[Trans Tiberim] Eine kleine Taverne

Lacedaemonius Dapyx
Lacedaemonius hatte hier übernachtet als er gestern zu Hause ausgezogen war. Nun hatte er diese Spelunke als Wohnsitz angegeben und den Wirt gebeten, ihn noch ein paar Tage hier übernachten zu lassen. Dieses Überreden hatte ihn seine letzten Ersparnisse gekostet und jetzt war er mehr als vorher von den Vigilen und ihrer Zusage abhängig.
Das hatte er natürlich nicht gesagt, als er bei dem Optio im Officium gesessen hatte.

Nun wartete er also auf die Zu- oder Absage der Vigiles.
Lacedaemonius Dapyx
Er hatte den ganzen Tag in der Taverne mitgeholfen, um eine weitere Nacht aufschub zu bekommen. Sonst würde er womöglich rausfliegen bevor die Antwort der Vigiles hier eintreffen würde. Lange würde der Wirt das nicht mehr mitmachen, aber Lacedaemonius hoffte auch, dass er nicht mehr lange hier bleiben müsste.

Vielleicht suchte die Classis ja noch fähige Leute, die war seinen Informationen nach in Misenum, mal sehen. Als Botenjunge war er zu alt, als Schreiber schrieb er nicht gut genug und seine Rechenkünste waren auch eher mäßig, ihm blieben nicht viele Alternativen...
Tiberius Octavius Dragonum
Es regnete mal wieder, die Wolken schienen sich gerade vor Trauer nur so auszuheulen, und das natürlich wieder wenn Manius einen Botengang zu erledigen hatte ... konnte sowas nicht passieren wenn er schlief oder an Tagen an denen er drinnen arbeitete? hmm es lies sich ja doch nicht ändern ...

Als er die Taverne erreichte klopfte er an die Tür und wartete bis ihm geöffnet wurde ...

Grachus hasste die Arbeit in der Taverne bei seinem Onkel, seine Eltern hatten ihn hier wiedermal abgeladen auf ihrem Weg nach Venetia und nun bekam sein Onkel wieder Gelegenheit ihn wie einen Sklaven umherzuscheuchen. Auch an diesem Abend war Grachus schon wieder müde und konnte kaum noch stehen während er den Fußboden der Taverne fegte, sofern man das bei dem großen Anteil von Wein und Erbrochenem auf dem Fußboden noch fegen nennen konnte. Draußen war ein mieses Sauwetter deswegen war der Laden auch um diese Zeit noch gut besucht, also für eine billige Absteige ... Augenzwinkern
Und in eben diesem Moment klopfte es an der Tür, Grachus ging hin stieg auf den Schemel der hinter der Tür stand und spähte durch die kleine Lucke nach draußen. Auf der Straße stand ein Soldat der Vigile. Blitzschnell sprang der Junge vom Schemel und rief seinem Onkel zu : "Vigile!" schon wurden eifrig Fässer versteckt und Wassereimer hinter der Thecke bereitgestellt, schließlig konnte man es sich nicht leisten deswegen eine Strafgebühr zahlen zu müssen.
Grachus lies den Vigil herein und begrüßte ihn freundlich: "Salve! Wein oder Lupa?

Manius hatte nun schon geschlagene 10 Minuten gewartet als ihm endlich geöffnet wurde, doch kaum hatte er seinen ersten Schritt in die Taverne getan wurde ihm schon seine erste Bestellung abverlangt, was Manius zum einen leicht erröten ließ und zum anderen zu folgender Antwort bewegte: "Weder noch Junge! Ich bin hier auf geheiß des römischen Imperiums und soll ein Dokument an den Peregrinius Lacedaemonius Dapyx überreichen!"
Das laute durchatmen des Wirtes konnten wahrscheinlich selbst seine Kunden noch hören und das obwohl diese zwar direckt vor ihm saßen aber, aufgrund der fortgeschrittenen Stunde und der damit einhergehenden Alkolisierung, weiter Entfernt waren als der nüchterne Vigil der sich angesichts des Fußbodens gerade wünschte geschlossenes Schuhwerk zu tragen ...

Grachus nickte eifrig und nahm den Brief entgegen, "Ja ja in Ordnung ich geb ihm den Brief! Danke!" kaum das er seinen Satz zuendegesprochen hatte begann Grachus den SOldaten langsam wieder "hinauszubegleiten" ...

