Marcus Octavius Iustinianus
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An Helena Octavia/Italia/Roma/Casa Octavia
Von Marcus Octavius Iustinianus
Salve liebe Schwester!
Danke für Deinen lieben Brief. Er hilft mir das Heimweh zu lindern, obwohl ich zugeben muß, daß sich das Heimweh in Grenzen hält. Hier in Germanien gefällt es mir richtig gut. Leider hatte ich noch keine Zeit unseren Vetter zu besuchen. Doch ich hörte Gerüchte, daß er ein wenig in Schwierigkeiten steckt. Es soll sich wohl um eine Frau handeln. Sobald ich kann, werde ich ihn besuchen.
Die Grundausbildung ist anstrengend und merke, daß ich etwas aus der Form gekommen bin. Das Essen hat mir einfach zu oft zu gut geschmeckt. Naja, in ein paar Tagen bin ich wieder in Form, wenn ich den Praefectus richtig einschätze.
Zu Deiner Verlobungsfeier werde ich es wohl nicht schaffen, aber zu Deiner Hochzeit komme ich sehr gerne (wenn es meine Vorgesetzten zulassen)!
Ich vermisse Dich auch und ich freue mich jetzt schon auf unser Wiedersehen! Bitte grüße unseren Vater, unsere Schwester und unseren Vetter und sage ihnen, wie gut es mir hier geht. Grüße gehen natürlich auch an meinen baldigen Schwager - auch wenn ich ihn noch nicht kennengelernt habe.
Ich umarme Dich!
Vale
Iustinianus
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Manius Octavius Flavianus Armiger
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An Titus Octavius Flavianus Domitianus
Casa Octavia
Salve Vater!
Seit einem Tag befinde ich mich in Tarraco und habe heute nunmehr meinen Plan in die Tat umgesetzt, in die Ala II Numidia einzutreten. Ich tat dies um durch meinen Dienst für das Imperium meine Schuld ihm gegenüber auszulöschen, die noch mich noch aus meinem früheren Leben belastet, aus der Zeit bevor ich dich traf, bevor ich wußte wer ich bin. Wir haben von meinen unrühmlichen Taten aus dieser Zeit bisher noch nicht gesprochen, Vater. Ich werde es aber tun, sobald wir uns wiedersehen und du es wünschst.
Die Ala. Was einem Peregrinus gut ist, soll während meiner Zeit in der Ala nun auch mir genügen. Auf diese Weise will ich von Grund auf zu Ehre gelangen, die ich meiner Abstammung schuldig bin. Ich werde den Namen der Gens Octavia stets in Ehren halten und zu seinem Ruhm beitragen wo ich nur kann.
Vor allem aber verliere ich unser Ziel nicht aus den Augen, den Namen deines leiblichen Vaters, Kaiser Titus Flavius Domitianus, wieder reinzuwaschen. Denn nur deswegen bin ich hier: Nur wenn ich mich selbst rehabilitiere, kann ich in Ehren die Rücknahme der ungerechten Verhängung der Damnatio Memoriae gegen meinen großen Vorfahren fordern. Doch sind wir im Recht und die Götter mit uns, Vater. Si deus pro nobis, quis contra nos?
Übermittle bitte auch meine besten Wünsche an meinen Großvater, Census Anton, zu seiner Verlobung mit der wunderschönen Octavia Lucia Antonia. Ich habe mich sehr über diese Nachricht gefreut.
Auf baldiges Wiedersehen in Gesundheit.
Ich küsse deine Hände,
Manius Octavius Flavianus Armiger
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Lucius Decimus Martinus
Ein Bote ritt zur Casa Octavia um diesen Brief abzugeben.
Schnell ritt er danach wieder weiter denn er hatte noch einen weiten Weg vor sich.
Am Kuvert stand:
"An Livia Decima Tertia"
Livia Decima Tertia
Ein Sklave hatte Livia den Brief übergeben, voller Neugier auf Nachrichten von zu Hause öffnete sie ihn rasch und begann zu lesen.
Sie freute sich für Martinus das er befördert worden war, aber bei der Vorstellung wie sein Gesicht ausgesehen haben musste, zeichnete sich ein Grinsen auf ihrem Gesicht ab.
Erleichtert stellte sie fest das es allen gut ging, auch wenn es in dem Schreiben nicht erwähnt wurde, so glaubte sie doch daraus schließen zu können, dass es auch Balbus gut ging.
Obwohl der Brief ausnehmend erfreuliche Nachrichten enthielt, betrübte er sie doch ein wenig, schließlich konnte sie bei all dem nicht dabei sein und sie vermisste Hispania mehr als sonst.
Dann ging sie in ihr Zimmer um eine Antwort auf den Brief zu schreiben.