Herberge "Zum fröhlichen Flottensoldaten"

  • Zum fröhlichen Flottensoldaten... So hieß die Herberge, welche dem Vipsanier sofort ins Auge gestochen war. Sofort betrat Gallicus die Herberge, setzte sich an einen Tisch im Erdgschoss und wartete darauf, dass der Wirt kam um seine Bestellung aufzunehmen. Als dieser gekommen war, bestellte er eine Kanne Honigwein zur Feier des Tages und fragte den Wirt nach einem Zimmer. Der Wirt, welcher selber ein ehemaliger Sodat bei der Flotten gewesen war und deshalb auch seine Herberge so benannt hatte wie sie hieß. Der Wirt zeigte sich verhadlungsbereit und machte dem Gallier sogar einen Sonderpreis. Drei Denare die Nacht. Billig war das nicht, aber die Herberge machte einen sehr guten Eindruck. Gallicus willigte ein und besichtigte nachdem die Honigweinkanne leer war das Zimmer. In der Tat war es in einem sehr guten Zustand. Positiv überrascht zog er sich sogleich zurück um seinen Brief an den Legaus Augusti Pro Praetore Germaniens zu verfassen.


    Etwa eine halbe Stunde später war der Brief fertig gestellt und Gallicus verließ sein Zimmer und wenig später die Herberge wieder um den Brief in der hiesigen Mansio des Cursus Publicus abzugeben...

  • Bei der Herbergsmutter wurde ein Brief für einen Gast hinterlegt, der wohl hier nächtigte. Jedenfalls hatte der Absender diese Schänke angegeben...



    Publius Vipsanius Gallicus
    Herberge "Zum fröhlichen Flottensoldaten"
    Misenum
    Italia


    ID APR DCCCLVIII A.U.C. (13.4.2008/105 n.Chr.)



    Sei gegrüßt Publius Vipsanius Gallicus,


    der Posten des Praefectus Portuensis ist noch zu vergeben. Allerdings wünscht der Legat, dich in einem persönlichen Vorstellungsgespräch kennen zu lernen, bevor er dich einstellt. Hiermit bist du eingeladen, den Legaten in der Regia Germania Superior zu einem Gespräch aufzusuchen.


    Mit freundlichen Grüßen,


    gez. Legatus Augusti Pro Praetore der Provincia Germania Marcus Vinicius Lucianus



    Legatus Augusti Pro Praetore der Provincia Germania Marcus Vinicius Lucianus
    Regia Germania Superior
    Mogontiacum
    Germania

  • Der Brief wurde sofort an Gallicus weitergeleitet, welcher sich glücklicherweise gerade in der Herberge befunden hatte. Gespannt las er sich das Stück Pergament sorgfältig duch und ließ es dann enttäuscht sinken. Das war ja weder eine Bestätigung, noch eine Absage! Dann würde er also nach Germanien reisen müssen, ohne sich sicher zu sein, ob er den angestrebten Posten bekommen würde. Na, immerhin war der Posten des Praefectus Portuensis nicht besetzt... Gallicus entschied sich sofort aufzubrechen. Er packte sein Gepäck zusammen, bezahlte die offenen Rechnungen beim Wirten, verabschiedete sich von selbigen und holte sein ebenerst erowrbenes germanisches Pferd Curro aus dem Stall. Dann ritt er auch schon los, in Richtung Norden.


    Mit etwas Glück würde er noch am selben Tag Rom erreichen...

  • Es war der Morgen des 14. Tages des Iulius im Jahre 106 nach Christus, wie es der gefährlichste Kult im ganzen Reich nannte. Die Sonne war über Misenum aufgegangen. Romana, die gestern aus Rom angekommen war, war gerade vor ein paar Stunden aufgestanden und stand am Fenster. Sie blickte über die Stadt, während sie sich von ihrer Vestispica ihre Palla glattstreichen ließ. „Komplett weiß, wie es sich gehört!“, hatte sie auf sie eingeredet, als sie ihr das Gewand angedreht hatte. Romana konnte sich durchaus vorstellen, dass sie, dermaßen dick eingepackt, im Laufe des Tages noch ins Schwitzen kommen würde. Sie hatte die typischen patrizischen Schuhe mit dem Halbmond an. Zuunterst hatte sie ein kurzes Untergewand angezogen, darüber eine weiße Stola, und darüber wiederum eine lange Palla, welche ja für die Frau das war, was für den Mann die Toga war. Eingewickelt in diese Stoffe, blütenweiß natürlich, hatte sie darauf bestanden, dass sie komplett ungeschminkt zur Captio gehen wollte, mit dem Haar einfach nach hinten gekämmt und nicht kunstvoll aufdrapiert. „Ich will nicht aussehen wie eine Prostituierte oder so etwas!“, hatte sie angordnet. „Ich will den Kaiser nicht heiraten! Ich will unter seine Patria Potestas fallen, dafür muss ich nicht verführerisch oder weiß was ich ausschauen!“, hatte sie die Sklavin angefahren. Diese hatte daraufhin auch jegliche Vorschlage sein lassen.


