• Endlich das Abendessen mit den anderen war vorüber. Es war eine Laue Sommernacht und man würde keinen Umhang brauchen. Elissa hatte trotzdem auf zwei der Klinen eine Decke gelegt es war einfach angenehmer wenn man was zum festhalten hatte. Zwei Becher und zwei Krüge Wein einen mit Wasser einen mit Wein hatte sie auch mit gebracht und zwischen die Klinen gestellt und dann Calvena geholt. Seit sie mit ihrem Mann vorgefahren war hatten sie sich nicht mehr unterhalten und sie wusste das sie reden mussten weil Calvena etwas bedrückte. Dann schenkte sie ein erstmal nur zwei zu eins wohl wissend das das hieß das die Mischung bei den nächsten Becher dann stärker werden würde. Aber sie hatte ja auch vor sich mit der Freundin mal einen kleine an zu trinken. *„Dé tha a'dol?.“ Fragte sie und sah Calvena an die Auf der Kline saß wehrend Elissa da vor angelehnt saß wie sie schon so oft gesessen hatten.


    Sim-Off:

    *Was ist los

  • Mitten in der Ankunft von Melina, Elissa und Simplex, war auch noch ein Brief eingetrudelt. Diesmal von Serrana. Ungelesen hatte sie diesen erst einmal bei Seite gelegt, später würde sie sich diesem widmen. Sie wollte sich selbst die fröhliche Stimmung nicht verderben, aber einen kleinen Schatten hatte es dann doch schon zurück gelassen und nach dem Essen hatte sie sich dann auch erst mal zurück gezogen um den Brief in aller Ruhe zu lesen. Serrana klang glücklich, anscheinend hatte die Iunia Romanas kleine Lüge geglaubt, was wohl angesichts der Tatsache der schlechten Vorzeichen das Beste war. Aber es beruhigte sie selbst nicht im Geringsten. Wieder hatte sie das drängende Gefühl nach Rom zu müssen um ihren beiden Freundinnen beizustehen. Noch ehe sie aber in finstere Gedanken fallen konnte, kam Elissa dazu und lockte sie in den Garten. An so einem Sommertag war die Abendluft erfüllt vom Duft der Kräuter und Blumen.
    Tief seufzte sie, als die Keltin dann fragte, was los sei. „Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll… Romana hat mir geschrieben und Serrana“, kurz machte sie eine Pause und nahm einen der Becher zur Hand. Betrübt starrte sie in den Wein. Es war gar nicht so einfach das Gefühlsdurcheinander in Worte zu fassen. Kurzerhand reichte sie ihr einfach die Briefe. Sollte Elissa sich selbst ein Bild davon machen.

  • Elissa lehnte weiter an Calvenas Kline und hörte von Briefen. Konnte sich aber so kein Bild machen und griff nach dem Papyrus den ihr die Freundin hin hielt. „Und du meinst Romana irrt sich ganz sicher nicht? Ich mein ich weiß um die Bedeutung von Weissagungen aber die sind nicht immer ganz sicher. Grade wenn es um solche Sachen wie Eingeweide geht.“ Versuchte sie Calvena Mut zu machen.

  • Schweigen senkte sich zwischen sie, als Elissa die Briefe überflog. Kurz verfiel sie wieder in düstere Grübeleien, doch als die Keltin dann die Stille durchbrach, war sie ihr sehr dankbar dafür. Kurz schlich sich auch so etwas wie ein gequältes Lächeln auf ihre Züge. Wie sehr wünschte sie sich, dass Romana sich irrte. „Natürlich könnte sie sich geirrt haben, aber dann hätte sie mir diesen Brief nicht geschrieben. Hätte Romana nur den leisesten Zweifel gehabt, hätte sie mir das auch geschrieben. Aber so wie die Dinge wohl stehen, glaub ich kaum, dass sie sich geirrt hat.“ Mit finsterer Miene betrachtete sie den Becher in ihrer Hand. Eigentlich ertränkte sie ihre Sorgen sonst nicht im Wein, sie stellte sich den Dingen. Doch diesmal konnte sie nicht wirklich etwas ausrichten. Sie war fern von ihren Freundinnen und im Augenblick keine wirkliche Hilfe. „Ich vertraue Romana und ich glaub ihr auch... aber das macht es nicht einfacher. Ich würde eine Menge dafür geben, dafür, dass sie sich geirrt hat“, sie haderte mit den Göttern. „Aber ich fürchte, es steht tatsächlich so schlimm um Serrana...“, kurz machte sie eine Pause. „Ich war im Tempel der Trias und hab Iuno auch ein Opfer gebracht, gleich nachdem ich die Briefe erhalten hatte. Das Opfer wurde nicht angenommen“, erzählte sie düster. Sie fühlte sich furchtbar und auch völlig hilflos. Schließlich gab sie doch nach und nahm einen tiefen Zug aus ihrem Becher. Es war nicht klug sie zu betrinken, es würde keine Lösungen bringen oder das Schicksal ändern, aber vielleicht fühlte sie sich dann kurzzeitig etwas besser.

