Abmarsch nach Ostia

Lucius Iulius Antoninus
Nun war es endlich so weit so konnten abrücken um die Augusta vom Hafen in Ostia nach Rom hohlen. Es war früh am Morgen in der Castra und die vexillatio war zusammen gestellt und Antoninus war die Verantwortung übertragen worden. Seine eigene Centuria eine weitere Infanterie Centuria eine Abteilund syrische Bogenschützen und zwei Turmae Reiter standen zum Abmarsch bereit in der Castra. Es war wirklich ein nicht zu verachtendes Empfangskomitee für die neue Augusta. Antoninus war nicht wenig stolz diese Aufgabe bekommen zu haben. Obwohl er sich denken konnten das er das der Stellung seines Patrons zu verdanken hatte.

Die Rüstungen waren alle auf Hochglanz poliert worden die Tuniken nach einigen Anläufen alle strahlend weiß. Antoninus selbst war dem Anlas endsprechen auch aufs Feinste herausgeputzt. Er trug er ein weißes Paludamentum das er über den linken Arm gelegt hatte und weiße Oberarm und Bauchpteryges wie es bei feierlichen Anlässen üblich war. Ebenso trug er natürlich die Abzeichen seines Ranges die Beinschienen und für heute natürlich den Rebstock mit dem Elfenbeingriff und alle Auszeichnungen. Natürlich auch einen Gürtel mit Silberbeschlägen und reich verzierte Waffen. Für den Anlass hatte er sich sogar bei einem befreundeten Centurio ein weißes Pferd geborgt, seine beiden waren nämlich schwarz.

Er ließ sich von einem der Trossknechte aufs Pferd helfen. Nicht das er das sonst nicht allein konnte aber er wollte seine Aufmachung nicht zerknittern. Sein Blick schweifte nochmals über die Männer der vexillatio.
Aulus Iunius Avianus
Der iulische Centurio hatte nichts dem Zufall überlassen, wenn es um seine Soldaten ging, und es hatte sich zweifellos gelohnt. Avianus musterte seine Kameraden, und war ganz eindeutig der Ansicht, dass die herausgeputzte Truppe, die sich für den Abmarsch in der Castra versammelt hatte, der Augusta mit Sicherheit gerecht würde, und sollte er sich irren… dann wusste er auch nicht weiter.
Jedenfalls nutzte er noch die letzte Gelegenheit, vergleichsweise bequem zu stehen, bevor es nach Ostia losging.
Lucius Iulius Antoninus
Er saß nun endlich auf dem weißen Hängst und seine Beine baumelten in der Luft an den Seiten den Pferdes herunter. Er ruckte sein Hinterteil auf dem Sattel zwischen den Sattelhörnchen hin und her biss er bequem saß. Es würde ein langsamer Ritt werden denn er würde nur vor den Männern her reiten. Und es würde ein langer Ritt. Antoninuns schätzte das sie fast bis zur hora quinta brauchen würden. Also etwa vier Stunden Marsch bis Ostia. Dann schätzte er ein bis zwei Stunden bis sie wieder los kamen und die gleiche Strecke zurück. Die Männer würden also den ganzen Tag unterwegs sein und erst bei Einbruch der Dunkelheit zurück. Ein wirklich harter Tag aber gut dafür war es eine Ehrenvolle Aufgabe. Ob das aber helfen würde wenn abends die Füße schmerzten war die Sache jedes Einzelnen. Wenigstens musste man kein Lager Aufbauen.

„Pergite“ Sagte er mit kräftiger Stimme und wies mit dem Rebstock in die Richtung der Porta. Mehr war auch nicht zu sagen denn alle wussten was zu tun war. Daraufhin setzte sich die Abordnung in Marsch Richtung Ostia. Er drückte dem Hängst die unbesproten Fersen in die Seite und setzte sich an die Spitze des Zuges. Wie dann auch für später geplant war der Reisewagen für die Augusta in der Mitte zwischen den beiden Infanterie Centuria. Und beim Abmarsch setzte dieser sich mit dem typischen rattern der Räder auf dem Pflaster ebenfalls in Bewegung.
Aulus Iunius Avianus
Seufz. Die Pause (wenn man es denn so nennen wollte) war vorbei, der Centurio gab den Befehl zum Abmarsch und nach und nach setzte sich die Eskorte in Bewegung. Doch die Stimmung der Männer hätte deutlich schlechter sein können, noch hatte man schließlich nur ein paar Schritte hinter sich gebracht. Und es gab kaum jemanden unter ihnen, der nicht schon längere Märsche hinter sich gebracht hatte. Also was war dagegen ein Marsch nach Ostia? Lag doch praktisch vor der Haustüre.
Der Iunius jedenfalls lächelte dünn.
"Freust du dich etwa?"
"Netter Spaziergang… gibt doch nichts Schöneres", antwortete er seinem Kameraden mit einem kleinen Scherz.
"He weißt du was?", fragte Canus dann, drückte seinen Zeigefinger an den Cassis seines Vordermannes, hinterließ dabei einen schmierigen Fleck und lachte leise vor sich hin.
Avianus verdrehte erst nur die Augen, bis er dann doch mit mäßigem Erfolg ein Kichern unterdrückte.