    „Passt es so?“ „Absolut, Herrin.“ „Ich meine, wirklich?“ Natürlich.“ „Aber ich meine, ich kann mcih ja nicht von hinten sehen, ich...“Herrin! Es passt alles! Wirklich!“ „Aber...“ Keine Sorge, Kindchen!“, machte die Vestispica gutmütig zur jungen Claudierin, die kurz vor einer Panikattacke stand. „Du wirst das überstehen. Ich weiß das.“ „Wirklich?“ „Ja, natürlich! Du bist fertig! Es kann losgehen! Und jetzt spute dich, amsonsten kommst du zu spät, und dann muss der Kaiser noch auf dich warten. Komm. Auf geht’s. Wir warten hier auf dich, ja? Und dann sagst du uns, wie es gegangen ist!“ Romana lächelte die Sklaven gerührt an. „Ihr seid... gute Menschen. Wirklich. Danke. Danke für alles.“ „Ist ja schon gut!“, warf Saud ein. „Und jetzt beeile dich!“ „Jajaja, sicher. Bis später.“ „Viel Glück!“ Romana wandelte aus der Tür heraus, warf den Sklaven nochmals einen Blick zu, und verließ dann das Zimmer.

  • Während er auf eine Meldung des Nauarchus bezüglich der Steinbrüche der Classis wartete, suchte Tiberius die Herberge "Zum fröhlichen Flottensoldaten" auf, um dort zu nächtigen. Die Herberge war recht ordentlich eingerichtet und auch die abendliche Unterhaltung war halbwegs amüsant, weswegen der Decimus die Wartezeit, bis er eine Nachricht vom Nauarchus bekommen würde, gut überbrücken konnte.

  • Die Schritte von Claudia Romana waren immer noch ein kleines bisschen wackelig, als sie die Herbergsstufen hinaufschritt und die Tür zum Zimmer aufriss. 4 Augenpaare starrten sie an. „Und?“, fragte schließlich Nofretete, „Alles gut gegangen?“ Romana lächelte. „Ja. Alles gut gegangen. Alles. Ich bin Vestalin.“ Die Sklaven blickten sich gegenseitig an und lächelten dann erleichtert. „Gratulation!“, rief Kallonike und umarmte ihre ehemalige Herrin. Romana umarmte die treue Seele zurück. „Dies ist jetzt der Abschied.“, teilte sie den Sklaven mit. „Ich gehe per Schiff nach Rom zurück. Ihr werdet die Kutsche nehmen müssen.“ „Per Schiff?“, fragte Kallonike. „Ja, per Schiff. Und ich habe nicht viel Zeit, ich muss los. Auf Wiedersehen. Macht es gut. Wir sehen uns bestimmt wieder, ich werde euch besuchen kommen, wann immer es geht.“ Sie verabschiedete sich von jedem einzelnen ihrer Sklaven und verließ dann die Herberge, Richtung Hafen.

  • Die Herberge macht auf mich einen fröhlichen Eindruck. ad nautam laetam, der Name war Programm. Weinranken kletterten an der Fassade des Gebäudes zur Straßenseite hinauf. Es lag in einer kleinen Seitengasse nicht weit vom Forum und der städtischen Curie entfernt.
    Der Inhaber war hochgewachsener von mittlerer Statur und kernigen Gesichtsausdruck befallener Typ. Er hatte kurzes, geschorenes Haar, welches an einigen Stellen bereits lichter wurde. Ein ehemaliger Flottensoldat, der sich mit seiner Abfindung in der Stadt niedergelassen hatte und diese Herberge betrieb. 12 Sesterzen für das Zimmer pro Nacht waren ein vernünftiger Preis, in Rom zahlte man das doppelte. Ich packte meine wenigen Habseligkeiten, die ich mit mir führte - das meiste hatte ich vor meiner Abreise verkauft - aus und begab mich anschließend in den Gaststättenbereich, um eine Mahlzeit und einen kräftigen Schluck Mulsum zu mir zu nehmen.