  • Calvena war schwer auf zu heiter aber es war auch nur al zu verständlich Serrana und Romana waren mit ihre besten Freundinnen. Und das waren nun ganz und gar keine schönen Nachrichten auch wenn Serrana Schwanger war. „Du sagst es doch selber sie könnte sich irren.“ Versuchte sie es erneut. „Und warum sollte Iuno das Opfer ablehnen wenn du sie für eine Freundin um etwas bittest.“ Bitten durfte doch noch erlaubt sein selbst bei römischen Göttern. „Ich dachte eure Götter lehnen ein Opfer ab wenn ihnen die Opfergabe nicht gefällt. Nicht weil sie das um was sie gebeten wurden nicht erfüllen wollten. Ich bin mir sicher das ihr nur das Opfer nicht gefallen hatte sonst nichts.“ Jetzt hatte sie so glaubte sie einen Guten Ansatz auch wenn sie sich mit römischen Göttern nicht so auskannte. Aber sie meinte sich zu erinnern dass das so war. Mit dem um was man gebeten hatte, hatte das nichts zu tun. Elissa blickte in den Sternenhimmel und sie zog trotz dass es nicht kalt war die Decke etwas fester um sich. Sie hatte schon lange ihrer großen Göttin lange nichts geopfert und fühlte sich ein wenig schuldig.

  • Elissa hatte das Herz am rechten Fleck und wollte nicht zu lassen, dass sie ihre düsteren Gedanken in Wein ertränkte. Noch einmal versuchte sie es die Dinge nicht so düster zu lassen, wie sie waren. Doch auch wenn sie der Keltin dankbar für diesen Versuch war, war sie nicht überzeugt. Auch weil ihr Opfer nicht angenommen worden war. Sie wusste was dies zu bedeuten hatte: Nichts Gutes. „Ich weiß es nicht“, seufzte sie traurig. „Ich hab alles so gemacht wie immer. Naja, nicht ganz, ich habe einen Aedituus aus dem Tempel um Hilfe gebeten, weil dieses Opfer so wichtig war. Ich wollte keinen Fehler begehen und dennoch, es wurde nicht angenommen!“ Sie machte eine hilflose Geste. „Natürlich gibt es immer etwas, was den Göttern nicht gefallen kann... das Opfertier, eine Gabe oder etwas anderes....“, plötzlich verstummte sie und eine nachdenkliche Falte bildete sich auf ihrer Stirn. Im Geiste ging sie noch einmal das Opfer durch und auch die Wahl des Opfertieres. Alles war so gewesen, wie es sein sollte. Eine makellose kleine weiße Ziege, schöne frische Blumen, teurer Wein und Gebäck. Und doch war das Opfer nicht angenommen worden. Warum bloß? Welche Gründe konnte Iuno haben, dass sie ein Opfer nicht annahm. Für den Moment schloss sie aus, dass Iuno nun auch einmal eine Frau war und dementsprechend launisch. Aber das war sicherlich nicht der Grund.

