[Schiff] Castores

SPIELLEITUNG
   




Name: Castores
Eigner: Kaeso Annaeus Modestus
Typ: Zwei-Mast-Corbita


Kaeso Annaeus Modestus
Auf einem der Flusskähne war Modestus von Rom nach Ostia gereist und hatte sich dort eine Mietsänfte zum Hafen genommen. Er hatte etwas gebraucht um sein neues Schiff zu finden, doch nun lag sie vor ihm. An Deck arbeiteten schon einige der der zehn griechischen Seemänner. Sie überprüften Tauwerk, Segel und verluden auch noch die letzten Säcke mit Proviant. Oben neben dem Steuer stand der alte Kapitän des Schiffes und überwachte die Arbeit seiner Mannschaft, bei der es sich nur um Griechen handelte, die auch nur Griechisch sprachen. Vorsichtig ging Modestus über das breite Holzbrett auf das Schiff und sah sich um. Das Schiff war wohl bald fertig für die Abreise.
Kaeso Annaeus Modestus
Der Kapitän fragte den Fremden nach seinem begehr auf dem Schiff und Modestus erklärte ihm in Griechisch, denn auch dieser verstand nur seine Landessprache, dass er der Besitzer sei und erkundigte sich nach dem Bereitschaft seines Schiffes. Der Kapitän verneigte sich und begrüßte seinen Arbeitgeber und bot sich an ihm das Schiff zu zeigen. Modestus nahm das Angebot an und sah bald alle Bereiche des Schiffs. Besonders interessierten ihn seine Räume. Der Laderaum war verkleinert worden um Platz für zwei großzügige Kabinen platz zu machen. Modestus war insgesamt über das Ergebnis sehr erfreut und zog sich erstmal in seine Kabine zurück. Als der Steuermann nach einiger Zeit anklopfte um Modestus zu erklären, dass das Schiff nun bereit für die Reise war, war dieser schon in einige Schriftrollen vertieft. Es waren Berichte über Hispania und seine Bevölkerung. Er nickte dem Griechen zu und erklärte, dass das Schiff gleich ablegen solle.
Kaeso Annaeus Modestus
Aus dienstlichen Gründen, denn der Comes und der Duumvir von Palma, der Haupstadt der Balearen, hatte ihn eingeladen und zur Entspannung reiste Modestus zu den Balearen. Hinter ihm klackerte sein Pfau Lucullus auf der Holzplanke als Modestus das sein Schiff betrat. Modestus drehte sich um und sah, dass der Pfau Mühe hatte die Planke zu überqueren, da seine besonders langen Federn am Rand der Planke herunterhingen. Modestus packte sein Haustier sanft mit beiden Händen und trug ihn aufs Deck. Dort warteten schon der lächelnde Clodius Albanus und Chion. Der ehemalige Centurio Classicus freute sich wieder einmal auf ein Schiff zu kommen. Chion hatte den Kapitän schon informiert und alle Vorbereitungen waren getroffen worden. An Deck befand sich schon ein festgeschraubter Stuhl sowie ein kleiner Tisch, denn die See war ruhig genug und Modestus wollte während der Reise etwas lesen. Lucullus erkundete inzwischen das Schiff.
Kaeso Annaeus Modestus


Noch leicht angetrunken vom letztrigen Abend lag Modestus in seiner Kabine. Er genoß das sanfte Schaukeln des Schiffs. Mit einem lauten Schrei meldte sich Lucullus zu Wort, der aus seinem Korb getapst kam und sanft an der Hand von Modestus knabberte, um sein Herrchen daran zu erinnern, dass sein getreues Haustier noch nicht gefüttert worden war.

