müssen, dass die zur Renovierung des Tempels des Mars Ultor gesammelten Gelder am Ende nicht eben diesem Zwecke wurden zugeführt."
Mochte es auch wie eine Drohung klingen, so war es nurmehr der Wahrheit letzter Kern. Bereits für das Wohl des Staates, des Imperators und seines Volkes im öffentlichen Opfer die Wahrheit zu beugen, so es notwendig war, fiel Gracchus nicht leicht, doch er würde nicht für ein Collegium über solcherlei Ungereimtheiten hinweg sehen, da es ohnehin keinerlei Grund dazu gab.
Manius Tiberius Durus
Der Rex Sacrorum sah erstaunt auf, als er Gracchus' Einwand hörte. Dann jedoch blickte er zu Volturnius Leto, der sicherlich auch die zweckgebundenen Spenden verwaltete. Dieser blickte beschämt zu Boden, dann erhob er sich jedoch und räusperte sich.

"Ich muss Flavius zustimmen. Wir haben 10 222 Sesterzen an Spenden für den Tempel des Mars Ultor - ich hatte das vergessen."

Durus sah erstaunt auf. 10222 Sesterzen vergessen? Das klang aber nach einer ganz unsauberen Aktion! Genaugenommen klang das sogar nach Unterschlagung von Staatseigentum und Betrug am Bürger!

"Du hast 10 222 Sesterzen vergessen, Volturnius?"

fragte er ungläubig. Der Pontifex Minor wirkte weiterhin beschämt und meinte kurz

"Nunja, bei der ganzen Debatte um Verewigungen und so weiter..."

"Damit hätten wir diese endlosen Debatten übergehen können! Das ist ja ungeheuerlich!"

"Nunja, es hätte ja auch andere renovierungsbedürftige Tempel gegeben..."

Der Tiberier schüttelte den Kopf. Dieses ganze Geld war extra für den Tempel gespendet worden und nun wollte dieser kleine Verwalter es irgendwie umlenken? Also wirklich...

"Dann würde ich vorschlagen, dass wir mit Germanicus Avarus in Verhandlungen treten. Er soll sich den Tempel ansehen und sagen, wie hoch die Kosten sein werden."

warf Fabius Antistes ein und zustimmendes Gemurmel erhob sich. Durus wollte allerdings nicht, dass dem Germanicer zu viel freie Hand gelassen wurde - am Ende haute er sie alle übers Ohr!

"Wir sollten ihm dabei allerdings auf die Finger sehen - Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Ich würde mich dazu bereit erklären."

Wenn er es machte, konnte er sich wenigstens sicher sein, dass niemand bestochen wurde - Avarus war alles zuzutrauen!
Manius Flavius Gracchus
Dass Senator Tiberius sich um die Verhandlung und Kontrolle würde bemühen, schien auch Gracchus eine gute Lösung, immerhin war bekannt, dass Durus nicht eben des Germanicers bester Kumpan war, so dass bei der Arbeit kaum unlautere Handlungsweisen sich würden einschleichen können. Auch allgemeinhin war die Akzeptanz des Vorschlages groß, nicht immer allfällig ob der tatsächlichen Überzeugung der Pontifices, sondern durchaus aufgrund der Tatsache, dass jene nicht selbst die Aufgabe würden übernehmen müssen. So wurde denn beschlossen, die Causa Senator Tiberius zu überantworten, womit sie für diesen Tag abgeschlossen war.
Manius Tiberius Durus
An diesem Tag wurden die Pontifices zusammengerufen, um den neuen Kaiser zum Pontifex Maximus zu wählen. Daher erschien Durus etwas früher in der Hoffnung, ein paar Worte mit dem neuen Herrn des Reiches zu wechseln - persönliche Kontakte zu ihm würden sich sicher positiv auf der Karriereleiter auswirken.

