Melanurus
Ein Sklave gab folgendes Schrieben ab:
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Eröffnungsfeier
Am ANTE DIEM VIII ID NOV DCCCLV A.U.C. (6.11.2005/102 n.Chr.)
findet die Eröffnung des neuen Lupanar
Flammeus Libitus
in Rom statt.
Jeder willige und fröhliche Gast ist herzlich eingeladen!
Für Speis und Trank ist gesorgt und für jeden Besucher wartet eine kleine, aber angenehme Überraschung.
Auf zahlreiches Kommen freut sich
Marcus Vincius Lucianus
Natürlich ist auch das weibliche Geschlecht gern gesehen und wird von unseren männlichen Sklaven beeindruckt sein.
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Claudia Aureliana Deandra
... und ich nahm es entgegen, um es sofort zu vernichten. "Meine" Aurelier hatten sich nicht in derart fragwürdigen Etablissements rum zutreiben.
Marcus Aelius Callidus
Als Callidus in Rom ankam, ging er zuerst zur Villa Aurelia, um dort den Brief abzugeben, nicht, dass er ihn noch verlor...
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Ave Antoninus
Es tut mir leid, dass ich solange nichts mehr von mir hören ließ, aber meine Amtsgeschäfte hier in Misenum lassen mir zur Zeit keine große Freizeit, weder für das private Vergnügen, noch für die Familie.
Zuerst möchte ich dir zu deinem Sieg bei den Spielen gratulieren. Ich war zwar als Zuschauer anwesend, fand aber nicht mehr die Gelegenheit mit dir zu sprechen. Ich hoffe zudem, deine Karriere bei den Cohortes Urbanae verläuft zu deiner Zufriedenheit.
Ich bestelle dir auch liebe Grüße von Mutter und Deandra. Obwohl ich nicth mehr mit ihnen über diesen Brief gesprochen habe, so glaube ich doch, dass es nach ihrem Wunsch ist. Ich hoffe du findest einmal die Zeit, zu uns nach Misenum zu kommen. Es liegt immer noch viel Arbeit an, denoch bietet die Stadt viele Entspannungsmöglichkeiten.
Bitte schreib mir zurück. Mich würde interessieren, wie es in Rom aussieht.
Vale, dein Sohn
Maxentius
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Claudia Aureliana Deandra
Mit einem Lächeln las ich die Zeilen der Lydia. Da machte das Geldverschenken doch Spaß, wenn so liebe Zeilen bekam. Hm, ich hatte andererseits ausdrücklich gesagt, dass ich das Geld nicht zurück haben wollte. Da musste ich wohl noch einmal nachhaken.
Mit dem Schreiben in der Hand ging ich in das Arbeitszimmer des Hausherrn, setzte mich an seinen Platz - wann durfte ich das schon mal - und begann einen Antwortbrief zu schreiben.
Manius Aurelius Eugenius
Eugenius nahm das Schreiben entgegen. "Ja, das dachte ich mir." Murmelte der Mann. Aber ein Versuch kostete schließlich nichts und so wusste er nun wo der Haken an der Sache war. Daß die Stellenausschreibungen aber auch so unpräzise formuliert sein mussten. Er steckte die Papyrusrolle dann weg und ging wieder.
Marcus Annaeus Metellus
Da Optio Metellus mit seinen Vorberreitungen für das Fest und der Ausbildung des neuen Vigilus beschäftigt war, schickte er einen Probatus zur Villa Aurelia, damit er dort einen Brief abgeben solle.
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Salvete verehrte Patronin
und liebe Freundin Deandra,
ich bin nun schon seit einiger Zeit Dein Klient. Ein guter Grund für mich, die vergangenen Wochen und Monate einmal zu kommentieren.
Du warst in dieser Zeit stets eine überaus großzügige und warmherzige Patronin für mich, die mir mit Rat und Tat zur Seite stand. Das ich Dich als Freundin bezeichne, nun, ich bitte Dich, es als ein ehrliches Kompliment anzusehen...so wie es auch gemeint ist.
Als dein Klient steht mir dieses Wort sicher nicht öffentlich zu, deshalb sage ich es auch nicht, ich schreibe es.
Ich hoffe sehr, Du warst mit meinem Verhalten und meinen Taten zufrieden, so daß Du es nicht bereut hast, mich als Klienten zu erwählen.
Auch zukünftig werde ich Dir und Deiner Familie, so wie meiner eigenen, treu und ergeben zur Seite stehen.
Mögen die Götter Dir stehts gewogen sein.
Ergeben Annaues Metellus
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Claudia Aureliana Deandra
Lächelnd nahm ich den Brief entgegen, als mir der Absender ins Auge fiel. Ich setzte mich mit dem Schreiben ins Atrium, eingewickelt in eine warme Decke und ließ mir ein heißes Getränk servieren.
Es waren liebe Zeilen, die mich erreicht hatten. Ja, Metellus war ein unschätzbarer Freund der Familie geworden.
Versonnen ließ ich das Schreiben sinken. Meine Familie - sie sollte, wenn es nach mir ginge, noch näher zusammenrücken. Für das neue Jahr nahm ich mir einiges vor. Mal sehen, was sich umsetzen lassen würde.
Viola
'Oh, ein Brief des Klienten an die Herrin und sie ist nicht da. Der ist doch bestimmt wichtig', dachte ich.
Flugs reiste ich der Herrin nach Mantua hinterher.
Claudia Aureliana Deandra
Schneller als erwartet traf ich wieder in Rom ein. Mein Vater hatte von der Einladung zur Verlobungsfeier berichtet. Als ich das Schreiben las, bemerkte ich einen zweiten Brief. Lächelnd las ich die wenigen Zeilen. Dabei fiel mir ein, dass Metellus mich bereits in Mantua angeschrieben hatte.
Schnell pinselte ich eine Antwort auf ein Pergament und ließ es in die Kaserne bringen. Anschließend machte ich mich auf den Weg zur Villa Claudia.
Claudia Aureliana Deandra
Eine Sklavin brachte mir das Schreiben. Ich legte es neben Maxentius’ Bahre. Erfreut stellte ich fest, dass berufliche Kontaktpersonen seiner gedachten. Der alte Sophus, ich mochte ihn gern leiden. Allerdings wusste er offenbar nicht, dass Maxentius keineswegs ein gutes Verhältnis zu Commodus hatte. Keiner hatte das von uns, niemand wollte ihn hier haben, keiner wollte seine Trauer, deren er sicher auch nicht fähig war.
Alle anderen Mitglieder der Gens würden stets willkommen sein, ob nun während der Trauerzeit oder später.