Lucius Aelius Quarto
“Sehr gut, du hast mir tatsächlich wieder etwas mitgebracht.“
Er nahm den Brief erwartungsvoll entgegen.
“Du bist sicher müde, von der langen Reise. Lass dir etwas zu essen geben und ruh dich dann in deiner Kammer aus.“
Saldir
Nachdenklich legte sie den Kopf schief, versuchte einigermaßen nachzuvollziehen, was er denn nun eigentlich gesagt hatte. Kammer...also sollte sie in ihre Kammer? Stumm nickte sie und verließ, sich eine schmerzende Schulter reibend, den Raum...
Lucius Aelius Quarto
Er sah ihr nach, nickte zufrieden und murmelte dabei: “Perfekt.“
Dann begann er zu lesen.
Nakhti
Nakhti kam in das Tablinum und meldete einen Gast.
“–herr, die gerufene –eilerin.“
Annaea Kassandra
Ich wartette bei der Türe wie sich das gehöhrte mit der Händen gefalten für mein schoß und das Gesicht verschleiert da ich ja in anwesendheid Fremder Männer war.
Lucius Aelius Quarto
“Bitte tritt ein. Wer bist du und was wünschst du? Mein Sklave sagte etwas von einer Heilerin. Kommst du wegen Lysias?“
Annaea Kassandra
"Jahwohl Herr ,deswegen bin ich gekommen.
Mir erreichtte in Hispania den Brief und so bin ich herran gereist hoffentlich ist es nicht zu spät..."
Lucius Aelius Quarto
“Nein, zu spät nicht, aber er scheint mir sehr schwach zu sein. Ich fürchte um sein Leben, darum ist es gut eine Heilerin im Haus zu haben. Mein Sklave wird dich zu ihm bringen.“
Er wandte sich dem Ägypter zu.
“Nakhti, führe die Dame in das Gemach des Lysias und steh ihr zur Verfügung, wenn sie etwas benötigt.“
Nakhti verneigte sich und tat wie ihm geheißen.
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Domus Aeliana - Cubiculum Lysias
Publius Aelius Hadrianus
Im Tablinum war Hochb etrieb. Das kam mir überhaupt nocht gelegen.
Ich setzte also mein elegantestes Lächeln auf und begrüßte meinen Vetter und die Altbekannte von der Societas, welche mich mein ganzes Leben lang zu verfolgen schien und mir permanent über den Weg lief, wohin ich mich auch wand. Es war zu Schreien.
Salve Vetter und Kassandra. Ich mach auch leise und bin schon weg.
Und versuchte mich unauffällig schon wieder zu verdrücken.
Lucius Aelius Quarto
Quarto hörte sich den Bericht der Heilerin an.
“Ich danke dir. Ich bin mir sicher, du hast alles was möglich war für meinen alten Freund getan.“
Seine Stimme war schleppend und von Trauer geprägt.
“Wie lange er aufgebahrt bleiben soll…? Eine Woche ist wohl üblich. Wende dich an meine Sklavin Saldir, sie soll sich darum kümmern.“
Inzwischen war sein Vetter Hadrianus in den Raum gekommen. Wie durch einen Schleier nahm Quarto ihn wahr.
“Vetter! Du bist zurück? Das ist gut. Leider gibt es böse Neuigkeiten. Wir haben zwei Tote zu beklagen. Den Griechen Lysias… und… deinen Bruder Flavus Aelius Vassenius… beide tot, beide liegen Seit an Seit aufgebahrt im Peristyl.“
Publius Aelius Hadrianus
Nun ja. Lysias war schon immer für einen etwas ausgefallenen Lebenstil bekannt, aber das er nun gleich diesen solcherart ändert... wer hätte das gedacht? Und mein Bruder gleich mit?
Ich kratzte mich am Kinn.
Ich werde Nakhti Bescheid sagen, daß er den Bestatter holt, der sie einbalsamiert, sonst haben wir hier bald lauter Fliegen.
Ich drehte mich um und Nakhti stand schon hinter mir, weil er mir vom Eingang her folgte.
Hol bitte den Bestatter, damit er die Beiden einbalsamieren kann. Er soll die Beerdigung in 7 Tagen vorbereiten lassen. Lysias soll so meine ich, wie ich Quarto kenne, nahe dem Familiengrab bestattet werden. Und vergiß nicht die Trauer zu verkünden, denn morgen sollte meine Emanzipation sein, aber die wird wohl nun warten müssen. Hast du alles verstanden?
Ahhh, doch noch etwas. Suche im Hafen den Kaufmann, der mich von Hispania nach Italien brachte und sage ihm, daß der in Hispania die Legatin aufsuchen möge und ihr ausrichten, daß der Kaiser wünscht, daß sie die Bestrafung ihres Regionarius höchstselbst ausführt. Was wäre da wohl treffender geeignet als die Ludi zu denen der Kaiser anreist und sich daran ergötzen kann? Ich werde wahrscheinlich ebenfalls mitreisen. Berichte ihm, daß ich mich für seine Dienste erkenntlich zeigen werde und ihm den Weg in die Flotte zurück ebnen werde! Seine Vorgesetzten werde ich entsprechend instrumentieren. Die Prätorianer können Dir das Schiff beschreiben! Nun geh Nakhti oder hast du noch Fragen?
Nakhti
Der Ägypter hörte Hadrianus mit offnem Mund und gewohnt dümmlichen Gesichtsausdruck zu. Dann verneigte er sich weiteres Mal.
“Ja –err. Nein –err.“, gab er wenig aussagekräftig von sich um dann eiligen Schrittes zu entschwinden.
Publius Aelius Hadrianus
Ich schalt mich einen Tor,warum ich überhaupt immer mit diesem Sklaven sprach, da ich sowieso einem 2. dasselbe auftragen mußte, weil man nie sicher gehen konnte, daß der Ägypter alles verstand.
Annaea Kassandra
Für mich war die sache abgehandelt...
Ein bestatter würde das alles übernemen.
Eine Rechnüng gab ich nicht .
"Es gibt keine rechnung dar ich den Patient nicht erfolgreich Heilen könnte
Somit wirt dies Göttern Tariev.
Nochmahls mein Leitwesen und viel Kraft gewünscht."
Ich nickte den Beidde zu und verlies das Tabularium .
Lucius Aelius Quarto
Quarto hatte einem seiner Sklaven ein Schreiben diktiert. Anschließend las er es nochmals durch, siegelte es und rief nach Nakhti.
“Nakhti, mein Treuer, ich habe hier ein Schreiben. Es muss nach Germanien gebracht werden, nach Mogontiacum. Du wirst das erledigen.“
Er drückte ihm die Papyrusrolle in die Hand.
Nakhti
Bei dem Gedanken, ins kalte, unwirtliche Germanien reisen zu müssen, wurde Nakhtis olivbraune Gesichtsfarbe leicht gräulich. Dennoch nahm er dienstbeflissen die Rolle entgegen und verbeugte sich wie üblich tief. “Ja –err!“
Lucius Aelius Quarto
“Dann los mit dir!“
Nakhti verschwand und Quarto widmete sich wieder anderen Dingen, die vor dem großen Fest auch noch zu erledigen waren.
Saldir
Nachdem sie schon vergebens in 3 Räume gespäht hatte, sparte Saldir sich diesmal das anklopfen und warf einen Blick in das Tablinum. Hoppsa, da war er ja.
"Herr....Mann an Tür.", meinte sie in gebrochenem Latein.