[Lararium] Domus Iulia

Lucius Iulius Centho
   

ararium

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Lucius Iulius Centho
Centho als Hausherr der Casa Iulia war sich seiner Aufgabe sehr wohl bewusst.
So stand er ein Mal mehr am Hausaltar um mit den Geistern seiner Vorfahren in Verbindung zu treten. Die Toten Masken vieler Iulia standen hier nicht nur die Aus seiner eigenen Ahnenreihe die Gens Iulia war wirklich groß. Und alle konnte er nun wirklich nicht hier heute aufstellen. So hatte er sich darauf beschränkt die auf zu stellen deren Nachfahren heute hier waren und mit unter diesem Dach lebten.
Centho hatte die Weihrauchgefäße befühlt und entzündet der Geruch verbreite sich schnell. Und kleine blaue Wölkchen um spielten die Figuren die mit Blumen Geschmückt worden waren. Centho hatte sein Haupt wieder mit einem Stück seiner Toga bedeckt und kniet barfuß vor dem Lararum mit erhoben Händen die Handflächen nach oben. Die Opfergaben waren schon in kleinen Schalen für die Geister am Lararum auf gestellt.

„Ihr Ahnen und Vorväter ich rufe euch an bitte Beschütze meine Familie und mein Haus.
Wir bemühen uns alle nach Kräften auf das unser Namen wieder groß und Mächtig wird. Und eure Namen nicht in Vergessenheit geraten. Wir alle bitten um Euren Schutz und euren Bestand.
Bitte nehmt unsere Gaben an, die wir euch ehrfurchtsvoll da bitten.“


Sim-Off: Der Rest der Familie ist natürlich auch dabei also wer posten will nur zu.
Iulia Cara
Das Atrium lag ruhig und unberührt. Kein Wunder. Es war kurz nach Mitternacht und stockdunkel. Die Schatten hatten die Macht ergriffen und lediglich dort, wo spärliches Mondlicht – am Himmel hing die zunehmende Sichel eines noch ausgehungerten dürren Mondes - die Möbelstücke traf ließen sich die Einrichtungsgegenstände erkennen. Cara bewegte sich wie eine Katze vorsichtig zwischen den Klinen hindurch auf eine ganz bestimmte Stelle des Raumes zu. Ihre Augen hatten sich unlängst an die Dunkelheit gewöhnt und dennoch unterdrückte sie einen allzu lauten Fluch, als sie mit dem Schienbein – RUMS – an eine der Klinen stieß und ein stechender Schmerz, so einer, bei dem man förmlich spüren konnte, wie die Haut sich blau verfärbte, ihr Bein hoch jagte. Die junge Iulia umschloss den Griff des kleinen Weidenkörbchens noch etwas fester und strebte weiter voran. Hoffentlich würde keiner der Sklaven auf sie aufmerksam werden und sie für einen unbefugten Eindringling halten. Der Maiordomus gab in der Dunkelheit bestimmt eine imposante Figur ab – oder noch schlimmer: Lucius tauchte auf einmal wie aus dem Nichts aus! Undenkbar!
Mit Bedacht umrundete sie das Wasserbecken in der Mitte des Atriums und gelangte endlich zu ihrem eigentlich Ziel: Dem Hausaltar der gens mit der Statue der Venus. Sie kniete sich auf die Stufe und nahm die Gegenstände aus dem Korb, die sie extra mitgebracht hatte, Honigkuchen, Blumen, Kerzen und Feuersteine, und legte sie nebeneinander auf das Tischtuch, das den Altar bedeckte und in der Dunkelheit weiß leuchtete. Den Korb stellte Cara neben sich und griff nach den Feuersteinen. Sie rieb sie über der Kerze. Der Docht fing Feuer und eine kleine bescheidene Flamme flackerte auf, welche die Dunkelheit ein Stück zurück trieb und Caras Gesicht in sanftes, goldenes Licht tauchte. Die brennende Kerze in der Hand, entfachte sie noch eine und noch eine dritte, bis schließlich ein Dreieck auf dem Altar brannte, in dessen Mitte sie ihre Gaben legte. Aus einem Tiegel, der vor der Statue stand, nahm sie eine Prise Gewürz. Der Geruch von Lavendel stieg ihr bitzelnd in die Nase, als sie die Körner über die Kerzen streute und sie zischend verbrannten. Ihr Blick glitt hinauf zum Abbild der schneeweißen Göttin. Zweifelsohne war sie schön: schlank, wohlproportioniert mit feinen Gliedern, festen weißen kleinen Brüsten, einem hübschen klaren Gesicht, langen wallenden Haaren; Ihre Scham bedeckte sie mit dem Zipfel eines steinernen Tuches, das sich zu ihren Füßen ausbreitete...Kein Wunder, dass sich die Urväter der plebejischen gens genauso wie die der patrizischen die Liebesgöttin zur Stammesmutter auserkoren hatten. Venus´ Einfluss war groß. Eine Göttin, um deretwillen schon Kriege gefochten worden waren.
„Mögest du meine Schritte auf sicherem Wege führen und uns sicher nach Mogontiacum zurückbringen...“, flüsterte Cara in die Dunkelheit der Nacht, den Blick unverwandt auf das Gesicht der steinernen Schönheit. Der Kerzendocht knisternde leise und in der Stille konnte sie ihr eigenes Blut im Ohr pulsieren können. „Mögest du mir dabei helfen meine wahre Liebe zu finden und mir die nötige Standhaftigkeit und den Mut schicken, die ich beide brauche, um ihr zu folgen...“, Der Wunsch war nicht mehr als ein Wispern. Cara holte tief Luft, die Flamme erzitterte und erlosch Rauchsäulen ringelnd zu Finsternis.
Lucius Iulius Centho
Lucius als Hausherr hatte natürlich besondere Pflichten den Hausgöttern gegenüber. Aber so wie alles aussah war auch in seiner Abwesenheit nicht geschlampert worden. Das Lararium war mit Blumen geschmückt und man hatte gestern erst den Hausgöttern geopfert wie es aussah er war stolz auf seine Frau denn es war sicher ihr Werk als Hausherrin. Wie es üblich war, war Lucius Barfuss und hatte seinen Kopf mit einem Teil seiner Toga bedeckt. Er streckte die Hände aus und drehte die Handflächen nach oben.

