Titus Sergius Glaucia
Er war seine Wahl gewesen. Er hatte den Merkur gewählt. So sei es!
Dass auch das Schöne möcht verkäuflich sein,
doch sich dabei nicht etwa prostituiere,
dass es vermittle angenehmen Schein,
als Ware tauge und sich doch geniere,
mische Wahrhaftigkeit mit Nonchalance,
verbinde Anmut mit des Aufruhrs Keim
gebe dem Unerhörten eine Chance
und flöße ein recht bittern Honigseim:
Des Diamanten Härte, sie ist weich
verglichen mit Merkurs Auflage, dass
die Kunst nicht nur durch stille Winkel schleich,
im Spiel des Markts erweise sich als As.
O einmal möcht, Geflügelter, ich borgen
von dir die Kraft und das Geschäft besorgen.
Claudia Aureliana Deandra
Mercurius - Sohn des Iuppiter, Bote der Götter, Gott der Redekunst, Erfinder der Lyra, Geber des Reichtums, Gott des Handels und der List, Führer der gestorbenen Seelen - vor allem du sollst verehrter Gott der Ostianer sein.
Gleich morgen würde ich mich auf den Weg nach Rom machen und beim Officium des Rex Sacrorum um einen Priester für Ostia bitten.
edit: Bezeichnung geändert
Claudia Aureliana Deandra
Der Tempel des Merkur.
edit: Bild entfernt
Titus Claudius Imperiosus Iulianus
Er betrat das herrliche Gebäude, welches leer stand, er war offensichtlich alleine...ihn überkam es
Oh Merkur, erhabener Merkur...
dich sah ich im Traume, du wiesest mir den Weg, doch ist es der Richtige?
Er ist es.
Du kannst dich nicht irren oo edler Herrscher des Handels und der Reisenden, du fliegendes Wesen...
Im Traume deine Flügelschuhe mir begegneten, sie haben dich verraten o Herrlicher! Du sollst bestimmen über mein Schicksal, du sollst mich beschützen, o du Erhabener sollst mein Patron sein und ich dein Diener.
Er stand auf, strich sich den Staub von seiner Tracht
Es ist staubig hier, eine schande im Tempel des Merkur. Das muss geändert werden.
Drehte sich noch einmal um, schaute auf die Statue und zog von dannen seinen, von Merkur auferlegten Weg, zu beschreitem
Titus Claudius Imperiosus Iulianus
Er kam rein, zündete Weihrauch an, küsste die Mercuriusstatue, die im Tempel stand und sprach
"O heilliger Mercurius, ich habe deinen Rat befolgt, ich bin in die Dienste der Priester getreten. O Mercurius, nach meiner Ausbildung werde ich herher zurück kommen, aber nicht als Discipulus im Tempel des Mars, sondern als dein Diener und Wächter über diesen Tempel...O Mercurius, ich gebe dir mein Wort."
Imperiosus, zu Tränen gerührt, stand auf, küsste noch einmal das Bildnis..
Wandte sich ab und schritt hinaus nach Hause, um für seine Ausbildung zu lernen..
Quintus Sabbatius Aurelianus
Es war schon dunkel, als ich mich auf den Weg zum Merkurtempel machte. Niemand schien mehr auf den Straßen zu sein und von den Seiten her drang das Licht der Kerzen aus den Fenstern in die Dunkelheit. Ein schwacher Wind wehte und brachte das Papier in meiner Hand zum Flattern. Schnell, sagte ich mir. Schnell dieses Papier an den verschlossenen Türen des Tempels befestigen und dann ab nach Hause. Ich stieg die Treppen des Tempels hinauf und verrichtete meine Arbeit:
Quintus Sabbatius Aurelianus
Marcus Decius
Kopfschüttelnd am Aushang vorbeigehend, betrat Decius das Innere des Tempels. Er sah sich um und wieder fröstelte ihn. Die Baufälligkeit des Tempels schockierte ihn immer mehr, je mehr er sah. Schließlich verließ er das Gebäude.
Edit: Rechtschreibung
NEPTUN
Neptun verfolgte das Aufsehen um diesen Tempel. Er sah wirklich nicht gerade ansehnlich aus und was nutzte den Menschen dieser Ort noch, wenn sich niemand mehr dort versammeln konnte um die Götter zu ehren. Dennoch war es ein ziemlich gewaltiges Bauwerk und es würde einige Zeit dauern, bis man ihn Stein für Stein abgetragen hatte.
Kurzer Hand entschloss Neptun sich, den Menschen zu helfen. Er vergewisserte sich, dass niemand in Gefahr war und erwirkte mit seinem Dreizack ein leichtes Erdbeben, das nur die Stelle des Tempels ergriff. Mit einem lauten und tosenden Krach brach der Tempel in sich zusammen und ließ eine riesige Staubwolke aufsteigen. Als dieser sich verzogen und die Erde sich wieder beruhigt hatte, war nur noch ein riesiger Haufen Schutt von diesem einst so imposanten Bauwerk übrig geblieben.
Iulia Helena
Nur Schutt und Asche, dachte die Iulierin, als sie den ehemaligen Tempel des Merkur erreicht hatte. Einige Bürger hatten ihr diesen gewiesen, und so war sie gekommen, um sich selbst ein Bild zu machen. Man würde den Abtransport des Schutts organisieren müssen, und was genau damit geschehen konnte, hatte sie auch schon eine Idee. Letztendlich wurden Hausteile immer gebraucht, um neue Häuser zu errichten - die Steine hier waren zu zerstört, um für einen neuen Prachtbau dienen zu können, aber vielleicht konnte man sie den Bürgern Ostias schmackhaft machen und ihnen damit auch den Hang zu leicht entzündlichen Schutthäusern abgewöhnen.
Sinnierend umschritt sie das Areal des Tempels, auf dem sich seit langem wohl nichts getan hatte, und legte sich ihren Plan zurecht, den Bürgern Ostias zu erlauben, die Schuttberge für ihren eigenen Hausbau abzutragen - nur wem sollte sie diese Idee nun vorstellen? Der Duumvir schien abwesend, und ihren Ansprechpartner in Ostia hatte sie noch nicht getroffen, einen Magistraten gab es ebenfalls nicht ... es würde wohl der Comes wieder herhalten müssen.