  • Es war zu Haare ausraufen und das würde die große Gälin nur ungern. Denn sie mochte ihre waren sie und ihre Größe doch eines der deutlichsten Zeichen ihrer Herkunft. Sie mochte es ganz und gar nicht wenn die Freundin so trübselig war reichte es doch schon das wenn sie das von Zeit zu Zeit war. Große Göttin Mutter allen Seins nimm den Kummer von meiner Freundin. Rieselte ihr ein kleines Gebet durch den Kopf was ihr schon Länger nicht passiert war. „Gibt es nicht noch was womit du die Göttin verärgert haben könntest?“ Hm sie sollte sich vieleicht doch mal mit den Ritten der Römer beschäftigen und sei es nur um so was zu wissen. „Ich mein müsst ihr euch Waschen oder sonst wie reinigen oder euch an gewisse Tage halten?“ Vielleicht konnte man ja bei bestimmten Mondfasen nicht opfern oder sonst was. Aber den Gedanke verwarf sie gleich wieder Calvena war eine Ausgebildete Priesterin. Der wehre solch ein Fehler mit Mondfasen nicht passiert. An den eigentlichen Grund dachte Elissa nicht im geringsten da das ihren Götter herzlich Egal gewesen wäre.

  • Die Keltin tat wirklich ihr Bestes um sie auf zuheitern und vielleicht den Quell ihres Scheiterns zu finden. Eigentlich war es ja nicht ihre Art, solche Dinge einfach anzunehmen, aber sie konnte sich einfach nicht erklären, welchen Fehler sie gemacht hatte. Es war zum Mäuse melken, sie war verzweifelt und machte sich Sorgen und oben drein hatte sie womöglich alles nur noch schlimmer gemacht mit ihrem Opfer.
    Elissa jedenfalls wollte sich nicht so schnell aufgeben und suchte immer noch für eine Erklärung. Noch einmal ging sie das Opfer in Gedanken durch, als Elissa etwas sagte, dass sie stutzen ließ. In all der Aufregung hatte sie gar nicht auf bestimmte Dinge geachtet, die sonst zur Natur der Frau gehörten. Die Versetzung, das Packen, die Reise und dann ihre Ankunft und die tausend kleine Dinge an die sie hatte denken müssen, hatten ganz verdrängt, dass ihr nicht aufgefallen war, dass ihre Blutung ausgeblieben war. Ihre eben noch recht düstere und verzweifelte Miene, wich erst Nachdenklichkeit und dann Verblüffung. Eine ganze Weile sah sie Elissa nur einfach aus großen Augen an. „Glaubst du, ich könnte schwanger sein?“ fragte sie wohl etwas unvermittelt. Das könnte zumindest die Erklärung sein, nach der sie gesucht hatte. Aber irgendwie suchte sie noch nach Bestätigung.

  • Elissa grübelte grade über die Dinge die sie über den römischen Götterdienst wusste nach. Auch wenn das nicht viel war. Oh ihr Götter die Sklavin einer Priesterin die nicht über deren Götter wusste. Dachte sich Elissa aber Römer hatten nie verlangt das sie deren Götter ehrte nur an speziellen Feiertagen und die kannte Elissa. Als dann diese Frage kam. Elissa stellte den Kopf schief und sah Calvena von unten an. „Schläfst du mit deinem Mann?“ Sagte sie trocken mit einem frechem Lächel. Denn sie die Antwort kannte und wusste das Calvena kein Mittel nahm, dass eine Schwangerschaft verhinderte.

  • Worüber Elissa auch immer nachgrübelte, ihre Frage kam jedenfalls unvermittelt und sie konnte sehen, dass die Keltin kurz verblüfft war, ehe diese dann in ihrer typisch ruppig, aber durchaus lieben Art eine Gegenfrage stellte. Diese Frage brauchte sie nicht zu beantworten, denn Elissa war weder dumm noch einfältig und Calvena immer noch mehr als nur verliebt in ihren Ehemann. Trotz des ernstes Themas und der immer noch düsteren Briefe, stahl sich ein Lächeln auf ihre Züge. Für den Moment war sie einfach nur glücklich und strahlte wie ein Honigkuchenpferd. Elissa hatte sie aufmuntern wollen und es war ihr gelungen, wenn auch auf eine andere Art, als erwartet. Jedenfalls brauchte sie erst einmal eine ganze Weile um nun die vielen Gefühle zu ordnen. Ein wenig war Calvena schon überfordert, aber gleichzeitig war sie unglaublich glücklich.