Manius nickte nur auf die Worte des Jungen und gab ihm die Schriftrolle in die Hand, als er sich allerdings umdrehte um noch etwas dazu zu sagen sah er nur noch wie vor seiner Nase die Tür zuviel. So stand er nun da der arme, nasse Vigil mit erhobenem Zeigefinger und offenem Mund und fragte sich insgeheim ob er auch jemals so dreist gewesen war ...

   
Befehl

Lacedaemonius Dapyx

Melde dich unverzüglich in der Castra Vigilum bezüglich eines Vorsprechens beim Praefectus Castrorum Caius Octavius Cato!

gez. Drusus Helvetius Parsus
Optio Tabellarii


Lacedaemonius Dapyx
Sim-Off: Ich schmeiß mich weg, sehr geil! Applaus


Lacedaemonius war gerade mit dem "aufsammeln" von Weinresten beschäftigt, als ihm der Wirt einen Brief übergab. Er las ihn sorgfältig, jubilierte innerlich und ging dann los, um sich regenfeste Kleidung anzulegen. Dann begab er sich umgehend zur Castra der Vigiles, denn so war der Befehl ja verfasst.
Cadmus Sicanus
Die Nacht legte sich gerade über die Dächer der ewigen Stadt, als Sicanus und seine Schwester – nach längerem Suchen – endlich die kleine Taverne erreichten, von welcher ihnen ihr Freund aus Sicilia berichtet hatte.

Als die Geschwister vor dem Eingangsportal der Taverne standen, blickten sich beide unsicher an. Die Taverne war weit weniger einladend, als sie der Freund aus Sicilia beschrieben hatte. Für einen Augenblick dachte Sicanus gar, dass sie geschlossen sei, doch dann wankte ein Mann aus der Tür und sank - volltrunken - neben dem Eingangsportal zu Boden…er schien eingeschlafen zu sein.

Na ja, es ist ja nur für ein oder zwei Nächte… - dachte sich Sicanus.

Die Geschwister atmeten tief durch und traten gemeinsam ein. Die Taverne war klein und eng. Das Licht war gedämpft und es lag ein merkwürdiger – kaum definierbarer – Geruch in der Luft.

Sicanus verhandelte kurz mit dem Wirt, doch nachdem Sicanus eine Sesterze auf den Tisch gelegt hatte, gestatte der Wirt ihnen schließlich die Nacht im Hinterzimmer zu verbringen.

Dort angekommen, bat Sicanus seiner Schwester die kleine Pritsche an. Er selbst breitete ein Laken auf dem Boden aus und legte sich hin. Das Zimmer war unbequem, kalt und definitv überteuert. Aber was sollten sie tun? Sie waren neu in Roma und kannten hier niemanden. Und wie sagte doch schon seine Mutter:

„iucundi acti labores“ – „angenehm sind überstandene Mühen“

Hoffen wir es, dachte sich Sicanus, denn zu irgend etwas mussten die ganzen Strapazen, die ihnen Zeus auferlegt hatte, ja schließlich gut sein…

Über diesen Gedanken schlief Sicanus ein. Es war keine angenehme Nacht und so kalt wie das Zimmer, so kalt waren auch seine Träume...
Cadmus Sicanus
Sicanus und Eurydice weilten nun bereits seit einigen Tagen in Roma. Seit ihrer Ankunft verbrachten sie die Tage in einer kleinen, kaum ansehnlichen Taverne jenseits des Tiber.

Sicanus hatte kaum noch Hoffnung, dass der Bote aus dem Palast erscheinen würde. Wie auch, als der Miles ihn nach seiner Unterkunft fragte, konnte er kaum mehr als den Stadtteil nennen. Kannte er doch damals weder den Namen der Taverne, noch den Namen der Straße, in welcher sich die Taverne befand. Hatte er doch selbst die Taverne letztlich nur durch beharrliches Fragen gefunden.

Sicanus war hin- und hergerissen. Zwar hatte man ihn angewiesen zu warten aber mit jedem Tag schrumpften die kläglichen Ersparnisse der Geschwister. Wenn Sicanus nicht bald eine Anstellung finden würde, würden seine Schwester und er ihr Obdach verlieren. Dies durfte, dies konnte Sicanus nicht geschehen lassen.