  • Nach dem Antoninus seinen Auftrag ausgeführt hatte und die Schriftrolle abgegeben hatte. Jetzt war ihm mehr nach Zerstreuung so hatte er sich bei dem Schönem Wetter vor eine Herberge gesetzt. Es war schon wieder warm genug um draußen zu sitzen und er hatte sich einen Becher Wein bestellt. Und beobachte die Leute die an der Herberge vorbei gingen. Er hatte auch ein Zimmer hier genommen er würde Morgen früh den Rückweg nach Rom antreten.

  • Geminus war in einer Bibliothek gewesen und hatte sich mit einigen statistischen Daten aus der Regierungszeit von Julian eingedeckt. Fakten, Menschen und Geschehnisse, diese brannten sich dem Senator ein, aber Zahlen ....


    Er war dabei, seine Commentarii De Bello Dacico vorzubereiten. Mehr als nur eine Schriftrolle unter dem Arm, drängelte er sich durch die Menschen. Von hinten sprintete ein Junge heran, der dem alten Mann gezielt einen Stoß versetzte, der alle Schriftrollen freigab und sie purzelten auf die Straße. Das Opfer darunter war schon vorher ausgewählt worden, ein dickes Opisthographon dessen umbilicus der einzige mit ein wenig Goldeinlagen an den Köpfen war.


    Nachdem Geminus sein Straucheln wieder einigermaßen gefangen hatte, brüllt er dem Bengel hinterher.


    "Du verfluchter, nichtsnutziger, kleiner Bastard!"


    Er greift sich in seiner Wut eine weitere Rolle und will diese werfen. Als er dazu ansetzt, erkennt er sie. Der gallische Krieg, sein eigenes Exemplar mit vielen Anmerkungen. Wenn das kaputt ginge oder nur, in wissen die Götter was, hier auf der Straße hineinfiele, so würde ihn dies Monate zurückwerfen. So ließ er den Arm sinken.


    "Haltet den Jungen, er ist ein Dieb!"


    Naivität tut weh. Manchmal jedenfalls. Desinteresse war noch das anteilnehmendste Gefühl, dass man den Blicken der ihm entgegen kommenen Passanten entnehmen konnte.

  • Antoninus setzte grade seinen Becher mit Posca an, als er einen Jungen mit Anlauf in einen Mann mit Schriftrollen lief. Im ersten Moment dachte er das der Junge den Mann beim Toben denn Mann übersehen hatte. Deshalb verschluckte er sich auch im ersten Augenblick weil er wusste wie es als Junge war und fand das im ersten Moment ehr lustig. Auch wenn er durchaus Mitleid mit dem Mann hatte aber wenn Kinder spielten kam sowas durchaus vor.
    Aber all diese Gedanken verflogen als der Junge keine Anstalten Machet stehen zu bleiben oder sich gar zu entschuldigen. Im Gegenteil er lief weiter ob er etwas mitgenommen hatte konnte Antoninus nicht sehen. Aber der Mann der sich grade wieder aufrappelte rief. "Haltet den Jungen, er ist ein Dieb!" Was Antoninus veranlasste schlagartig den Becher auf den Tisch zu stellen und los zu spurten. Er wich mehreren Menschen auf der Straße aus und bewegte sich schnell vorwärts bis er den Jungen erreichte. Mit einer schnellen Armbewegung hatte er den Kleinen in der Talje geschnappt und unter den Arm geklemmt. Der Junge zappelte und schrie wehren Antoninus ihn zurück trug. Der Mann stand mittlerweile wieder als Antoninus den Jungen vor ihm Absetzte und mit beiden Händen wie in einer Klammer fest hielt. Kurz muster Antoninus den Mann wie die Meisten Menschen war der Mann zwei Handbreit kleiner als er aber er wirkte nicht über füllt. Offensichtlich neigte de Mann nicht wie die Meisten Männer in gehobener Gesellschaftsschicht zur Völlerei. „Salve ich glaube du wolltest noch mal mit diesem jungen Mann sprechen. Er hat glaub ich etwas was dir gehört.“

  • "Salve und danke, mein Freund. Du hast wirklich einen bemerkenswerten Antritt."


