• Als ich vom Einkauf zurückkam und die Waren in die Küche bringen wollte sah ich, das die Türe zum Garten hin geöffnet war. Ich ging und sah nach warum.
    Da sah ich etwas rotes durch die verschneiten Büsche schimmern.
    Ich dachte mir es könne ein Umhang sein den Jemand vergessen hatte und wollte ihn holen gehen als ich sah das es mein Herr Sedulus war, der über eine Gestalt am Boden gebeugt war.


    Als ich näher kam sah ich wer es war. Mir stockte im ersten Moment der Atem als ich bemerkte das meine Herrin dort lag - regungslos.


    Herr was ist geschehen? fragte ich.

  • Ich mußte eine ganze Weile so dagekniet haben und merkte nichtmal wie Teutonicus an mich herantrat.


    Erst als er mich an der Schulter faste wurde ich aus meiner Lethargie herausgerissen.


    Teutonicus, sie ist tot! Einfach so, und ich weiß nicht mal warum. Sie läßt mich jetzt nach dem Marcus wahrscheinlich zu unseren Ahnen gegangen ist einfach so alleine und folgte ihm, jetzt wo ich Rückhalt gebraucht hätte. [SIZE=7]Das ist nicht gerecht, einfach nicht gerecht...[/SIZE] ich fühlte mich noch leerer als bei der Nachricht über des Verschwindens von Marcus.

    Pater Familias der Gens Germanica


    Academicus Milititaris Cursus Numero II

  • Herr, komm steh auf, setzt Dich auf die Bank dort.


    Ich machte die Bank vom Schnee frei faste Sedulus bei den Schultern und setzte ihn auf die Bank. Er kam mir vor wie nasser Sack, der jeden Moment in sich zusammenfällt.

  • Teutonicus, bring mir mein Gladius. Ich will nicht mehr. Erst Marcus, jetzt noch Servilia, das ist selbst für mich zu viel und ich hatte als Legatus Legionis ständig mit dem Tod zu tun...

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  • Red keinen Unsinn Herr! Ich werde Dir auf keinen Fall Dein Gladius bringen! Du bist ein wenig durcheinander! Lass uns Deine Frau aufbahren und sie bestatten alles andere wird wieder.

  • Ich sah meinen Sklaven an.


    Meinst Du Teutonicus, ich bin mir da nicht so sicher weißt Du.


    Ich sah auf den Leichnahm meiner Frau, ging zu ihm hin schaute Teutonicus an der wiederum mir ein Zeichen gab. So trugen wir den Leichnahm meiner Frau vorerst ins Schlafzimmer wo er gereinigt und für die Bestattung hergerichtet werden sollte...

    Pater Familias der Gens Germanica


    Academicus Milititaris Cursus Numero II

  • Nickt leicht "Zu erst konnte ich mich auch nicht entscheiden. Aber dann habe ich mich mit Freunden beraten und mich umgeschauen, welche Betriebe unsere Familie schon hat und welche Branche hier wie oft vertreten ist. Wobei man auch auf die Kosten achten muss. Da wären zum einen die einmaligen Kosten für die Eröffnung des Ladens und der kauf eines .. hm Angestellten. Dann die Miete ... wobei man, wenn man es richtig macht die Miete ab der 2ten Woche bezahlen kann." überlegt "Ich weiß ja nicht wieviel Geld du hast, aber vielleicht findest du eine Möglichkeit dir das Geld zu leihen ..."


    Schaut sich während des Spaziergang erfreut im Garten um, bevor sie Honorius erneut neugierig ansieht "Was bist du eigentlich beruflich?"

  • "Nun ich lebte bis vor kurzem in Aquae ... aber es war Zeit das ich meine Verwandten suche .. und so bin ich hier gelandet ..."


    Sim-Off:

    sry ... die email, die mich informieren sollte das du geantwortet hast, is wohl verloren gegangen :(

  • "Aquae ist in Germania Inferior ..." Schüttelt kurz den Kopf und schaut sich dann nachdenklich um "Nein ich war nicht allein. Ich lebte da bei meinen Eltern. Wir hatten ein kleines nettes Häuschen ..."



  • Kein Tag im November war so schön gewesen wie der Heutige. Die Sonne war warm und die Wolken hatten sich hinter die Berge verzogen. Avarus war hinaus in den Garten gegangen und hatte sich auf der steinernen Terasse unter der Pergola ein sonniges Plätzchen gesucht. Die Weinbepflanzung hatte ihre Blätter schon verloren. Es war also nicht schwierig sonnig zu sitzen. Mit einem Tisch und einer bequemen Sitzgelegenheit änderte sich das Stehen in ein angenehmes Sitzen. Mit ein paar Papieren mußte er trotzdem Vorlieb nehmen. Die wenige Zeit des immer kürzer werdenden Tages reichte einfach kaum noch aus alles zu erledigen. Am Abend, wenn es dunkel wurde, gab es zuwenig Licht aus den funzligen Öllampen, das sich zu Arbeiten lohnte.