„Ihr Ahnen der Iulia ich Lucius Iulius Centho. Ich danke euch dafür das ihr wehrend meiner Abwesenheit mein Heim und meine Familie beschützt habt. Nehmt nun auch meine beiden Kinder unter euren Schutz auf. Auf das sie immer da unter dem Schutz ihrer Ahnen Stehen. Beschütz all die die unter meinem Dach wohnen und gewehrt ihnen Glück und Wohlstand.”

Darauf hin streute er Weihrauch in die kleinen Schalen in die zu glühende Kohlen gelegt worden waren. Gleich begann es zu knistern und der Rauch verbreite sich schnell um die Standbilder der Hausgötter. Dann goss der Iulier einen Becher besten Falerner-Wein in das Loch in der Marmorplatte direkt unter dem Lararium und wand sich nach rechts um. Trankopfer waren ja das meistverwendete im Hausgebrauch.



AUGUR - COLLEGIUM AUGURUM
TUTOR - IULIA CORONA
SODALIS FACTIO VENETA - FACTIO VENETA
Lucius Iulius Centho
Es waren mal wieder Parentalia und er hatte die Pflicht und die Ehre heute den Geistern der Verstorbenen heute zu opfern. Das Lararium war wieder mit Blumen geschmückt und die Toten Masken standen an ihrem Platz und keine Kerzen standen dahinter. Aber natürlich soweit das, das Wachs nicht Schmolz. Alles war bereit auch wenn der Hausherr noch nicht wieder ganz auf den Beinen war, galt es die Ahnen zu ehren. Lucius Barfuss und hatte seinen Kopf mit einem Teil seiner Toga bedeckt. Die Hände streckte aus und drehte die Handflächen nach oben.

„Ihr Ahnen der Iulia ich Lucius Iulius Centho. Ich danke euch dafür das ihr mein Heim und meine Familie auch diese Jahr wieder beschützt habt und hoffe das ihr es weiter tun werdet. Beschütz all die die unter meinem Dach wohnen und gewehrt ihnen Glück und Wohlstand. Wir bemühen uns alle nach Kräften auf das unser Namen wieder groß und Mächtig wird. Und eure Namen nicht in Vergessenheit geraten. Wir alle bitten um Euren Schutz und euren Bestand.
Bitte nehmt unsere Gaben an, die wir euch ehrfurchtsvoll da bitten.”



