[Principia] Officium Praefectus Praetorio

Decius Germanicus Corvus
Corvus nahm die Befehle entgegen.
"Ja, Präfekt!"
Er salutierte und verließ das Officium.
Gaius Vinicius Marcellus
Marcellus kam beim Officium des Präfekten und meldete sich bei der Wache.

"Sag den Präfekten sein Bruder wäre hier um sich zum Dienst zu melden."
Marcus Vinicius Hungaricus
Die Wache schaute bei diesem frechen Kommentar, grinste dann und meinte:

Der Praefectus ist drinnen. Geh rein!
Gaius Vinicius Marcellus
Mit einem lächeln im Gesicht nickte er der Wache zu und ging in das Officium. Sein Bruder war gerade in Arbeit vertieft und würdigte ihm beim eintreten keines Blickes. Marcellus stellte sich vor den Schreibtisch und sagte mit lauter, kraftvoller Stimme.

„Miles Gaius Vinicius Marcellus meldet sich zum Dienst!“

Danach grinste er über beide Ohren und wartete auf eine Reaktion seines Bruders.
Marcus Vinicius Hungaricus
Hungaricus schaute kurz auf und sagte:

Ach da bist du ja. Hast dir mächtig Zeit gelassen, wie?

Jetzt lag es an ihm zu grinsen doch seine Miene wurde gleich wieder ernst. Er legte den Akt aus seiner Hand auf den Schreibtisch und rieb sich mit einer Hand die Augen.

Ich würd ja gern einen Falerner mit dir trinken gehn ob deiner Versetzung zu den Prätorianern, doch Rom und der Kaiser brauchen gerade jetzt unsere Schwerter. Deswegen auch dein Ruf zu die Prätorianer. Ich hab mit Legatus Macer gesprochen um Verstärkung, es freut mich, daß du es hierher geschafft hast. Feiern müssen wir aber - wie gesagt - ein andermal.

Er stand auf und goß sich und seinem Bruder etwas stark verdünnten Wein ein. Dann drehte er sich um und reichte Marcellus einen Becher.

Hier, trink etwas.

Hungaricus nahm einen Schluck.

Ich habe auch schon einen Auftrag für dich: Nämlich Wache schieben! Klingt vielleicht nicht spektakulär, ist aber im Moment umso wichtiger. Es ist vielleicht sogar gut, daß gerade du hierhergekommen bist. Ich will, daß du im Palast bist, wenn möglich ständig. Halte Augen und Ohren offen! Es würde mich nicht wundern, wenn einige zwielichtige Gestalten um den Kaiser herumschwirren, vielleicht auch ein Attentäter.

Er setzte sich wieder.

Hast du noch Fragen?
Gaius Vinicius Marcellus
Marcellus nickte.

„Nein! Ich habe verstanden! Ich werde sofort eine Prätorianeruniform und Waffen ausfassen und mich auf den Weg zum Domus Augustana machen! Gibt es sonst noch etwas?“
Marcus Vinicius Hungaricus
Nein, für diesmal nicht.

Marcellus salutierte und ging hinaus. Hungaricus dachte noch kurz über seinen Bruder nach, dann wandte er sich wieder seinen Akten zu.
Marcus Vinicius Hungaricus
Einige Tage waren vergangen, seit der Praefectus Praetorio seinen Speculator Corvus mit dem Geheimauftrag weggeschickt hat. Doch einen Bericht hatte er bisher noch nicht bekommen...

Was war da los? Hatte er Corvus überfordert mit dieser Aufgabe? Oder war er schon zu den Aufständischen übergelaufen? Hungaricus schüttelte den Kopf und wischte diesen Gedanken schnell wieder weg...

Rom wurde ein unruhiges Pflaster... Für alle hier...
Decius Germanicus Corvus
Ein berittener Bote bringt eine eilige Nachricht aus dem Süden:

   


Speculator Decius Germanicus Corvus
an den Praefectus Praetorio
Marcus Vinicius Hungaricus!


Salve Präfekt!

Heute habe ich endlich die erhoffte Nachricht erhalten; eine Ratte hat ihren Bau verlassen.
Ich schreibe diese Zeilen eilig nieder, denn die Mitteilung unseres Informanten hat mich erst sehr spät erreicht, so dass ich keine Zeit verlieren darf, will ich diese Gelegenheit wahren.
Die Nachricht sagte nicht, um wen es sich handelt, doch habe ich Hoffnung, dass es sich um einen der Köpfe der Verschwörung handeln wird.
Obwohl der Legat der I. Legion, Spurius Purgitius Macer, mir auf Dein Schreiben hin jede Unterstützung zugesagt hat, bin ich für den Moment auf mich allein gestellt. Denn die erhofften Männer der Legionsreiterei sind augenblicklich noch in Erkundungsritten gebunden und bereits seit längerem überfällig. Dies ist ein böses Omen, kann es doch sein, dass der Feind bereits weiter vorgerückt ist, als bislang geglaubt.
Dennoch breche ich nun auf. Ich werde mich von den Männern des Griechen begleiten lassen, der in unseren Diensten steht. Sie sind schlecht geschult und mehr Raufbolde, denn Soldaten, doch für den Moment das Beste was ich bekommen kann. Ich werde mit ihnen nach Süden ziehen, zur Stadt Eburum. Dort hoffe ich, binnen zwei Tagen doch noch Verstärkung durch Männer der I. Legion zu erhalten. Dann ziehe ich die Via Popillia weiter, wo ich auf die Fährte unserer Zielperson zu stoßen glaube.