    Ein Knecht vom Landgut hatte die Pergamente gebracht und Avarus konnte über dieses Jahr recht zufrieden blicken. Fünfhundertachtundziebzig Geburten standen siebenhundertsechzehn Veräußerungen gegenüber. Er hatte zu tun das dies nicht so blieb. Zwar wußten auch die Züchter, das das nicht immer derart rapide gehen durfte, aber manchmal lockten einfach die hohen Beteiligungen am Geschäft, um die Züchtereien zu schleifen. Aus diesem Grund heraus hatte Avarus dem Knecht auch gleich ein Schreiben mitgegeben. Seine Anweisungen waren mehr als deutlich verfasst und er würde auch die Konsequenzen durchziehen. Egal wie hoch ein erfolgreicher Pferdezüchter im Kurs stand. Ihm half es nichts, nahm der Bestand an guten Zuchttieren derart ab, das die nachfolgenden Jahrgänge zu sehr verringert wurden.


    Erst als er wieder allein war, erinnerte er sich an die Familie in Rom und daran, was er für ein Versprechen gegeben hatte. Im Schwelgen vergaß er dann wie so oft die Zeit, denn von der einen Familie kam er zu seiner ganz persönlichen und wieder kam ihm ein Gedanke, den er zu oft verdrängte... Briefe schreiben oder beantworten und darüber entscheiden wie das Leben nun weiter gehen sollte. Das Luftschloss Mauretania war zwar noch nicht fertig gebaut, aber immer öfter dachte Medicus daran. Die Aussicht darauf war einfach zu verlockend. :]

  • Dort angelangt war es wie in seiner Erinnerung. Alles war arrangiert und passte zueinander. So ganz anders als seine übliche Wahrnehmung.
    Er nahm auf einem Scherenstuhl platz und lauschte dem Plätschern, Sirren und Zwitschern des Hortus. Es war fast schon wie Balsam auf seine geschundene Seele.
    Nach einer Weile sah er Cerretanus an und fragte, Nun, Cerretanus,...was hast du auf dem herzen? Lächelnd fügte er mit einer Handbewegung den garten betreffend zu ...ich glaube kaum, daß du hier Hilfe brauchst?!

  • Adalheidis betrat den Hortus, in den Händen ein Riesentablett mit einem Krug gemischten Weines, Wurstaufschnitt, darunter auch die Würste nach Lukaner Rezept, die Römer so gerne mochten, Schafskäse, Oliven (Importware), hiesigen Äpfeln, frischgebackenem Brot und kleinen süßen Honigkuchen.
    "Salvete", grüßte sie.


    Die Germanin stellte ihr Tablett zunächst auf einem Klapphocker ab und wischte mit einem feuchten Lappen über den Gartentisch. Erst dann fand das Essen seinen Weg dorthin.
    Tordis, die ältere der beiden Mägde, stand hinter ihr und reichte ihr zwei Teller, Becher und Messer; verschwand aber gleich wieder, weil zwei Römer auf einem Haufen sie einschüchterten.


    "Eine gute Mahlzeit", wünschte Adalheidis und wandte sich zum Gehen.

  • Salve... entgegnete Varro und sah mit freundlicher aber unbewegter Miene zu wie das Essen aufgetischt wurde, bei dessen Anblick sich sein Magen leise knurrend protestierend zusammen zog.
    Er hatte Gestern das letzte mal etwas gegessen, was auch nicht im entferntesten so roch wie diese Köstlichkeiten.
    Diszipliniert wartete er bis die Sklaven gingen und murmelte ...gratias tibi... An Cerretanus gewandt meinte er, während er sich überwandt nicht gleich über die Wurst herzufallen Nun, das sieht ja köstlich aus,...was also kann ich für dich tun Cerretanus?

  • " Danke dir, Adalheidis. Du bist ein Schatz."
    " Varro. Zu allererst.....es gibt nichts was du für mich tun könntest. Es ist alles in bester Ordnung. Meine Einladung galt einfach nur sich wieder zu sehen und ein wenig zu plaudern. Aber....vllt eines....wie ist die Lage in Germanien bzw jenseits des Rheins? Gibt es etwas dass einem in Unruhe versetzen könnte?" Bevor Varro antworten konnte bist Cerretanus seinem Verwandten an zuzugreifen.