Daraufhin streute er Weihrauch in die kleinen Schalen in die zu glühende Kohlen gelegt worden waren. Gleich begann es zu knistern und der Rauch verbreite sich schnell um die Standbilder der Hausgötter. Dann goss der Iulier einen Becher besten Falerner-Wein in das Loch in der Marmorplatte direkt unter dem Lararium dann bracht ein Sklave einen kleine Klapptisch der mit Süßem Gebäch belegt war. Dann wand sich der Opferherr nach rechts um und schloss das Opfer ab.
Titus Iulius Flavus
Titus kam kurz vor seiner Abreise nach Aegypten in das Lararium. Er war nicht hier weil er besonders religiös war, auch nicht um eine gute Reise zu erbitten, nein er war hier um die anderen Bewohner des Hauses zu beruhigen. Diese hätten es sicherlich nicht verstanden wenn er einfach abgereist wäre ohne um eine gute Reise zu bitten.

Um also den Schein zu wahren trat Titus an den Hausaltar heran und streute etwas Weihrauch auf die Schalen mit glühenden Kohlen. Er mochte diesen Geruch, schon als kleines Kind war er oft an den Hausaltar geschlichen und hatte eine handvoll Weihrauch hineingeworfen um einfach nur daran zu riechen. Doch war dies in diesem Moment wohl eher unanagebracht. Titus schloss kurz die Augen und dachte an das was ihm wohl nun bevorstehen würde.

Titus sprach nicht, er stand lediglich vor dem Hausaltar und wartete. Als er glaubte das genug Zeit vorbei war entzündete er noch eine Kerze und wandte sich dann ab. Er hatte noch so viele Dinge zu erledigen.
Marcus Iulius Dives
Es war der ANTE DIEM IX KAL IUL (23.06.) des Jahres, was für einen Iulier - insbesondere wenn er der Societas Claudiana et Iuliana engehörte - nur eins bedeuten konnte: Es war der Geburtstag des Caesarion, des einzigen leiblichen Sohnes des Divus Iulius! Anlass genug also, um am Hausaltar ein kleines Gebet zu sprechen.
Dass der Junge jedoch unehelich war und mit Cleopatra VII. von Aegyptus nur eine maximal lokal im Osten beliebte Mutter hatte, war hierfür vollkommen unerheblich! Es zählte einzig und allein Caesarions göttliche Abstammung, weshalb er folgerichtig auch nicht mit seinem offiziellen aegyptischen Titel gerufen werden sollte, sondern schlicht als kleiner Caesar, Caesarion.

Barfuß trat Dives an den Altar heran und blickte ehrfürchtig eine kleine Figur auf diesem an, die den Caesarion darstellte. Er hatte sie extra zuvor dort platzieren lassen. Dann bedeckte er sein Haupt mit einem Teil seiner Toga, bevor er die Hände mit nach oben zeigenden Handflächen erhob und sprach:

"Ihr iulischen Ahnen, die ihr sowohl groß in eurer Anzahl, als auch groß in euren Taten seid! Ich, Marcus aus dem Geschlecht der Iulier, genannt Dives, rufe euch anlässlich des 154. Ehrentages des Caesarion, Sohn des Imperator Gaius Iulius Caesar Divus, an!
Habt Dank dafür, dass ich mich aus dem östlichen Teil des Imperiums wieder in die Urbs Aeterna geführt habt und bisher stets gut über mich gewacht habt! Gerade dir, Caesarion, der du in meinem Alter bereits im Elysion warst, gilt mein Dank, da deine Aura mir stets zu gegen scheint!
Und so hoffe ich und bitte darum, dass ich auch zukünftig nicht sinke in deiner Gunst und du mir und den Meinen beistehst an ruhigen, wie stürmischen; an sonnigen, wie schattigen Tagen!
Denn ich will dir auch weiterhin Opfer bringen, dich verehren und die Erinnerung an dich wach halten. Dies gelobe ich insbesondere als Sodalis der Societas Claudiana et Iuliana!
Als Zeichen dafür bitte ich euch, meine Gaben anzunehmen, die ich ehrfürchtig darbiete."


