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De Gentibus Familiisque Imperii I - Die von Tertius Decius abstammenden Albii

ANTE DIEM VIII ID IAN DCCCLXIV A.U.C. (6.1.2014/111 n.Chr.)
Rubriken: Gesellschaftliches
DE GENTIBUS FAMILIISQUE IMPERII


m unseren geschätzten Lesern und Zuhörern die Beschaffenheit unseres glorreichen und alten Reichs nahe zu bringen, hat sich die Redaktion der Acta Diurna entschieden eine neue Kolumne zu beginnen. Eine Kolumne über die verschiedensten Gentes und Familien, die das Reich bevölkern. Natürlich wird es eine Weile dauern bis eine adäquate Zahl an Darstellungen zusammengekommen ist, aber wie sagte der große Ovidius noch? Differ, habent parvae commoda magna morae!
Die folgenden Darstellungen werden sich auf die Familien und Stammesstrukturen als solches begrenzen und die Mitglieder der Familie herausstreichen, deren Wirken über die Grenzen ihrer Heimat hinaus bekannt wurde. Die Auswahl der Familien und Stämme wird dem Zufallsprinzip entsprechend erfolgen und sich mit der Zeit erweitern.

Und nun viel Spaß beim Lesen!

- PARS I -
DE FAMILIA TERTII DECII


Die erste Folge unserer Kolumne handelt von den Abkömmlingen des Tertius Decius, eines aus Hispania stammenden Mannes. Was dieser Mann für sein Lebtag tat, und womit er letztlich seine Familie ernährte, ist nicht überliefert, allerdings wird er als Vater der Brüder Marcus Decius und Crassus Palladius geführt. Marcus Decius schloss sich den Auxiliaren unserer Truppen an, um sich das so begehrte Bürgerrecht zu verdienen, schied allerdings zu früh wegen einer Verletzung aus und verlegte sich später auf das Züchten von Pferden. Marcus Decius heiratete eine aus Italia stammende Frau namens Claudia Irina, die einem kleineren plebeischen Zweig der Gens der Claudii zugerechnet werden kann. Über den zweiten Sohn des Tertius Decius, Crassus Palladius, ist kaum mehr bekannt, als dass er mit einer Quinta von den Honorii zwei Söhne zeugte: Decimus Palladius und Publius Valens.

Claudia Irina gebar ihrem Mann Marcus Decius zwei Söhne: Lucius Albius Decius und Tiberius Albius Drusus, zu welchen auch noch ein germanischer Junge namens Severus Scaevola kam, als dieser von Marcus Decius aufgenommen und adoptiert wurde. Während der jüngere der beiden leiblichen Söhne aus unbekannter Ursache in jungen Jahren starb, brachte dessen älterer Bruder Lucius Decius es bei den Auxiliaren in Confluentes zum Decurio, der sich bei der Bekämpfung der Banditenplage in Borbetomagus hervortat und ausgezeichnet wurde. Er verstarb wenig später an ungeklärter Ursache, wohl an einer nicht festernden Wunde aus dem Feldzug. Sein jüngerer Adoptivbruder brachte es in derselben Einheit immerhin zum Duplicarius, verschwand aber nach wenigen Jahren im Dienst spurlos im Dickicht Germanias.

Die Söhne des Crassus Paladius, die ebenfalls das Bürgerrecht erlangten, sind weitaus schneller zusammengefasst: Decimus Palladius scheiterte an der Ausbildung zum Eques der Ala II Numidia, in welcher auch seine Vettern ihren Dienst versahen, und verschwand ebenfalls in Germania. Sein Bruder Publius Decius Valens verstarb bereits in jungen Jahren.

Dies ist alles, das man von der doch eher kleinen Gens der Albii berichten kann, da noch keine andere ihrer Familiae größere Aufmerksamkeit erregte. Bleibt uns erhalten, werte Leser, beim nächsten Mal erzählen wir von den Geschicken der Gens Quintilia!