Und als wären diese Sorgen nicht schon groß genug, schien es so, als ob Eurydice erkrankt sei. So nah am Tiber gelegen, war die Luft der Taverne – tags wie nachts – feucht und kalt. Die Wände ihres provisorischen Heims färbten sich teils schwarz, teils grün – und dies bestimmt nicht, weil der Wirt die Wände hat streichen lassen…

Sicanus wusste, dass diese Umgebung nicht gut für Eurydice war. Er wusste, würde er noch länger warten, so könnte Eurydice womöglich ernsthaft erkranken.

Also fasste Sicanus den Entschluss die kaiserliche Torwache erneut aufzusuchen. Doch vorher würde er noch ein ausgedehntes Bad nehmen und sich auf dem Markt, von den letzten Ersparnissen, eine neue Tunika kaufen. Es war riskant die letzten Sesterzen für Kleider auszugeben. Aber Sicanus hatte keine Wahl. Der faulige Geruch hatte sich bereits in den Kleidern festgesetzt. Und so konnte er unmöglich vorsprechen.

Sicanus nahm das letzte Geld und verließ die Taverne in Richtung Tiber…
Cadmus Sicanus
Nachdem Sicanus den Palatinus verlassen und den Tiber überquert hatte, kehrte er wieder in der kleinen Taverne ein. Eurydice hatte ihn bereits erwartet und ein spärliches Mahl aus Brot, Olivenöl und Wasser vorbereitet. Sicanus berichtete Eurydice von den Geschehnissen auf dem Palatinus und dem großzügigen Angebot des Marcus Aelius Callidus. Eurydice dankte Zeus für diese Wendung, endlich könnten sie diese Taverne verlassen und ihr neues Leben in Roma beginnen.

In der folgenden Nacht gingen Sicanus viele Dinge durch den Kopf, zu viele. Als der Morgen graute und es Zeit war aufzubrechen, hatte Sicanus kaum geschlafen. Doch erstaunlicherweise war er nicht müde. Bevor er in Richtung Palatinus aufbrach, nahm er noch ein gründliches Bad – auch wenn der Wirt ihm das wieder extra berechnen würde. Die domus Aeliana machte auf Sicanus einen überaus gepflegten und vornehmen Eindruck, das schloss selbst die Sklaven ein. Man würde wohl kaum Verständnis aufbringen, wenn Sicanus diese Pflege vermissen ließe.

Wenig später brach Sicanus in Richtung Palatinus auf. Nicht mehr lang und Helios würde in seinem Sonnenwagen emporsteigen. Sicanus beeilte sich, denn er wollte die domus Aeliana erreichen bevor Helios den Tag erhellte.
Matthias
Matthias erreichte müde und mit wunden Füßen die Taverne. Vor den Toren Roms war ihm schon die Größe der Stadt aufgefallen. Aber in der Stadt stellt sich heraus, das sie weitaus größer war als bisher angenommen. Und dann der Krach. Als er über das Forum gegangen war, hatte er gesehen und vor allem gehört wie sich zwei Redner gegenseitig zu übertönen versuchten. Um was es dabei ging, hatte er nicht mitbekommen, da auch um ihn herum die Leute heftig diskutierten. Er war froh endlich eine Taverne gefunden zu haben, die nicht so überlaufen war. Er frage den Wirt nach Essen und einem Zimmer. Beides bekam er. Nach dem Essen zog sich Matthias in das Zimmer zurück. Da er ziemlich müde war, schlief er auch bald ein.
Matthias
Nach einer erholsamen Nacht erwachte Matthias und frühstückte. Er fragte sich, wo er mit der Suche nach der christlichen Gemeinde beginnen sollte. Vielleicht sollte er es wie in Alexandrien machen. Er malte auif einen Stück Papier einen Fisch und zeigte es dann dem Wirt mit den Worten:

"Kennst du das?"

Der Wirt antwortete: "Ich habe das schon mal gesehen, leider weiß ich nicht mehr wo, aber meine Frau weiß vielleicht mehr."

Er rief seine Frau, die das Papier betrachtet und Matthias und ihren Mann in einen Nebenraum führte. Dort sagte sie:

"Lieber Mann, du weiß ganz genau, um was es sich handelt. Aber Du hast zu viel Angst, deshalb gehst du auch nie zu den Gottesdiensten. Der Priester aber hat gesagt, nur wer sich zu Jesus bekennt, zu dem bekennt sich Jesus auch vor seinem Vater." Sie wandte sich an Matthias: "Dies ist das Zeichen, mit dem wir Christen uns zu erkennen geben - also bist du Christ?"