Gähnen stand Modestus auf und musste seine Sklaven wirklich loben. Sie hatten ihn von dem Haus des Duumvirs, wo die Abschiedsfeier stattgefunden hatte, bis auf das Schiff gebracht ohne, dass er aufgewacht war. Sicher hatten sie schon in der Nacht Segel gesetzt, um bald wieder in Tarraco eintreffen zu können. Modestus nahm eine kleine Urne aus dem Schrank und öffntete sie. Dann nahm er die Bronzeschale mit dem eingravierten Namen "Lucullus" und schüttete den Inhalt hinen. Es waren zurechtgeschnittene Schlangen, welche die Lieblingsspeiße von Lucullus waren. Er fütterte seinen Pfau immer selbst und dieser hatte sich sein Fressen am gestrigen Abend redlich verdient. Der Pfau hatte Modestus wie so oft nicht allein lassen wollen und so war Modestus mit Lucullus im Haus des Duumvirs gewesen. Der Hauspfau war natürlich eine Attraktion gewesen und viele der Damen hatten es für notwendig gehalten an dem Tier herumzuzupfeln und zu betonen wie süß der kleine Vogel war.

Lucullus verschlang gierig ein Stück Schlange und tapste danach langsam wieder in seinen Korb. Wie sein Herrchen würde er wieder etwas Ausruhen. Die Pflege seines Gefieders würde er auf später verschieben.
Kaeso Annaeus Modestus
Da die Abreise von Modestus bevorstand war gab es an Bord der Castores viel zu tun. Das Schiff wurde nochmal überhollt. Nach genauerer Betrachtung hatte sich der Kapitän dazu entschlossen ein Segel zu ersetzen und auch das Tauwerk musste an einigen Stellen ausgebessert werden. Auch Proviant für die lange Fahrt musste geladen werden, weshalb der Kapitän auch schon mit Chion gesprochen hatte, der dem Kapitän die Erlaubnis und das Geld dafür gab. Nachdem er einen entsprechenden Händler gefunden hatte, wurden am nächsten Tag Getreide, Dörfleisch und eingelegte Früchte verladen. Danach einige Fässer mit Wasser, Wein und Essig. Als der Kapitän mit allen Vorbereiten fertig war schickte er einen seiner Matrosen zur Villa des Statthalters, in der Modestus im Moment noch logierte.
Kaeso Annaeus Modestus
Nachdem alle seine Sklaven an Bord untergebracht worden waren und auch Lucullus seinen Platz gefunden hatte war Modestus zufrieden. Alle Papiere und Geschenke waren verstaut und er konnte endlich nach Rom reisen. Vorher würde es jedoch noch einen etwas längeren Zwischenhalt auf den Balearen geben.

Kurz bevor die griechischen Seeleute die beiden Segel setzten, um den Hafen zu verlassen, kam noch eine dunkle Gestalt an Bord. Eine Gestalt die langsam hinkend mit einem Krückstock ging und dem einer der Matrosen mit seinem Seesack helfen musste, da der alte Mann zu schwach war.

In seiner Kabina lag Modestus auf seinem Bett und sehnte die Stunde seiner Ankunft auf den Balearen und in Rom herbei. Seine geliebte Flaminia Helena und ein goldener Senatorenring würden auf ihn warten.
Kaeso Annaeus Modestus
Eine Woche vor den Wahlen des Cursus lief die Castores in Ostia ein. Es schon dunkel, aber Modestus war trotzdem überglücklich. Die Reisezeit war mit seiner Verlobten schnell vergangen und er brannte schon darauf die letzten Angelegenheiten sein Amt betreffend in Rom beenden und mit der baldigen Annaea Flaminia einige Tage in Baiae zu verbringen. Er hatte bereits von einem seiner Klienten eine kleine Villa mieten lassen. Doch vorerst würde er sich von ihr trennen müssen. Sie würde direkt mit dem Schiff weiter nach Baiae segeln, während er erst nach seinem Aufenthalt in Rom ebenfalls nach Baiae reisen würde.

Am Morgen ging er mit Chion von Bord. Chion handelte eine Passage auf einem der Flusskähne aus, während Modestus noch einmal wehmütig zu seinem Schiff sah, das gerade wieder ablegte.