    " Bitte bedien dich. Soweit ich weiß hat Adalheidis selbst die Köstlichkeiten hergestellt. Also...." flüsternd lehnte er sich zu Varro und fügte hinzu:" ich bekomm sonst Ärger. Mit ihr ist nicht gut Kirschen essen."


    Cerretanus selbst wartete nun darauf dass Varro sich bediente und auf seine Antwort.

  • Varro wunderte sich über die Herzlichkeit mit welcher Cerretanus den Sklaven begegnete. Noch mehr wunderte er sich über die Anfrage strategischer Interna. Er befolgte die Aufforderung sich an den Köstlichkeiten zu bedienen und füllte sich den Teller mit von jedem etwas. Auf seinem Scherenstuhl sitzend meinte er zwischen zwei Bissen,
    Nun Cerretanus, wir leben hier wie in einer Blase. Die Civitas ist geschützt von 2 Armeeverbänden, das macht die Stadt selber zunächst einmal sicher. Nichtsdestotrotz lockt der Reichtum und Wohlstand immer wieder Raubgesindel um sich daran zu bereichern. Die Wurst war köstlich. Mit einem schnellen Blick sah er, daß wohl noch genug für einen zweiten Gang da war. Was di Aktivitäten jenseits des Rhenus angeht, so kannst du dir sicher vorstellen, daß diese räuberischen Barbaren ja ihren Ursprung haben...und alle wollen in Wohlstand leben. Manche arbeiten ihr Leben lang dafür, andere kürzen ab und rauben was sie brauchen. Was durchaus auch auf einige Römer zutraf, weshalb Varro es den Barbaren nicht direkt verübelte.
    Unruhig sollte dich im Grunde alles machen was nicht durch Legionen gesichert ist. Jenseits des Rhenus? Größtenteils terra incognita,... Wälder, Ebenen mit hüfthohen Gras, riesige Rindviehcher, Bauerndörfer. Er versuchte die Oliven.
    Im Grunde leben die Barbaren dort ein primitives Leben, welches unserem nicht so unähnlich ist...dann kommen wir, schlagen alles kurz und klein, töten viele und versklaven noch mehr...bauen unsere Städte, verlangen Steuern, nehmen Geiseln,...nun...Er leckte sich Daumen und Zeigefinger.
    Wäre ich an ihrer Stelle, ich würde uns bei jeder Gelegenheit in den Arsch treten,...so wie einst Arminius,...den guten Varus.
    Doch er hob lächelnd die Hand. Aber keine Sorge, die sind sich genauso spinnefeind wie Senatoren und Volkstribune,...solange sie keinen Anführer finden,...du weißt schon,..den einzig wahren, von den Göttern gesandten Heilsbringer...nun so lange musst du dir keine Sorgen machen. Wieder wanderte ein Stückchen Wurst in seinem Mund und er schloss, vielsagend mit dem Zeigefinger winkend...wie gesagt, solange die eine Legion und eine befestigte Stadt hast,...wenn man die Legion abzieht, weil die Grenzen des Imperiums länger werden, die Legionäre aber nicht zahlreicher,...dann kannst du anfangen dir Sorgen zu machen, aber nicht nur hier,...überall im Imperium. Die Legionen sind unser Garant für Sicherheit. Er zwinkerte ihm zu und ein Stück Honigkuchen verschwand auf Nimmerwiedersehen.

  • Sie Verwunderung Varros war dessen Onkel nicht entgangen. Aber bevor er sich näher darum erkundigte belächelte er den Appetit seines gegenüber.


    " Die Versorgung ist gewährleistet? Also habt ihr genug zu essen?" Das Lächeln wuchs zu einem Grinsen an.


    Varros "Bericht" war Recht allgemein gehalten.. vermutlich wollte und konnte und durfte nicht näher auf die Zustande eingehen. Oder aber es gab wirklich nichts zu berichten.


    " Ich Frage nur da ich vorhabe länger in Germanien zu bleiben


    " Und da ist es nur logisch sich um die Sicherheit in einem Grenzgebiet zu sorgen und sich zu erkundigen.
    Aber du hast Recht solang die Truppen vor Ort stationiert sind und bleiben kann man sich sicher fühlen."


    Was Varro über die Stämme jenseits des Rheins schilderte ließ Cerretanus schmunzeln.


    " Und man kann weiter hoffen und Darm arbeiten dass die sich dort drüben nicht zusammenfinden und an einem Strang ziehen. Wie du schon gesagt hast. Es bedarf nur eines einzigen Mannes, oder Frau, mit dem nötigen wissen und der nötigen Gabe zum richtigen Zeitpunkt das richtige zu tun."


    Jetzt aber nahm sich Cerretanus ebenfalls etwas und schmeckte die Köstlichkeiten.


    " Du bist Decurio......welche Pläne hast du noch?"

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