Nun streute Dives Weihrauch in die dafür vorgesehenen Behältnisse und sogleich verbreitete sich der Wohlgeruch vom Lararium aus in alle Richtungen. Darauf folgte nun ein kleines Trankopfer, bevor Dives schlussendlich auch noch einige, natürlich vorwiegend aus der aegyptischen Heimat des Caesarion stammenden Früchte opfernd darbrachte. Abschließend beendete er das Opfer mit einer Drehung nach rechts und widmete sich dann wieder anderen Aufgaben.
Marcus Iulius Dives
ANTE DIEM III ID IUL DCCCLXI A.U.C. (13.07.2011/108 n.Chr.). Bald standen sein Umzug nach Ostia und der Wahlkampf dort an und auch mit den Aufgaben der Schola Atheniensis war Dives erst einmal gut beschäftigt. Kurzum: Dives hatte eigentlich nicht viel Zeit, doch als guter Römer und noch besserer Iulier und Sodalis Societatis Claudianae et Iulianae war es ihm natürlich eine absolute Pflicht, dem 207. Geburtstag des vergöttlichten Begründers der iulisch-claudischen Dynastie zu gedenken. Anlässlich der Tatsache, dass dieser Geburtstag in keinster Weise ein besonderes Jubiläum darstellte, würde der Divus Iulius es Dives wohl sicherlich auch vergeben, dass er angesichts seiner leicht gestressten Lage ein kleines Opfer am häuslichen Lararium einem Gang zum Templum Divi Iulii vorzog.

Mit nackten Füßen trat Dives an den mit kleinen bronzenen und marmornen Caesar-Figuren geschmückten Altar heran. Es war eine schöne Zusammenstellung, die er jedoch nicht selbst, sondern aus Zeitdruck von einigen Sklaven hatte aufstellen lassen. Er hatte sich derweil in Schale werfen lassen, wie es anlässlich des göttlichen Ehrentages wohl auch nur mehr als angebracht war. Dives bedeckte sein Haupt mit einem Teil seiner Toga, erhob dann seine Hände mit nach oben zeigenden Handflächen und sprach:

"Ihr iulischen Ahnen, die ihr sowohl groß in eurer Anzahl, als auch groß in euren Taten seid! Ich, Marcus aus dem Geschlecht der Iulier, genannt Dives, rufe euch anlässlich des 207. Jahrestages der Geburt des vergöttlichten Imperator Gaius Iulius Caesar Divus, dem Begründer der iulisch-claudischen Herrscherdynastie und Vater vor dem Gesetze des gottgleichen Divus Augustus Divi Filius, an!
Ich möchte meine tiefste Dankbarkeit ausdrücken, die ich darüber empfinde, Mitglied dieser Gens sein zu dürfen, was als vor allem als Plebeier gewiss keine Selbstverständlichkeit ist! Doch waren schließlich gerade Divus Iulius sein Adoptivsohn selbst, die auch als Patrizier stets dem Volke nahe waren beim gleichzeitigen Streben nach dem Besten für den römischen Staat!
Und so möchte auch ich in dieser Tradition, mit der ich mich so verbunden fühle, was nicht zuletzt meine Mitgliedschaft als Sodalis in der Societas Claudiana et Iuliana zeigt, während ich nach einem Weiterkommen in meiner Karriere strebe, geloben, meiner plebeischen Abstammung entsprechend stets ein volksnaher Mensch zu bleiben, der die Ängste, die Sorgen und Nöte der anderen wahrnimmt und zu lindern versucht. So dies auch euren Wünschen für mich entspricht, bitte ich euch ehrwürdigst um eure Unterstützung für dieses Unterfangen!
Außerdem möchte ich versichern, dass ich auch weiterhin ein religöser Mensch sein will!
Als Zeichen dafür bitte ich euch, meine Gaben anzunehmen, welche ich euch voller Ehrfurcht darbiete."