    Widmete sich der Senator zunächst seinem Helfer. Er musste scharfe Augen haben, denn er hatte die Situation sehr schnell erfasst. Dann war er äußerst sportlich, den Passanten auszuweichen und dem Jungen derart schnell hinterher zu kommen. Weiter musste er etwas für Gerechtigkeit übrig haben, ein Vigile vielleicht, oder die beiden gehörten zusammen und teilten die erwartete Belohnung an der nächsten Ecke brüderlich ...


    Der Senator lächelte.


    Wenn dem so war, würde der ältere schon sehr bald darauf zu sprechen kommen, daher würde der Senator dies als Test selbst tunlichst vermeiden.
    Seine Kleidung ließ aber eher den Verdacht Sicherheitsorgan zutreffen. Seine Tunica war nicht unordentlich, man könnte sagen militärisch korrekt und für einen Veteran war er zu jung, Verstümmelungen sah man auch keine. Aber auch dafür gab es einen Test.


    "Ja, der Junge hat mir etwas Tragen geholfen. Nur war das seine und nicht meine Idee. Denn diese hier ... "


    Sprachs und erhielt die Rolle zurück.


    "... hätte ich auch alleine den Weg nach Hause geschafft. Aber nun da ich sie wieder habe, können wir, denke ich, den Lausbuben wieder laufen lassen. Eine Lektion lernt er so oder so nicht und bei den örtlichen Behörden würde er nur lernen, ein schlimmerer Verbrecher zu werden."


    Allein der Kommentar würde von einem örtlichen Staatsdiener nicht unbeantwortet bleiben. Aber zur Sicherheit ....


    "Außerdem wäre es für uns ebenso unangenehm den Vorfall zu melden. All die Fragen, das Warten und am Ende hängen die Kerle einem sogar selber noch was an!"


    Nun war sich Geminus recht sicher, bald zu wissen, wen er vor sich hatte und lächelte.

  • Antoninus grinste auf den Kommentar was seine sportliche Leistung betraf. „Danke ich bin mir aber sicher, dass der Kleine hier nicht so froh über mein schnelles Eingreifen ist.“ Sagte er dann und schüttelt den Kleine kurz leicht so das sein Kopf einmal nach vorn und zurück nickte. So so tagen geholfen das war eine sehr nette Umschreibung für Diebstall. Als die Rolle wieder den Besitzer gewechselt hatte und als der Mann erwähnt das er die Sachen nicht verfolgen wollte und den Jungen gehen lassen wollte lockerte Antoninus seine Griff. Was der Junge wahrscheinlich sofort bemerkte und Antoninus in die Hand biss und als dieser vor Schreck die dies zurück zog machte er sich aus dem Staub. Erst wollte Antoninus im mit einem. „Du kleiner . . . …“ Folgen aber da der Bestohlene eh keine Strafverfolgung wollte brach er seinen Ansatz ab und drehte sich wieder zurück. Mit einem „Nun du magst recht haben aber eine Trachtprügel hätte wohl nichts geschadet.“ kommentierte er die ausbleiben Ahndung des Vorfalls.


    „Du magst recht haben ich habe eigentlich auch keine Lust ihn an die Vigile zu übergeben. Die Aussagen und Vernehmungen hätte sicher ein zwei Stunden in Anspruch genommen.“ Er hielte seinem Gegenüber Soldatisch den Unterarm hin an dem eine seiner Armillae prangte. „Ich bin Lucius Iulius Antoninus im Übrigen. Und mit wem habe ich die Ehre?“


    Sim-Off:

    Edit: die Bösen Farbcods

  • Und weg war der kleine Dieb.


    "Froh über sein schnelles Fortkommen ist er scheinbar aber schon.


    Lachte der Senator.


    "Eine Tracht hätte ihm nicht geschadet, nicht mehr, das denke ich auch. Er wird im Leben davon genug bekommen haben und noch erhalten."


    Seis drum, Sozialkritik war kein römsichen Steckenpferd.


    Ob bewusst oder unbewusst, er hatte den Test umgangen und schlichtweg Geminus' Aussage bestätigt, ohne Regung. Unter einer Decke waren die beiden sicher nicht, keiner würde sich bei jeder Aktion beißen lassen wollen. Entweder war er also doch kein Militär oder er gehörte einem ganz anderen Verband an, nichts lokales. Wegen des Kaisers Anwesenheit in der Nähe, konnte es nahezu alles sein.