Ich entgegnete: "Ja, ich bin Christ und ich suche die christliche Gemeinde und ihr Oberhaupt."

Die Wirtin blickte zu ihrem Mann, der mit den Schultern zuckte und in die Gaststube ging. Sie sagte: "Woher kommst Du?"

Matthias erklärte ihr, daß er aus Alexandria komme und vom dortigen Oberhaupt der Gemeinde ein Empfehlungsschreiben für den Vorsteher der hiesigen Gemeinde, Evaristus, habe.

Die Frau bat Matthias auf seinem Zimmer zu warten, sie wolle sich erkundigen, ob Evaristus oder jemand von den Leiter der Gemeinde in Rom sein. Sie eilte hinaus und Matthias ging auf sein Zimmer.
Matthias
Matthias wartete seit Stunden im Zimmer, aber die Frau des Wirt kehrte nicht zurück. Schließlich wollte er zum Wirt und ihn frage wo seine Frau bleibe. Aber der Wirt war auch nicht zu finden. Matthias war verärgert und schimpfte in sich hinein. Was sollte er nun machen. Vor allem: Wo sollte er nach der christlichen Gemeinde suchen. Rom war groß und konnte man anderen vertrauen? Wenn er den Falschen fragte, konnte er möglicherweise zum Märtyrer werden. Und dazu fühlte er sich nicht berufen. Tja, was nun?
Matthias
Zitat:
Original von Matthias
Matthias wartete seit Stunden im Zimmer, aber die Frau des Wirt kehrte nicht zurück. Schließlich wollte er zum Wirt und ihn frage wo seine Frau bleibe. Aber der Wirt war auch nicht zu finden. Matthias war verärgert und schimpfte in sich hinein. Was sollte er nun machen. Vor allem: Wo sollte er nach der christlichen Gemeinde suchen. Rom war groß und konnte man anderen vertrauen? Wenn er den Falschen fragte, konnte er möglicherweise zum Märtyrer werden. Und dazu fühlte er sich nicht berufen. Tja, was nun?




Sim-Off: Offiiell weiß ich ja nicht wo die Christliche Gemeinde ist.
Marcus Petronius Glabrio
Sim-Off: schon gut, schon gut!! -.^ Augenzwinkern


Erst nach einer ziemlich langen Zeit kam die Frau des Wirtes wieder zurück.
Sie entschuldigte sich wortreich für die Verspätung und schob einen Jungen von etwa 14 Jahren ins Zimmer. Der sollte den Gast zur Christengemeinde führen. Marcus, so hiess er, riet Matthias sein Gepäck mitzunehmen und obwohl es schon Abend war, brachen sie auf. Mit dem fremden Mann im Schlepptau schlängelte Marcus sich durch die engen Gassen Roms und breitere, aber völlig überfüllte Strassen. Bald schon würde die Dunkelheit kommen und diese Strassen würden nicht mehr sicher sein. Die vielen Fussgänger würden dann in ihre Häuser zurückkehren, die Stadt blieb den Räubern und Betrunkenen, den Huren und Bettlern.
Während er sich geschickt durch die Menge bewegte und der Mann hinter ihm Mühe hatte mitzuhalten, erzählte Marcus ihm in gedämpftem Ton von der Lage in Roms Gemeinde.
"Evaristus, der Leiter der Gemeinde, erkrankte vor einigen Monaten und kann nur selten die Gemeinde sehen. Aber heute Abend ist eine grössere Versammlung geplant. Sie fängt gleich an, ich werde dich dorthin führen und am Ende findest Du sicher jemanden bei dem du unterkommen kannst. Oder Du gibst Deine Empfehlung ab oder so. Gleich sind wir da!"
Tiberius Octavius Dragonum
Dragonum erreichte die Taverne kurz bevor die Sonne ihren Zenit überschritt und ihren Weg gen Westen fortsetzte. Er war jediglich in Begleitung zweier gewöhnlicher Vigile, die auch nur leicht bewaffnet waren, schließlich wollte man nicht unnötig Aufmerksamkeit erregen ...

Als die drei Soldaten die Tür der Taverne erreichten, klopfte Dragonum selbst und bedeutete den beiden Vigilen sich im Hintergrund zu halten ...
Tiberius Octavius Dragonum
Nachdem niemand öffnete und auch sonst kein Anzeichen für das verbleiben des Griechen zu finden war, zogen die Vigile und ihr Tribun wieder ab, unterwegs zu einer zweiten Adresse ...