Nach diesen Worten an die iulischen Ahnen streute Dives den Weihrauch in die dafür vorgesehenen Behältnisse und schnell war der Raum, bald schon das ganze Haus erfüllt von einem himmlischen Wohlgeruch. Dann opferte Dives einen großen Becher voll Wein und einiges Obst. Letzteres war natürlich importiert aus der Region um die ehemalige troianische Heimat des Aeneas, des Sohnes der Venus und Vaters des Namensgebers der Gens Iulia, Iullus. Zum Abschluss dieses Voropfers an die Ahnen drehte sich Dives nach rechts und lies sich dann das Bild eines strahlend weißen, afrikanischen Elefanten reichen.
Während seiner Ansprache war er nämlich derart emotional geworden, dass er innerlich beschloss, nun doch noch den Tempel des Divus Iulius in Stadtzentrum aufzusuchen - koste es, was es wolle. Er lies weiteres Obst und Wein packen und machte sich mit einigen Sklaven auf den Weg. Das Bild nahm er persönlich und würde es den ganzen Weg bis zum Tempel betrachteten. "Für den Caesar...", sagte er, als er das Haus verließ...

Sim-Off: Wird nicht weiter ausgesimmt.
Iulia Torquata
Es war Mitternacht und das Haus war ruhig. Selbst Wonga mochte inzwischen die Porta von innen versperrt haben und Locusta hatte sicherlich schon die Kohlebecken in der Culina für die Nacht abgedeckt.
Nur in einem Nachthemd bekleidet huschte Torquata durch die dunklen Korridore und ihre baren Füße erzeugten auf dem kalten Boden keine Geräusche.
Leichtfüßig eilte sie die Treppe hinunter ins Erdgeschoss und durchquerte zügig das Tablinum, bevor sie schließlich im Lararium stehen blieb.
Mit klopfendem Herzen näherte sie sich dem Altar der Hausgötter und zählte im Geiste bis zehn, bevor sie ihre frisch gepflückten Blumen auf den Altar ablegte und ihre dünnen Arme ausstreckte mit den schmalen Hände mit der Handfläche gen Himmel ausstreckte.

"Ihr Ahnen und und Vorväter iulischen Geblüts, bitte erhört mich, die euch inbrünstig dankt für euren Schutz und euer Wohlwollen. Ich stehe nun an einem Scheideweg und erbitte Rat." An dieser Stelle holte sie tief Luft und schloss dann die Augen, um die gewünschte Gottheit zu erreichen. "Hochehrwürdige Vesta, bitte erhöre die Gebete der kleinen Torquata, die bereit ist, dir mit ihrem Leben und ihrer Seele zu dienen. Ich bin nicht reich und kann dir deshalb weder Weihrauch noch Myrrhe opfern, aber diese Blumen bringe ich dir mit meiner ganzen Überzeugung und meinem tiefen Glauben dar und hoffe, dass du mich dennoch erhören mögest.
Ich begehre nichts außer zu wissen, ob ich deiner Dienerin, der Decima Messalina, bedingungslos vertrauen kann. Du weißt sicherlich in deiner unermesslichen Weitsicht, dass ich zögere, mein Vertrauen in Fremde zu setzen, da mir in meinem früheren Leben so viel Leid durch
Mitmenschen zugefügt wurde. Nur dir, der Hüterin des Staates in seiner Wohlfahrt, vermag ich noch zu vertrauen und erbitte deinen Rat. Im Gegenzug gebe ich dir mein Versprechen, dir mein Leben lang mit Leib und Seele zu dienen."