Als er jedoch erschien, war nur Fabius Antistes, der ein paar Worte mit dem Flamen Dialis wechselte. Dieser saß jedoch - wie seit geraumer Zeit - krank in seinem Stuhl. Er hatte sich wohl extra aus dem Krankenbett gequält, um den neuen Herrn aus der Nähe zu sehen.
Manius Flavius Gracchus
Es war bereits ein wenig her, dass Gracchus' Bewusstsein in die Realität hatte zurück gefunden, doch noch immer fühlte er sich unkoordiniert mit seinem Leibe, welcher ihm stets schwer und schlaff wie ein nasses Leinentuch erschien, hatte er Schwierigkeiten, sich auf die Welt um sich herum zu konzentrieren und ihr zu folgen, und sprach nur wenig. Niemals hätte sein Sklave Sciurus ihn in diesem Zustand aus der Villa gelassen, doch dessen Fehler war es gewesen, seinen Herrn von der anstehenden Contio zu unterrichten, gleichsam über den bedeutsamen Inhalt jener anberaumten Sitzung. Ungebrochen war Gracchus' Pflichtbewusstsein, selbst gegenüber einem Kaiser, dessen possible Aktionen er noch immer fürchtete, und so wenig Worte er mit seinem Sklaven hatte gewechselt, so deutlich waren sie ausgefallen. In der Sänfte war der Weg von der Villa Flavia aus bis zur Regia ohnehin keine Mühe, dagegen um so mehr der Weg die Stufen hinauf, durch die schier endlosen Gänge, deren Endlosigkeit Gracchus nie zuvor so deutlich gewesen war, bis in den Versammlungssaal. Sein Leibsklave Sciurus stützte ihn und vor Durchschreiten der großen Eingangstüre suchte Gracchus seine Schultern zu straffen, das Kinn zu heben, doch gänzlich gelingen wollte es nicht. Obgleich er jedoch hatte an Gewicht verloren, noch immer blass und auch äußerlich ersichtlich war, dass er sich nicht gänzlich konnte koordinieren, so konnte sein Anblick glücklicherweise längstens nicht mit dem des Flamen Dialis konkurrieren, welcher seit Jahren an seinem Leiden laborierte, gleichsam hielt sich hartnäckig das Gerücht, der Flamen wäre auch geistig bereits stark in Mitleidenschaft gezogen, wohingegen sich Gracchus gänzlich sicher war, dass sein Geist noch immer einwandfrei arbeitete - obgleich der Flamen Dialis auf sich selbst bezogen durchaus ähnlich mochte denken. Nachdem er seinen Herrn bis zu dessen Sitz hatte geleitet zog Sciurus sich zurück, und Gracchus mühte sich um eine Begrüßung der bereits Anwesenden. In Gedanken beschlossen war sie schnell, auch der Wille auf den Weg gebracht, doch was sich schließlich über seine Lippen quälte war ein äußerst stimmloses Salvete, gleichsam schien der ein oder andere Vokal darin mehr Anschein eines Tones denn tatsächliche Existenz. Als jenes marode Wort zurück durch Gracchus' Ohren, durch die merkwürdige Umhüllung seiner Sinne bis in seinen Geist gedrungen war, wandte er langsam ein wenig den Kopf, suchte sich mit seinen Augen an den Linien am Boden der Regia zu halten, um nicht in jene der Anwesenden blicken zu müssen. Viel mehr noch als die Inkoordination seines Leibes schmerzte ihn die Unmöglichkeit seiner Sprache, der Verlust einzelner Buchstaben, Silben oder gar Worte auf dem Weg vom Gedanken bis hinaus in die Welt, gleichsam war ihm dies äußerst unangenehm, da er sich ohne Worte mehr als nur nackt fühlte. Ein wenig war es wie in einem Albtraum, doch deplorablerweise war Gracchus sich des Wachens nur allzu gewahr.
Manius Tiberius Durus
Als Gracchus eintrat, musste Durus erstaunt eine Augenbraue heben. Der Aedilis Curulis wirkte stark angeschlagen, blass, dünn und etwas fahrig. Zwar gab er sich offensichtlich alle Mühe, seine Krankheit nicht nach außen bemerkbar zu machen, dennoch war es unmöglich, diese zu verbergen. Durus grüßte ihn mit einem

"Salve!"

das dieser allgemein erwiderte. Da der Kaiser noch immer nicht hier war, nahm Durus ebenfalls Platz und harrte der Dinge, die kommen mochten...
GAIUS ULPIUS AELIANUS VALERIANUS
Auch wenn er schon an der Seite seines Vaters gewisse kultische Pflichten verrichtet hatte, waren Valerianus die Innereien der Regia des Cultus Deorum weitgehend umbekannt. So brauchte er auch einen Führer, der in an diesem Tag in den Sitzungsraum geleitete, in dem seine Ernennung zum Pontifex Maximus stattfinden sollte. Wunschgemäß war der Termin erst auf den dritten Tag nach seinem Einzug in Rom gelegt worden, so dass er sich mit einem freien Tag bis hier her von den Strapazen des Einzugs ein wenig erholen konnte. Trotzdem machte er auch in kleinerer Runde denselben schwachen Eindruck wie auf dem Forum, auch wenn er in der Runde der Pontifices augenscheinlich nicht der einzige war, der mit der Gesundheit zu kämpfen hatte.