Für Rom und den Kaiser!

FELDLAGER MISENUM
ANTE DIEM XIV KAL MAR DCCCLV A.U.C. (16.2.2005/102 n.Chr.)


Marcus Vinicius Hungaricus
Hungaricus las mit Spannung den Bericht...

Es gab also Probleme. Nun gut, damit hatte er gerechnet.

Der Praefectus Praetorio konnte sonst nichts tun, jede Auffälligkeit würde den Geheimauftrag gefährden. Er haßte es, so nichts weiter tun zu können...
Gaius Vinicius Marcellus
Marcellus kam zum Officium des Praefectus Praetorio und meldete sich bei der Wache.

„Sag dem Praefecten, dass Optio Marcellus hier ist um mit ihm zu sprechen.“
Marcus Vinicius Hungaricus
Die Wache nickte und schaute rein zum Praefectus.

Praefectus. Optio Marcellus wünscht Euch zu sprechen.

Gut, herein mit ihm.

Die Wache nickte und deutete den Optio hinein.

Nun, Marcellus. Was kann ich für dich tun?
Gaius Vinicius Marcellus
Marcellus kam ins Officium stellte sich stramm vor seinen Bruder und salutierte.

„Salve Hungaricus! Ich wollte kurz vorbeischauen bevor ich weiter zum Domus Augustana gehe und meinen Dienst antrete. In letzter Zeit ist im Domus nicht viel passiert – den Götter sei dank. Die Audienzen halten sich auch in Grenzen, seit der Bürgerkrieg ausgebrochen ist. Wir haben die Wachposten trotzdem verdoppelt. Gibt es irgend etwas neues von der Front?“
Marcus Vinicius Hungaricus
Nichts los in der Domus Augustana? Normalerweise überhäufen sich dort die Leute mit Audienzwünschen, soso...

Nein von der Front gibt es nichts Neues. Laeca ist anscheinend noch immer auf dem Vormarsch, aber die Legio I ist bereits in Misenum. Nun, wir werden sehen, wie lange es noch dauert. Aber daß die Wachen verstärkt wurden, ist gut. Ich habe immer das dumpfe Gefühl, daß sonst jemand auf dumme Gedanken kommen könnte.
Gaius Vinicius Marcellus
"Ich hoffe es bleibt so ruhig! Ich werde mich heute in der kiserlichen Kanzlei erkundeigen ob der Imperator irgendwelche Ausflüge geplant hat bzw. wie seine Termine in nächster Zeit aussehen. Dann können wir rechtzeitig alle Vorkehrungen dafür treffen."

Marcellus lächelte seinen Bruder an.

"Danke noch einmal, dass du mir das Kommando über die kaiserlichen Wachmannschaften übertragen hast. Du kannst dich auf mich verlassen! Ich werde dich nicht enttäuschen!“

Dann stand er wieder stramm, wie es sich vor einem Vorgesetzten gehörte.

„Hast du noch weitere Befehle?“
Marcus Vinicius Hungaricus
Gut. Tu das.

Nein, ich habe vorerst keine weiteren Befehle. Erst, wenn die Situation unten gelöst wird - auf welche Weise auch immer.


Er schaute nachdenklich.

Ich will hoffen, daß du mir keine Schande bereitest. Er grinste.

Wegtreten!
Gaius Vinicius Marcellus
Marcellus grinste zurück.

"Mach dir keine Sorgen! Ich halte dich auf den laufenden!"

Dann salutierte er und verlies das Officium.
Gaius Octavius Victor
Nach einem anstregenden und weiten Marsch von seinem Officium zum Officum des Hungaricus, klopfte Victor an die Tür, trat ein und liess sich beim Praefectus Praetorio anwesend melden.
Marcus Didius Falco
Nachdem Hungaricus und ich uns begrüßt hatten, kam auch Victor. Er wirkte etwas blasser als bei unserem letzten Zusammentreffen. Ich hatte auch eine Ahnung warum. Augenzwinkern Wir begrüßten uns freundschaftlich und warteten dann darauf, was der Praefectus Praetorio mit uns besprechen wollte.
Marcus Vinicius Hungaricus
Salve, meine Herren.

Kommen wir gleich zur Sache: Laecas Truppen nähern sich Rom. Macer hat um Unterstützung der Prätorianer angefordert, weil die Truppen von unserem Cäsar noch zu weit weg sind. Ich habe 3 Kohorten geschickt. Mehr konnte und mehr wollte ich nicht hergeben. Wir wissen alle drei, was das für Folgen haben könnte...

Ich will nicht den Teufel an die Wand malen, aber wenn Laecas Truppen siegen und vor Rom stehen, wird es eng. Ich zweifle nicht an der Bereitschaft eurer Truppen, lediglich an der Loyalität des Pöbels.

Gut, also folgendes: Wenn Laeca es wirklich schaffen sollte, bis nach Rom zu kommen, ohne unser Gefangener zu sein, wird in Rom das Kriegsrecht ausgesprochen. Ich werde dann den Oberbefehl über alle bewaffneten Truppen innerhalb Roms innehaben. Natürlich wäre mir lieber, wenn das ohne Reibereien abgeht, ihr versteht, was ich meine?


Er sah die beiden anderen Kommandeure an.