  • Das breit Grinsen das Calvena ihr daraufhin entgegen brachte nahm sie dann auch gleich als Antwort. Obwohl das ja nur hieß das sie tat was sie gesagt hatte. Aber dann lag letztere Vermutung ja auch nicht mehr in all zu weiter Ferne. „Ich Nehme das mal als eindeutiges JA. So breit wie du grinst.” Sagte sie dann. „Ich bin keine Heilerin aber ich bin sicher das wir hier in der Stadt die Frau finden die sonst immer geholt wird wenn es um Schwangerschaften geht.” In Gallien war das zumindest so, dass Kinder und andere Frauen Probleme auch Frauensachen blieben. „Dann haben wir Gewissheit. Aber ich denke du weist es schon selbst. Und wenn es so ist freue ich mich natürlich.” Es war schon seltsam. Calvena strahlte schon bei der Aussicht Schwanger zu sein eine unglaubliche Freude aus. Und SIE selbst tat alles um eine Schwangerschaft zu vermeiden. Nahm sogar Kupferoxid von dem ihr Tage lang schlecht war wenn sie kein Silphium bekam. Aber ehr würde sie sich und das Ungeborene Ertränken als das Kind in Sklaverei auf die Welt zu bringen. Aber diesen bösen Gedanken wischte sie sofort weg und primelte Calvena eben so glücklich an.

  • Während Calvena noch versuchte zu begreifen, schien Elissa sich jedenfalls in ihrer Vermutung bestätigt zu fühlen. Diese plapperte auch gleich weiter, nur hörte die Germanica der Keltin nicht wirklich zu. Sie war völlig abgelenkt von dem durcheinander ihrer Gedanken. Zum einen war sie immer noch tief erschüttert von den schlechten Nachrichten über ihre beste Freundin und auf der anderen Seite freute sie sich für sich selbst. Nur zu gern wäre sie jetzt in Rom, um ihren Freundinnen beizustehen. Die ganze Situation war kompliziert. Aber wenn sie selbst jetzt schwanger war, dann würde Valerian sie auf keinen Fall nach Rom reisen lassen. Eigentlich wollte sie sich auch nicht von ihm für so lange Zeit trennen. KUrz warf sie Elissa einen nachdenklichen Blick zu. Diese war ihr ebenso eine gute Freundin wie Serrana.
    Erst jetzt bemerkte sie, dass die Keltin mit ihr redete und bekam noch mit, dass diese sich für sie freute. Sie schenkte ihr ein warmes Lächeln. "Ich bin froh, dass du endlich da bist. Mir hat jemand zum reden gefällt. Valentina ist zwar nett, aber mit sich selbst beschäftigt." So genau wusste sie gar nicht, was ihre Schwägerin alles tat den lieben langen Tag. Zwar hatte diesen wohl einen Verehrer, aber bisher hatten sie darüber noch nicht geredet.
    Ganz sicher war sie noch nicht ob sie nun tatsächlich schwanger war, aber die Vermutung lag ziemlich nahe. Eine Heilerin zu fragen, würde wohl nicht schaden. "Kannst du dich Morgen nach einer Heilerin erkundigen?" fragte Elissa.

  • Elissa gluckst und nahm einen Schluck aus ihrem Weinbecher. Der zwar noch nicht leer war aber es sah wohl so aus das sie heute den Löwenanteil von Wein bekommen würd. „So froh also. Na ich denke wohl er nicht das Du jemand zum reden brauchst. Sondern das Du eher froh bist das du wieder jemanden rumkommandieren kannst.“ Stichelte sie ein Bisschen. Sie wusste, dass es nicht so war aber sie wollte Calvena ein wenig zwiebeln. Sie schielte über den Becherrand zu Calvena hoch. „Ich werde mich gleich bei Sonnenaufgang auf die Suchen manchen. Domina.“ Sagte sie mit zuckersüßer Stimme. Konnte sich aber das kichern nicht verkneifen und bereitet sich darauf vor von Calvena geknuft zu werden.