    Ein militärischer Gruß, den hatte man dem Senator schon lange nicht mehr angeboten, seit den Tagen von Hispania Occupata nicht mehr. Umso bereitwilliger nahm er ihn an. Sein gegenüber trug Armillae. Die Theorie traf also doch zu. Mehr Beweise brauchte es nicht. Also konnte man auch offensiv werden.


    "Oh ein Iulier! Salve und noch einmal danke für Dein Eingreifen! Ich bin Titus Helvetius Geminus. Da Du mir geholfen hast und dabei sogar verwundet wurdest ..."


    Der Senator deutet auf die Hand des Mannes.


    "... möchte ich Dich gerne zu einem kleinen Schluck einladen, wenn Du erlaubst? Wobei Du bei Deinem Dienst in den Streitkräften sicher schlimmeres gewohnt bist, oder?"


    Jeder normale Legionär würde bei der Vorlange nun zu prahlen anfangen.

  • Antoninus nahm denn Unterarm des Mannes der sich als Titus Helvetius Geminus vorstellte. Antoninus war zu jung und in Politischen Dingen zu uninteressiert als das ihm der Name ihm etwas sagen müsste. So blieb er der Sache weiter Freundlich neutral ein gestellt. Wenn er gewusst hatte das sein Gegenüber ein Senator Roms war wehre das sicher anders gewesen. Aber so war es für ihm nur einen Einladung zu etwas zu Trinken. "Es freut mich dich kennen zu lernen. Na eine Verwundung würde ich das jetzt nicht grade nennen.“ Sagte er und betrachte nur kurz seine Hand. „Ich hatte mit grade einen Becher Posca bestellt. Nun ja ich würde sagen das ich schon schwerer verletzt wurde.“ Er wies auf die Bank vor der Herberge auf der er eben noch gesessen hatte. Er verspürte ein Ziehen in der Schulter die er sich gebrochen hatte als denn Centurio und das Mädchen gerettet hatte. Wofür er ja schließlich die Armillae bekommen hatte. Die Erinnerung daran war nicht wieder gekommen, er kannte die Geschichte nur von Erzählungen.

  • Geminus nahm den angebotenen Platz gerne an. Dem Schankmädchen gab er zu vertsehen, dass er das gleiche wie sein gegenüber haben wollte.


    "Meine letzte Posca ist schon etwas her, aber nach der Aufregung, wird sie mir gut tun."


    Er hatte noch immer nicht gesagt oder zugegeben im Exercitum Romanum zu dienen. Er gab faktisch nichts unötig preis. Langsam verdichtete sich ein Verdacht, welche Sorte Soldat er dort vor sich hatte. Oder wurde Geminus auf seine alten Tage noch paranoide?


    "Das letzte Mal trank ich sie wohl in einem Feldlager in Südgallien, wenn ich mich recht erinnere. Ich wohne außerhalb von Misenum und verbringe dort mein Altenteil, was hat Dich hergeführt? Dienst oder Vergnügen?"

  • Antoninus nahm seinen Platz wieder in beschlag und sah in seiner jungen dem Schankmädchen hinterher. Und für so eine Kaschemme war sie gar nicht mal so schlecht. Natürlich hörte er zu was gesagt wurde so Hübsch war das Mädchen ja nun auch wieder nicht das man alles andere vergas. „Ja das wird sie ganz sicher mich hat sie für denn kleinen Spurt gerüstet.” Sagte Antoninus grinsend. Oh sein gegenüber hatte wohl gedient er sprach von Feldlagern in Gallien was ihm jetzt die ungeteilte Aufmerksamkeit von Antoninus einbrachte. „Du warst also bei denn Truppen. Wann warst du in Gallien?” Hackte er ein er liebte alte Geschichten vom Militär. „Der Dienst. Ich wurde von meinem Centurio als Bote eingesetzt weil ich mal Eques war und er jemanden gebraucht hat der schnell reiten kann.” Plauderte Antoninus locker vor sich her. Es war ja kein Geheimnis das er diente man sollte es nur nicht sofort sehen. Wer genauer hin sah bemerkte es ja so wie so. Er war viel zu jung um schon entlassen worden zu sein und die Armillae an seinen Handgelenken verritten das er beim Exercitum Romanum war.

  • Da in der Taberna um diese Zeit noch nicht sonderlich viel los war, kamen die Getränke nur einen Augenblick danach. Geminus hob seinen Becher und Prostete seinem Gegenüber zu.


    "Prosit! Mein Dank sei Dir gewiss, möge ich nach dem Becher auch wieder so spurten können!"


    Sprachs, trank und lachte.