Auf allgemeine Begrüßungsworte verzichtete er, machte stattdessen eine Runde durch den Raum, um die Anwesenden einzeln zu begrüßen, bevor er den ihm zugewiesenen Platz einnahm.
Narrator Italiae
Fabius Antistes redete gerade mit dem Flamen Dialis (das bedeutete, dass er auf ihn einredete, denn dem Flamen bereitete es Anstrengung, länger zu antworten), als der Augustus eintrat. Sofort kam der Rex Sacrorum ihm entgegen und begrüßte ihn überschwänglich. Er geleitete ihn daraufhin auf seiner Runde und stellte jeden Pontifex, jede Sacerdos Vestalis und jeden Flamen mit Namen vor. Dann wies er ihm seinen Platz und begab sich selbst auf den seinen. Er begann:

"Hiermit eröffne ich die Contio Decima Tertia diesen Jahres."

Er sah hinüber zu Valerius Mercurinus, seinem Schreiber, der in einer Ecke saß und alles protokollieren durfte. Die Anwesenheit wurde kontrolliert, wobei es augenscheinlich war, dass niemand fehlte (mit Ausnahme derjenigen, die außerhalb Roms in Staatsdiensten unterwegs waren).

Endlich konnten die Anfangs-Zeremonien, die für eine solche Contio vonnöten waren, vollzogen werden. Schließlich kam man zum ersten und einzigen Tagesordnungspunkt der Sitzung:

"Heute haben wir, das Collegium Pontificium, erneut die staatstragende Aufgabe, die wohl zu den nobelsten unserer Vereinigung gehört: Die Bestimmung unseres Oberhauptes, des Wahrers des Pax Deorum und Vorgesetzten aller Priester des Imperium Romanum.

Seitdem unsere Ahnen Rom gründeten, war es stets nur den angesehensten Männern mit größter Auctoritas beschieden, dies heilige Amt zu bekleiden. Ich brauche euch keine Namen aufzählen - jeder von uns kennt sie! Zuletzt hat der ehrenwerte Imperator Caesar Augustus Lucius Ulpius Iulianus dieses Amt voller Würde bekleidet.

Der hier anwesende Caius Ulpius Aelianus Valerianus hat sich aus diesem Grund um dieses Amt beworben. Ich selbst muss seine Kandidatur unterstützen, denn wer überragt ihn an Auctoritas? Wer ist besser geeignet als der Enkel eines Gottes, sich um den Frieden zwischen Menschen und Göttern zu kümmern?"


Antistes blickte in die Runde. Niemand schien etwas einwenden zu wollen, was wohl in Anwesenheit des Kaisers auch eine kluge Entscheidung war.

"Obschon ich es mir nicht vorzustellen vermag, stelle ich die Frage dennoch: Hat irgendjemand von einer weiteren Kandidatur gehört?"

Selbstverständlich meldete sich auch hier niemand zu Wort und der Fabier ließ sowieso nur wenige Sekunden Zeit. Stattdessen fuhr er rasch fort (ob er heute noch eine Verabredung hatte?).

"Keine? Gut. Dann können wir ja direkt zur Abstimmung treten. Möge jeder seine Sententia abgeben!"

Damit blickte er neben sich zum Flamen Dialis, der in seinen Stuhl zusammengesunken dasaß und etwas verwirrt aufblickte, als ihn alle ansahen. Mit schwacher Stimme meinte er dann

"Ich unterstütze den Antrag."

Als nächstes wurde der Flamen Quirinalis gefragt, dann der Flamen Martialis. Es folgten die Vestalinnen, angefangen bei der Virgo Vestalis Maxima, und dann erst die Pontifices. Als die beiden Dienstjüngsten kamen Tiberius Durus und Flavius Gracchus ziemlich am Ende.

"Manius Tiberius Durus?"

Nach der Antwort des Tiberiers war der Flavier an der Reihe.

"Manius Flavius Gracchus?"

Schlussendlich waren noch die Pontifices Minores zu befragen, dann würde das Ergebnis feststehen...