Zitternd wartete Torquata auf eine Reaktion. Sie war überzeugt davon, dass es die Götter gab und dass sie jedes Ereignis unter den Menschen beobachteten und sie hoffte, dass die Göttin ihr, einem kleinen Mädchen, einen Teil ihrer Zeit widmen möge.
Lucius Iulius Centho
Es waren Parentalia und die Tore waren verschlossen was für ein unglaublicher Frevel. Lucius war mehr als angespannte durch diese vertrackte Situation. Kein einziger Römer konnte die Stadt verlassen um seinen Ahnen zu opfern. Das konnte doch nicht der Ernst sein. Natürlich hatte er Livianus unterstütze aber das ging zu weit. Parentalia und kein Opfer am Gab möglich. So blieb ihm nichts als am Hausaltar zu Opfern und zu hoffen das die Ahnen ihm verzeihen würden. Wie immer um diese Zeit hatte er die Totenmasken der Ahnen aufstellen lassen. Der würzige Weihreuch geruch verbreitete sich im Haus und auch sonst war alles wie es sein sollte, dass Lararium war geschmückt und die Gaben breit gestellt.
Wie auch sonst war er barfuß und hatte für den Akt eine Toga angelegt um sich die Toga über den Kopf ziehen zu könne. Auch wenn das beim Hausopfer wahrscheinlich keiner weiter tat. So angetan stand er vor dem Hausaltar die Handflächen nach oben. *„Iano pater, te hoc ture ommovendo bonas preces precor, uti sies volens propitius mihi liberisque meis domo familiaeque meae.” Sprach er in gewohnter Routine. Dann reichte ihm Manius den Weihrauch. Lucius hob den Weihrauch erst in die Höhe um ihn Janus zu präsentieren und dann stellte er den Weihrauch auf den foculus. Er fächelte sich den Weihrauch erst rechts dann links über die Schulter dann über das Haupt. Dann wendete er sich nach rechts.
**„Iano pater, uti te ture ommovendo bonas preces bene precatus sum, eiusdem rei ergo macte vino inferio esto." Bettete er weiter. Dann lies er sich wieder von seinem Sohn den Wein geben und hob diesen kurz an. Dann goss er diesen ins Feuer und wendete er sich nach rechts.
Nach dem er das Opfer an Janus beendet hatte wand er sich nun seinen Ahnen und auch dem Geist seiner Frau zu. „Ihr Ahnen der Iulia ich bitte euch nehmt meine Gaben an die ich euch darbringe. Es ist die Zeit der Parentalia und euch gebührt all unser Dank und unser Flehen. Nehmt an was ich euch hier biete und hütet den Geist meiner Frau aus dem Stamm der Furia.“ Sprach er mit belegter Stimme wie es oft war wenn er an Calli dachte. Dann reichte ihm Manius dem bei den Worten seines Vaters über seine Mutter Tränen über die Wangen kullerten die Platte mit den Speisen. Die Lucius abermals in die Höhe hielt um sie den Geistern der Verstorbenen darzubringen. Dann stellte er die Speisen auf den foculus. Er berührte die Totenmaske seines Vaters seiner Mutter und die von Calli und wand sich wieder nach rechts. Noch einmal fächelte er sich den Weihrauch ins Gesicht und küsste die Figuren der Hausgötter bevor er sich abwand.

Sim-Off: *Vater Ianus, durch das Opfern des Weihrauches bete ich ein gutes Gebet, damit du mir und meinen Kindern, dem Haus und der Familie günstig gestimmt bist.
**Vater Ianus, wie ich durch das Opfern des Weihrauches ein gutes Gebet gebetet habe, möge dir für dieselbe Sache dieses Trankopfer angeboten werden.

Manius Iulius Avianus
Manius war es ja mittlerweile gewöhne seinem Vater beim Opfern zur Hand zu gehen. Aber so bedrückend wie Heute war es lange nicht gewesen. Während sein Vater die Gebete sprach die Manius sein seiner Kindheit kannte versuchte er wie immer Haltung zu bewahren. Brav reichte er seinem alten Herren den Weihrauch. Dann wieder Gebete dann reichte er den Wein und das war nicht irgendeine Plärre nein es war Falerner.
Gut das sie im Haus Fußbodenheizung hatten, ging es ihm durch den Kopf. Barfus war im Februar auch nicht im Haus das Ding von Manius. Auch wenn er kein Weichei war kalte Füße hasste er einfach.
Als sein Vater aber zu den Ahnen sprach und im Schutz für den Geist seiner Mutter bat. Hatte er erst einen Kloß im Hals dann wie aus dem Nichts rollte ihm Tränen über die Wangen. So reichte er die Platte mit den Speisen an seinen Vater weiter. Als sein Vater geendet hatte schniefte er und wischte sich übers Gesicht. Was war nur los es war doch schon so viel Jahre her das seine Mana nicht mehr war. Er war damals noch so klein gewesen als sie bei der Geburt des kleinen Tiberius starb.

Nach dem sein Vater die Hausgötter geküsst hatte ging auch Manius noch mal ans Lararium und küsste die Hausgötter. Dann ging auch er.