Gespräch zwischen Victor & Augustinus Maior

Marcus Octavius Augustinus Maior
Maior hatte einen Sklaven geschickt, der Victor herbitten sollte. Er hatte etwas mit ihm zu besprechen...
Gaius Octavius Victor
Nach einiger Zeit erschien Victor dann in Begleitung selbigen Sklavens. Da dieser aber nichts über den Grund für diese Unterredung sagen konnte, trat der Senator mit einem fragenden Ausdruck im Gesicht näher.

"salve, Augustinus! Du wolltest mich sprechen?"
Marcus Octavius Augustinus Maior
"Salve Victor." meinte der Eques freundlich. "Ich wollt mich mit dir über zwei Dinge reden. Das der erste Punkt ist... Wie wäre die Meinung und das Handeln der Gens Octavia im Falle von Valerianus' Tod? Es ist wichtig das zu wissen."

Er blickte den Pater Gentis an und wartete ab.
Gaius Octavius Victor
Was eine Frage. Eine Frage die Victor keinesfalls sofort aus dem Stehgreif beantworten wollte. Suchend sah er sich um, dann deutete er auf eine Sitzgruppe.

"Lass uns erstmal hinsetzen."

Sprachs und setzte sich selber als erstes hin.

"Nun, was ist denn deine Meinung dazu? Wie denkt man in der Provinz über den Caesar?"
Marcus Octavius Augustinus Maior
Augustinus setzte sich und nickte.

"Meine Meinung ist, dass wir natürlich dem Wunsch des Kaisers folgen sollten und seinen Sohn als Imperator anerkennen sollten. ABER mir stellt sich die Frage, ob ein kranker Mann ein so großes Imperium verwalten kann. Desshalb suche ich dich auf..."


Er räusperte sich

"Nun ja also in Hispania ist alles ruhig. Der Proconsul hat mir gegenüber noch keine Stellung genommen. Die Provinz ist ebenso in Schweigen gehüllt, wie ihr Statthalter. Wir werden es sehen."
Gaius Octavius Victor
Ein heikles Thema hatte Augustinus da angefangen, weshalb Victor ein wenig überlegte, um seine nächsten Worte entsprechend zu wählen.

"Nun, zwei Gründe sprechen dafür, dass der zukünftige Imperator voll von uns unterstützt werden sollte:" Für Victor sogar drei, aber letzterer war ein persönlicher, der nichts mit der jetzigen Entscheidungsfindung zu tun hatte. "Zum einen traute unser verstorbener Kaiser ihm die Führung des Imperiums zu und soweit ich das mitbekommen habe, mag der Caesar zwar kränklich sein, aber weder unter Anfällen von Wahn- noch Stumpfsinn zu leiden. Ich denke deshalb, dass die Frage des "Könnens" eher nebensächlich ist.

Der zweite Grund, dass der Caesar die Unterstützung der Armee hat und wer sind wir, dass wir dann die unterstüzung versagen wollten. Nun aber du wolltest ja darüber sprechen, was passiert, mögen es die Götter verhüten, wenn Valerianus verfrüht von uns gehen sollte."


Der Senator machte eine kleine Pause, eine unangenehme Variante der Zukunft, die das Imperium sehr wohl spalten konnte.

"Wir sollten eines nicht vergessen: Sollte Valerianus dahinscheiden, kommt ja nicht das große Nichts; er hat ja durchaus die Möglichkeit seine Nachfolge selbst zu regeln... oder kann es zumindest versuchen."

Zum Proconsul von Hispanien fiel Victor nicht viel ein. Die Zusammenarbeit mit Furianus war schwierig gewesen, aber die iberische Halbinsel zählte nun nicht gerade zu den Kaiserschmieden dieses Reiches.

"Man sollte annehmen, dass sich der Flavier dem Beschluss des Senates anschliesst, schliesslich hat dieser ihn ernannt und kann ihn auch wieder abesetzen. Wie läuft deine Zusammenarbeit mit ihm denn?"
Marcus Octavius Augustinus Maior
Zu den Gründen nickte er nur zustimmend.

"Der Flavier ist... eben ein typischer Flavier. Arrogant, Größenwahnsinnig, und Rechthaberisch. Ich komme mit ihm aus, denn ich weiß wie er tickt. Alles in allem glaube ich jedoch dass er ein guter Statthalter ist."

Er dachte an die Artikel in der Acta.

"Aber vielleicht besteht Grund zur Besorgnis: Wie ich aus der Acta erfahren habe, hat er weitere Flavier in die höhere Verwaltung geholt. Einen Regionarius, da ihm jetzt kein Regionarius im Weg steht. Und ein naher Verwandter von ihm als Magister Scriniorum. Jedoch wird dieser den derzeitigen Comes wohl bald vertreiben und selbst Comes werden. Und schon hat Furianus alle wichtigen Positionen an Familienmitglieder, oder wie ich ihn kenne an Klienten vergeben..."

Seine Rolle in diesem Spiel war ihm nur noch nicht ganz so klar...