  • Es schien Elissa zu amüsieren, dass Calvena die Sklavin vermisst hatte. Aber es war wahr, ihr fehlte einfach eine gute Freundin, der sie sich anvertrauen konnte. Und da sie ihre Freundinnen in Rom zurück gelassen hatte, war Elissa ein vertrautes Gesicht in der Fremde. Außerdem wusste Elissa mehr über sie, wie Melina oder Valentina. Diesen müsste sie erst einmal einige Dinge erklären, ehe sie sich ihnen vollständig anvertrauen konnte.
    Kurzerhand warf sie Elissa ein Kissen an den Kopf. „Du albernes Huhn“, schalt sie diese amüsiert. "Du hast wohl schon zu viel Wein getrunken!" Kurz überlegte sie enrtshaft, Elissa ihren Becher abzunehmen und auf das Trockene zu setzen. Ließ es dann aber.
    „Dich kann man ja auch wirklich gut herum kommandieren!“ witzelte sie zurück.

  • Elissa gluckst erneut nach dem sie das Kissen abbekommen hatte und griff nach der Hand der Freundin. „Ich habe dich auch vermisst gab sie zu.“ Und drückte Calvenas Hand ein bisschen. „Was würde ich nur ohne dich tun? Du bist mir eine Bessere Freundin als ich sie hätte unter gleichen je hätte finden können.“ Sie lehrte den Becher jetzt in einem Zug und sah Calvena grinsend an. „Ich freue mich so für dich. Naja und vielleicht auch ein bisschen für deinen Mann.“ Sagte sie und streckt Calvena die Zunge raus um ein wenig Albernheit über das Thema zu bringen. So richtig rosig war ja das Verhältnis noch nie zum Mann ihrer Herrin gewesen aber sie bemühte sich ja. Und bis jetzt hatte er ihr nie weh getan und Elissa hoffte das es so blieb. Frölich pfeifend goss sie sich nach auch wenn sie bemerkte das ihr das beim letzten mal noch einfacher von der Hand gegangen war. Sie zupfte sich die Decke zurecht und verlor ihren Blick einen Moment in den Sternen über Germanien. Die doch nicht so viel Anders sein konnten als die über ihrer Heimat. Die Nicht weit weg war und doch so unerreichbar schien.

  • Nur selten saßen sie so vertraut beieinander. Meist hatten Beide ihre Pflichten und wenig Zeit für ein tiefsinniges Gespräch. Es tat ihr gut sich Elissa anzuvertrauen. Als die Keltin ganz leicht ihre Hand drückte, lächelte sie ihr warm zu. Diese Worte taten ihr gut und bauten sie auch ein wenig auf. Kurz horchte sie auf, als Elissa dann Valerian erwähnte. Sie versuchte heraus zu hören, ob Elissa es ernst meinte oder aber es nur sagte um sie Glücklich zu machen. Da die Keltin danach versuchte abzulenken, kam sie zu dem Schluss, dass es ernst gewesen war und es ihr aber unangenehm war es zuzugeben. Elissa gehörte zu den Menschen die nicht so schnell vertrauen aufbauten, auch weil sie eben ihre eigenen schlechten Erfahrungen gemacht hatte und zu einem Volk gehörte, das unter den Römern arg gelitten hatte. Sicher trug diesen ihren Groll mit sich, doch machte sie daraus keine persönliche Sache, sondern beurteilte die Menschen nach ihren Taten. „Ich hätte nicht geglaubt, dass ich wieder glücklich werden würde... nach allem was ich erlebt habe, erscheint es mir manchmal wie ein Traum“, einen Augenblick lang gab sie sich der Melancholie hin und ließ den Blick ebenfalls zu den Sternen hinauf gleiten. Eine Weile hingen sie Beide ihren eigenen Gedanken nach.
    „Vermisst du deine Heimat?“ diese Frage kam ihr überraschend über die Lippen. Eigentlich vermieden sie es Beide über Elissas Stand zu reden. Sie, weil sie ihre Freundin nicht traurig machen wollte und Elissa, weil sie sie nicht beunruhigen wollte oder ein schlechtes Gewissen machen wollte.