Manius Flavius Gracchus
Der neue Kaiser des römischen Imperium war nicht eben eine furchteinflößende Erscheinung, dennoch erfasste ein unscheinbares Zittern Besitz von Gracchus' Händen als Ulpius Aelianus den Raum betrat und seine kurze Begrüßungsrunde vollzog, denn es war die erste Gelegenheit für ihn, sich ein Bild von jenem Imperator zu machen, welcher in Rom ein so unbeschriebenes Blatt und damit gleichsam so unberechenbar war. Für Gracchus jedoch änderte sich an der Leere des Blattes nicht viel, denn abgesehen davon, dass das gesamte Geschehen nur in zähem Fluss in seinen Sinnen anlangte, hielt sich der designierte Pontifex maximus knapp bei der Begrüßung jener Männer, von welchen er selbst kaum einen näher zu kennen schien, überließ das Wort alsbald dem Rex sacrorum. Jener redete viel, sagte jedoch nur wenig. Ohnehin war dies alles keine Notwendigkeit, nur reine Zeremonie, keine Entscheidung, keine Wahl, nicht einmal für den Kaiser selbst. Die Worte tropften zäh in Gracchus' Hirn, dann wieder rauschten sie an ihm vorbei wie der Tiber bei Hochwasser, bis dass die Abstimmung bei ihm war angelangt, das Echo seines Namens von den Wänden der Halle wurde verschluckt. Mit einem Male wurde ihm bewusst, dass er die Worte hatte vergessen, welche er bereits seit Beginn der Stimmabgabe in sich gesucht und zu eigen gemacht, aufgesammelt und festgehalten hatte. Er blinzelte und griff in seinem Inneren nach jenen Brocken, welche ihm geblieben waren, sortierte sie in der rechten Reihenfolge, bis dass er glaubte, wie an einer Kette aufgereiht sie in die Welt entlassen zu können. Widerwillig jedoch nur wollten sich die Laute aus seiner Kehle lösen, doch nicht etwa deswegen da er bei freier Wahl allfällig nicht gar so eindeutig hätte für Aelianus gestimmt, dessen Zorn auf die Flavier er noch immer befürchtete.
"Keine ... Ein...wände."
Die Einwände waren halb verschluckt, die wände fast verloren auf dem Weg von Absicht zu Tat, doch immerhin das keine drang laut genug über seine Lippen, als dass es durch die Akustik des Raumes verstärkt nicht seine Zustimmung hätte Kund getan.
Manius Tiberius Durus
Wieder einmal hatte Durus das Gefühl, dass der neue Kaiser keine übermäßig imposante Erscheinung war. Sein Bart ließ ihn eher etwas wild wirken, was aber überhaupt nicht mit seiner Krankheit zusammenpasste. Dennoch war auch ihm klar, dass es hier nicht um irgendeine Wahlmöglichkeit ging, sondern allein um eine reine Formalität. Also antwortete auch der Tiberier prompt mit einem

"Ich unterstütze ebenfalls den Antrag."

Danach lehnte er sich zurück und fragte sich, ob das alles ein gutes Ende nehmen würde...
Narrator Italiae
Jeder Pontifex, jeder Flamen und jeder der anwesenden Vestalinnen unterstützte den Antrag des Rex Sacrorum (wie erwartet). Nachdem jeder einzeln befragt worden war, schloss der Rex Sacrorum daher:

"Ich stelle fest, dass die Cooptatio des Pontifex Maximus eindeutig ist. Der Zustimmung der Sterblichen ist klar, nun brauchen wir die der Götter. Aus diesem Grund setze ich eine Inauguratio vor den Comitia Calata für den morgigen Tag an."

Damit war der Tagesordnungspunkt auch schon abgehakt. Fabius Antistes erhob sich und löste die Sitzung auf. Morgen würden alle wieder vor der Curia Calabra auf dem Capitolium zusammentreten und die Inauguratio verfolgen.

Zu Gratulieren gab es noch nichts - erst die Inauguratio bestimmte die Zulassung zum Amt. Es war jedoch jedem klar, dass es eigentlich keine andere Möglichkeit gab, als dass Valerianus von Iuppiter akzeptiert werden würde...



GAIUS ULPIUS AELIANUS VALERIANUS
Wenn nur alle Termine so wenig anstrengend gewesen wären wie diese Sitzung des Collegium Pontificium hätte Valerianus sich wesentlich besser mit dem Amt des Kaisers anfreunden können. So konnte er wenigstens verbuchen, nicht laut sprechen zu müssen und trotz eines wichtigen Auftritts nur wenig Kräfte zu verbrauchen. So aufmerksam wie man in dieser Stille noch bleiben konnte, folgte er mit den Blicken den einzelnen benannten Flamines, Vestalinnen und Pontifices, um deren Meinungen anzuhören.

Zwar gab es am Ende noch nichts zu gratulieren, doch immerhin gehörte es sich wohl, einen Dank auszusprechen.

"Ich danke für eure einhellige Zustimmung. Wir werden sehen, ob sich die Götter ebenso einig sind wie das ehrenwerte Kollegium."