    Er wurde von seinem Centurio eingesetzt. Dienstgrad also darunter, bei dem Alter aber keine Überraschung. Er war mal Eques in den Legionen und dient aber noch immer. Klang nach einer Versetzung zu den Equites Singulares und damit zur Garde. Das machte eine neue Theorie in des Senators Kopf auf. Ein Mitglied der Patres Conscripti, wenn auch ein derzeit unbedeutendes, zieht in die Nähe des Kaisers. Wurde er gerade ausgeleuchtet? Aber das konnte nicht sein, sein Gegenüber hätte ihm den Weg zu einer solchen Einsicht zu leicht gemacht. Und solange es bei Gesprächen über die Vergangenheit blieb, waren diese so oder so unverfänglich.

    "Ja, auch ich habe meinen Teil in den Heerlagern unseres Reiches getan. Wann, nun, das einzige Mal in den letzten Jahren, in denen es tief in Gallien selbst zu Kampfhandlungen kam. Im Jahre DCCCLIII nach Gründung unserer Stadt. Als Julian der göttliche erkannte, dass die Republikaner ihn nur als Sündenbock benützen wollten, als nützlichen Dummen zur Beschmutzung und Austilgung von seines Vaters Andenken, des großen Trajan. Endlich sah er dies ein und bestand auf seinem Geburtsrecht und wollte lieber mit dem Schwert in der Hand sterben, als sich weiter unterjochen lassen und dem Ruin des Reiches zuzuschauen."


    Geminus wurde bewusst, dass man auch dies aktuell politisch werten konnte und räusperte sich.


    "Jedenfalls standen dem Kaiser zunächst nur drei Legionen treu zur Seite, seine und seines Vaters geliebte Legio Prima allen voran. Das hat ihn zeit seines Lebens, zumindest solange, wie ich dieses mit ihm teilte, sehr mit diesem Haufen verbunden. Niemand durfte in seiner Gegenwart schlecht über seine Jungs reden.
    Nur der Statthalter von Hispania teilte am Anfang den Mut sich der Rebellion gegen das Unrecht anzuschließen. Darum ging der Marsch nach Hispania Occupata, der neuen Keimzelle einer Dynastie. Aber an Getreuen fehlte es dem Anwärter auf den Purpur. Viele der alten Weggefährten hatten sich gegen die Ulpia gestellt oder liebäugelten nur aus Ruhm- oder Gewinnsucht mit den Republikanern. Daher übernahm ich damals das Kommando der Legio X Gemina."


    Nostalgische Gefühle ließen Geminus in seinem Sitz zurücksinken, außerdem brauchte er einen weiteren Schluck um seine Kehle wieder zu befeuchten.

  • Antoninus feigste und nahm seinen Becher ebenfalls auf um den Trinkspruch zu erwidern. „Ja das bleibt zu hoffen. Auf dein wohl. Ich hoffe das es dir nicht all zu viele Umstande gemacht hat.” Sagte er und trank ebenfalls einen Schluck. Dann hörte er aufmerksam zu und wurde im Gesicht einwenig Blasser als Geminus zu erzählen begann.


    Oh man mit wem saß er denn da auf einer Bank Antoninus rutschte unauffällig etwas hin und her als Geminus sprach. „Du kanntest denn göttlichen Kaiser Julian und hast an seiner Seite gekämpft?” Das war ihm jetzt schon etwas unangenehm er kannte sonnst niemanden in solchen Positionen. Und das er jetzt seine Bank mit eine Mann teilte der denn göttlichen Kaiser Julian gekannt haben soll für ihn schon merkwürdig.


    Aber als Germinus dann weiter sprach und von der Prima erzählt und das sie fast als einzig treu zum Kaiser gestanden habe bekam sein Gesicht wieder etwas mehr Farbe. Ein wohliges Gefühl breite sich bei ihm aus. „Ja ich war auch mal bei der Prima dort hatte ich meine Grundausbildung dann war ich dort ein paar Monate Miles bis ich zu den Eques kam weil ich reiten konnte.” Dann lauste er weiter über die Vorgänge die zwar allgemein bekannt waren aber die ihm noch nie jemand so richtig erklärt hatte. Im letzten Satz horte er etwas das ihn etwas den Puls beschleunigt auch wenn er sich das nicht an merken ließ. „Verzeih mir wenn ich etwas an Respekt fehlen ließ. Ich wusste nicht das ich mit einem ehemaligen Legaten die Bank teile.”

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!