  • Elissa hatte sich wirklich für beide Calvena und ihren Mann gefreute. Auch wenn sie Calvenas Mann immer noch skeptisch betrachte allein sch deshalb weil er Soldat war. Er machte sie glücklich und das war es was für sie zählte. Aber sie Träumte grade ein bisschen mit dem Weinbecher in der Hand vor sich hin wehrend sie die Sterne ansah als Calvena nach ihre Heimat fragte. Sie wollte es nicht aber sie merkt wie ihr das Wasser in die Augen stieg sie drehte sich in Richtung westen wo ihre Heimat lag und wo Calvena ihr Gesicht nicht sehen konnte. Aber was sollte sie sagen ehrlich antworten würde Calvena verletzten und wenn sie log würde sie es merken. Sie kannten sich zu gut. Sie wies mit dem Becher Richtung Westen „Calvena dort liegt es, Gallien. Nicht mal eine Woche von hier. So nahe war ich meiner Heimat seit so vielen Jahren nicht mehr das ich sie nicht mehr zählen will. Du weist das ich alles für dich tun würde aber dort ist es wo mein Herz schlägt, wo ich hin gehöre. Mein Dorf steht am Rhodanus gleich nach der Grenze zu Germainen nur ist es für mich genauso weit weg als würden wir noch in Rom wohnen.“ Sie wusste das es nicht das war was Calvena hören wollte. Aber sie wusste auch das Clavena nicht wollte das sie heuchelte.

  • Leise seufzte sie, sie hätte den Mund halten sollen und nicht fragen soll. Die entspannte Stimmung zwischen ihnen, war verschwunden. Kurz seufzte sie, als Elissa sich von ihr abwandte und in die Ferne starte. Das Schweigen zwischen ihnen schien sich einen Augenblick lang in die Länge zu ziehen und langsam unangenehm zu werden. Gerade, als sie sagen wollte, dass die Keltin nicht antworten musste, da durchbrach sie die Stille.
    Calvena ließ ihren Blick nach Westen schweifen. Eine gewisse Sehnsucht schwang in der Stimme der Sklavin mit. Ganz leicht legte sie Elissa eine Hand auf die Schulter. Mitfühlend und verstehend. „Weißt du, so nah werden wir Gallien wohl auch nicht so schnell kommen. Wenn du es möchtest, gebe ich dir Frei, damit du in deine Heimat reisen kannst.“ Natürlich könnte Elissa diese Gelegenheit auch nutzen um zu türmen, aber so schätzte sie die Keltin nicht ein. Im Grunde waren sie eine Familie. Natürlich könnte die Keltin auch zu Stolz sein um auf einen solchen Vorschlag einzugehen. Elissa wollte nicht, das man ihr ihren Kummer ansah.

  • Elissa war es peinlich das ihr eine Träne über die Wange rollte. Sie hörte das Seufzen das von Calvena zu hören war. Es war ein leidiges Thema das sie seit dem Gemeinsamen Besuch in Broc´s Taverne gemieden hatten. Als Calvena dann sagt sie würde ihr frei geben glaubte sie ihren Ohren nicht zu trauen. Wie oft hatte sie davon geträumt wieder barfuß über die Wiesen in der Nähe ihres Dorfes zu laufen. Aber was sollte ihren Verwandten sagen wenn die Zeit um war? Dass sie eine Sklavin war und zu ihrer Herrin zurück wollte. Welcher ihrer Brüder würde sie noch ansehen. Was wenn ihre Mutter noch lebte wie solltet sie ihr erklären das sie sich wieder von ihr trennen würde. Oder ihr Vater. Nein ihre Verwandten würden sie nicht zurück in die Sklaverein lassen. Sie drehte sich zu Calvena zurück und über ihr Gesicht rollten jetzt dicke Tränen die sie mit einer Hand weckwischte. „Womit hab ich eine Freundin wie dich verdient.“ Sie brach kurz ab und schluchzte. „Ich kann erst zurück wenn ich frei bin. Wie sollte ich erklären das ich zurück gehe? Soll ich meinen Brüdern sagen das ich eine Sklavin bin? Oder meinen Eltern wenn sie noch leben? Wie soll ich erklären, dass ich das Leben als Sklavin bei Dir dem Leben bei ihnen vorziehe? Nien das kann ich nicht.“ Es war eine trostlos Situation sie wusste das Calvena ihre liebste Freundin war. Aber sie wusste auch, dass sie sicher nicht die Kraft haben würde ihre Familie wieder zu verlassen. Noch dazu kam das es ihre Familie auch nie zulassen würde das sie zurück kehrte. Sie hatten Verwandte in Alba von wo ihre Mutter kam. Sicher würden sie, Sie zu ihnen schicken.

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